Das Kloster in Petra

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Mit jedem Schritt steigt unsere Spannung. Die Sonne ist gerade erst aufgegangen, trotzdem sind schon dutzende Menschen auf den Beinen, um das Highlight Jordaniens zu erkunden:

Petra, die alte Felsenstadt der Nabatäer

Schon der erste Eindruck überwältigt. Staunend lassen wir uns durch den „Siq“ treiben, eine enge Schlucht zwischen bis zu 80 Meter hohen Felswänden. Bleiben immer wieder stehen, schauen nach oben, betrachten die Farben und Felsformationen unter dem strahlend blauen Himmel.

Der Siq nach Petra in Jordanien
Der Siq führt in die Nabatäerstadt Petra

Bis sich nach über einem Kilometer der enge Gang plötzlich auftut. Und der Blick frei wird auf die gewaltige Fassade des Schatzhauses, Al Khazneh. Rund 40 Meter ragt das aus den Felsen geschlagene und detailreich verzierte Gebäude in die Höhe. Man mag es kaum glauben, dass dieses Wunderwerk vor über 2000 Jahren entstanden ist.

Blick auf das Schatzhaus an Ende des Siq
Blick auf das Schatzhaus an Ende des Siq
Das Schatzhaus in Petra
Das Schatzhaus in Petra

Verantwortlich für die Entstehung Petras waren die Nabatäer – ein arabischer Nomadenstamm, der Petra als Knotenpunkt auf den alten Handelsrouten für Gewürze und Seide erschuf. Das Schatzhaus wurde als Grab eines bedeutenden Nabatäerkönigs gebaut und zeigt neben zahlreichen anderen Meisterleistungen eindrucksvoll das technische Genie dieses Volkes.

Mit Recht ist Petra die berühmteste Sehenswürdigkeit Jordaniens

Beeindruckende Bauwerke und Ausgrabungsstätten gibt es viele. So unglaublich wie Petra ist kein anderes, finden wir. Die Lage in der bergigen Wüste, die Unzugänglichkeit, die Farben…

Petra ist der herrlichste Ort der Welt

schrieb einst Thomas Edward Lawrence – besser bekannt als Lawrence von Arabien. Wie wahr ist diese Aussage auch heute noch! Wir besuchen Petra 2012 – im Jubiläumsjahr. Erst vor 200 Jahren wurde Petra durch Zufall von dem als Araber verkleideten Schweizer Forschungsreisenden Johann Ludwig Burckhardt wiederentdeckt.

Der beste Tipp, den wir dir für deinen Besuch in Petra mit auf den Weg geben können: Stell dir den Wecker auf 5 Uhr, damit du mit Öffnung um 6 Uhr der erste bist, der den Siq durchquert. Zu diesem Zeitpunkt hast du die Chance, den Siq und vielleicht sogar das Schatzhaus noch in Ruhe genießen zu können.

Spaziergang zu den Highlights in Petra

Nachdem mit Siq und Schatzhaus die ersten Highlights „verdaut“ sind, starten wir unseren Spaziergang durch Petra. Als erstes nehmen wir uns den hohen Opferplatz vor, den wir über hunderte von Stufen erreichen. Oben angekommen, bietet sich ein wahnsinnig beeindruckender Ausblick auf die Landschaft, die Petra umschließt. Die Sonne gibt bereits ihr bestes, um diesen Ort noch unwirtlicher wirken zu lassen. Staunend beobachten wir die Szenerie, die sich vor uns ausbreitet.

Ausblick auf Petra
Marco schaut auf die alte Nabatäerstadt Petra, ein unglaublicher Ausblick

Ganz unten wuseln hunderte Touristen, dazwischen die geschäftstüchtigen Beduinen mit ihren Pferden, Eseln, Kamelen und Souvenirs. In der Ferne nichts als rotbraune Wüste. Wir stehen auf 1.000 Meter Höhe am Hohen Opferplatz in der UNESCO Weltkulturerbe-Stadt Petra. Und können nur noch staunen.

Blumen in Petra

Blick ueber den Carlo Maximus, die roemische Straße in Petra
Blick über den Cardo Maximus, die römische Straße in Petra

Wieder unten angelangt, laufen wir durch die Fassadenstraße vorbei am Theater, in dem bis zu 3000 Zuschauer Platz fanden! Obeliske, Tempel und Opferaltäre begleiten den Weg bis zur beeindruckenden Königswand, die mehrere imposante Fassadengräber vereint. Danach folgt die Kolonnadenstraße, der Cardo Maximus. Beschreitet man diese Straße von der anderen Seite, hat man einen tollen Blick auf die Königswand. Hier kann man am großen Restaurant eine Mittagspause einlegen, bevor es den nächsten schweißtreibenden Aufstieg zu meistern gilt.

