Der Imam Platz in Isfahan Iran bei Nacht

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Der Iran hat mich schon immer fasziniert und begeistert. Warum das so war, konnte ich selbst nie genau beantworten. Seit meiner Jugend verschlinge ich alle Bücher, Texte und Informationen über dieses Land. So war auch schon lange klar, dass ich irgendwann in den Iran reisen werde.

Als ich Marco nach vielen Jahren endlich überzeugen konnte („Es gibt dort gutes Essen, viel Fleisch…“) begann das rechtfertigen gegenüber der Familie und Freunden.

„Iran? Wie kommt ihr denn darauf?“
„Was wollt ihr denn da?“
„Um Himmels willen, ist es dort nicht gefährlich?“
Bis hin zu: „Glaubt bloß nicht, dass Deutschland euch freikauft, wenn ihr gekidnappt werdet“

Ich könnte die Bedenken ewig weiterführen. Leider hat sich das Bild, das die Medien über das Land auf der „Achse des Bösen“ verbreiten, bei vielen eingebrannt.

Wir haben es mit einem kleinen Experiment versucht, das ich zuvor irgendwo gelesen habe: Sobald wir verkündeten, wir reisen nach Persien, waren alle ganz begeistert. Es wusste zwar niemand so konkret, wo und was das sein sollte. Aber es klang romantisch. So nach 1001 Nacht und fliegenden Teppichen.

Wir hoffen, wir können mit unseren Bildern und Geschichten Vorurteile abbauen. Die Augen öffnen für das Schöne in diesem Land. Das Bewusstsein schärfen, dass man auch mal hinter die den Medienvorhang schauen sollte.

Selbstverständlich heißen wir die Repressalien der Regierung nicht gut. Dass die Menschen, insbesondere die Frauen, von der Regierung bzw. der geistlichen Führung unterdrückt und bevormundet werden ist furchtbar. Aber es ist unsere Überzeugung, dass wir mit unserer Reise den Menschen nicht schaden, sondern Brücken bauen. Wir unterstützen mit unserer Reise in den Iran auch nicht das System, sondern den Tourismus, von dem wiederum Menschen profitieren. Vielleicht wird sich, je mehr die Menschen im Iran das westliche Leben kennen und der Drang nach Freiheit und vor allem nach (Berufs-)Chancen größer wird, auch die Politik irgendwann ändern.

Wir wollen zeigen, dass die Menschen mit ihrem Mut, mit ihrer Lebensfreude, ihrer Intelligenz, ihrer überwältigenden Gastfreundschaft und ihrem großen Herz eine andere Betrachtung verdient haben, als in den Medien publiziert.

Eine Rose in Ketten - ein Synonym fuer die Menschen im Iran
Eine Rose in Ketten – ein Synonym für die Menschen im Iran?

Nach unserer Reise kann ich endlich beschreiben, was mich an diesem riesigen, geheimnisvollen und leider so oft missverstandenen Land beeindruckt. Und Danke sagen. Für unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse.

Der Iran. Das alte Perserreich.
Eine 5000 Jahre alte Hochkultur.
Ein Land mit einzigartig reichem kulturellen Erbe.
Auf einer Fläche mehr als viermal so groß wie Deutschland.

Mehrere Gebirgszüge durchziehen das Land.
Berge, deren Spitzen bis 5610 Meter in den Himmel ragen.
Grün, saftig und kühl im Norden.
Trockene Hitze in den Wüstenregionen.
Und ein tropischer Küstenstreifen im Süden des Landes.

Die Magie der Seidenstraße.
Abenteuer in der Wüste und Nächte unterm Sternenhimmel.
Isfahan, eine der schönsten Städte der Welt.
Shiraz, die Stadt der Rosen und der Nachtigallen.
Gedichte und verehrte Dichter.

Blau schimmernde Moscheekuppeln.
Tausende Mosaike, filigrane Kunst überall.
Uralte Königspaläste und prachtvolle Gärten.
Wie ein Märchen aus 1001 Nacht.

Als wäre das nicht schon genug, die wundervollen Menschen:
Gebildet und weltoffen, neugierig und interessiert.
Freundlich, herzlich und hilfsbereit.
Lebensfreudig und mutig.
Gastfreundlich, wie wir es noch nirgends zuvor erlebt haben.
Stolz auf ihre Geschichte, ihr Land und ihre Kultur.

In der Dasht-e Kavir Wueste im Iran
In der Dasht-e Kavir Wüste

Iran und deine Menschen – ihr habt für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Merci. Danke, dass ich hier sein durfte!

P.S. „merci“ ist das persische Wort für Danke

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