Denn jetzt geht es über 800 in den Fels geschlagene Stufen hinauf zum gewaltigen Ad-Deir-Kloster. Der Aufstieg lohnt sich definitiv, denn von hier hat man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Wadis. Das Kloster selbst ähnelt stark dem Schatzhaus, ist aber noch mal deutlich größer. Und da hier weit weniger los ist (wir waren fast alleine), hat uns das Kloster noch viel mehr beeindruckt als das Schatzhaus.

Das Kloster in Petra
Das Kloster. Siehst du die Menschen am Eingang? Jetzt kannst du dir die Höhe vorstellen!
Der Blick auf das Kloster und die Umgebung belohnt den anstrengenden Aufstieg
Der Blick auf das Kloster und die Umgebung belohnt den anstrengenden Aufstieg

Um die Atmosphäre noch etwas zu genießen, versorgen wir uns in einem Café erstmal mit süßen Tee und lassen den Ausblick noch etwas auf uns wirken. Aber hier oben gibt´s noch mehr zu sehen – das versprechen zumindest Schilder, die zum „best view in Jordan“ weisen. Und tatsächlich lohnt es sich, noch ein bisschen weiter zu laufen. Denn der Blick über rotbraune Berge und Wadis ist tatsächlich gigantisch!

Zurück geht es über denselben Weg, wie wir aufgestiegen sind. Obwohl auch der Rückweg über den Cardo Maximus und die Fassadenstraße derselbe ist, entdecken wir immer wieder neue Details, laufen mal rechts und mal links und nehmen uns ausreichend Zeit, zu staunen!

Ausblicke im neuen Weltwunder Petra
Ausblicke im neuen Weltwunder Petra

Reisetipps für Petra

Tickets bekommst du direkt im Besucherzentrum. Das Tagesticket kostet 50 JD (ca. 65 EUR). Zwei Tage sind mit 55 JD und drei Tage mit 60 JD im Verhältnis deutlich günstiger. Hier kannst du auch Führungen buchen.

Geöffnet ist Petra im Winter von 06:00 Uhr bis 16:00 Uhr bzw. bis 18:00 Uhr im Sommer. Früh aufstehen lohnt sich! Am Morgen hast du die besten Chancen, im Siq etwas Ruhe zu haben und das Schatzhaus noch ohne Besuchermassen zu sehen.

Anziehen solltest du leichte Kleidung, Kopfbedeckung und gute Schuhe. Unbedingt an Sonnenschutz denken, da es fast keinen Schatten gibt und die Sonne gnadenlos sein kann. Nimm genügend Wasser mit und trinke ausreichend. Du kannst aber auch überall in Petra Getränke kaufen. Ein großes Restaurant gibt es am Ende der Kolonnadenstraße. Ansonsten kannst du dir auch ein Picknick einpacken und es dir irgendwo gemütlich machen.

Im Wadi Musa gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel. Wenn du die magische Stimmung von Petra auch bei der Übernachtung nicht missen möchtest, lohnt sich ein Blick auf das Seven Wonders Bedouin Camp in Little Petra (ca. 15 Minuten mit dem Auto nach Petra).

Nimm dir am besten ein bis zwei Tage Zeit, um Petra zu erkunden. Zwei Übernachtungen solltest du in jedem Fall einplanen, damit dir ein ganzer Tag von frühmorgens bis nachts (evtl. Petra by night) zur Verfügung steht.

Petra by Night: ein sehr schönes Erlebnis ist es, Petra bei Nacht zu erleben. Hunderte von Kerzen beleuchten den Weg durch den Siq und den Platz vor dem Schatzhaus. Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 20:30 – 22 Uhr. 17 JD (ca. 22 EUR)

Weitere Informationen: Visit Petra Besucherseite

Fazit: Petra in Jordanien

Wir sind der Meinung, Petra muss man unbedingt einmal im Leben gesehen haben. Viele Amerikaner fliegen sogar nur für drei Tage nach Jordanien, um sich ausschließlich das neue Weltwunder Petra anzuschauen! Auf einem Roadtrip durch Jordanien lässt sich Petra wunderbar integrieren. Wenn du nur wenig Zeit hast, fahre direkt auf der alten Königstraße von Amman Richtung Süden, ins Wadi Rum und nach Petra. Entspannen kannst du danach wenn die Zeit reicht entweder am Roten Meer in Aqaba oder am Toten Meer. Wir würden das Tote Meer bevorzugen, denn dann besuchst du gleich noch ein Naturhighlight (traurigerweise eines, dass vielleicht bald nicht mehr existieren wird…)

Unsere weiteren Artikel zu Jordanien:

Warst du schon einmal in Petra? Hast du weitere Tipps? Schreib es uns gerne in die Kommentare!

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