Tiermarkt in Nizza Oman

Du planst einen Roadtrip durch das Sultanat Oman? Hier findest du die Route, Tipps und Highlights unseres Roadtrips im Jahr 2011. Bei der Planung haben wir uns von Peter Franzisky (bedu Expeditionen) unterstützen lassen. Er ist ein absoluter Oman-Experte und kennt das Sultanat wie seine Westentasche.

Von ihm stammt auch der Reiseführer „Oman. Handbuch für individuelles entdecken“ vom Reise Know How Verlag. Seine Reiseagentur bietet verschiedene Kleingruppen- und geführte Aktivreisen. Darüber hinaus arbeitet er individuelle Mietwagen-Rundreisen bzw. Selbstfahrerreisen nach deinen Wünschen aus. So bist du auf eigene Faust und doch mit der Sicherheit eines Ansprechpartners unterwegs. Eine tolle Sache! (Dies ist kein bezahlter Artikel sondern eine persönliche Empfehlung!)

Am Ende des Artikels kannst du dir unsere Roadtrip Route mit Entfernungen und Unterkünften zum Ausdrucken und Planen herunterladen!

Unsere Unterkünfte im Oman

Dubai (Stopover): Arabian Courtyard (3 Nächte)

Khasab, Musandam: Golden Tulip (2 Nächte)

Muscat: Villa Lana Pension (2 Nächte)

Ras al-Hadd:  Beach Hotel (1 Nacht)

Wahiba Sand:  Nomadic Desert Camp (1 Nacht)

Nizwa:  Al-Diyar (3 Nächte)

Jebel Shams:  Jebel Shams Resort (1 Nacht)

Muscat:  Villa Lana (2 Nächte)

Tag 1 Anreise nach Dubai

Mit Emirates ging es für uns von Frankfurt in knapp 6 Stunden über Nacht nach Dubai. Mit dem Taxi kommt man für ca. 10 EUR in die Stadt. Unser Hotel lag am Dubai Creek, im alten Teil der Stadt.

Tag 2-3 Dubai

Stopover in Dubai. Per Taxi haben wir alle gängigen Sehenswürdigkeiten besichtigt.

Tag 4-5 Khasab, Musandam

Am frühen Morgen wurden wir mit einem Kleinbus direkt an unserem Hotel abgeholt und nach Musandam gefahren. Musandam ist eine Exklave des Oman und liegt, vom restlichen Sultanat getrennt, am nördlichen Zipfel der Arabischen Halbinsel.

Allein die 3,5 stündige Anfahrt ist ein Abenteuer. Im Oman angekommen führt eine kurvige, steile Küstenstraße nach Khasab. Die lange Anfahrt wurde durch unglaubliche Ausblicke belohnt. Die Küstenstraße ist direkt aus dem Fels gehauen, rechts ragen karge Berge in die Höhe und links fällt der Blick auf das azurblaue, stille Meer. Endlich ursprüngliche Natur wie sie mir gefällt :-)!

Musandam ist ein faszinierendes, raues, schroffes und doch wunderschönes Fleckchen Erde.

Ein gewaltiges Kalksteingebirge ragt über 2.000 Meter in den Himmel. Die steilen Felswände des Hadjar Gebirges fallen direkt ins Meer. Die Umgebung wirkt nicht nur lebensfeindlich und unwirtlich. Bis Sultan Qaboos 1980 Straßen und den Flughafen bauen ließ, war sie auch nur äußerst schwer zugänglich und unterentwickelt.

Derzeit leben etwa 40.000 Menschen in der Region, die meisten davon in der Regionalhauptstadt Khasab.

Unsere 2 Tage in Musandam haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.

Ausblicke auf die Fjorde in Musandam. Hier versteht man den Spitznamen "das Norwegen Arabiens"
Ausblicke auf die Fjorde in Musandam. Hier versteht man den Spitznamen „das Norwegen Arabiens“
Unser Toyota Landcruiser in den Bergen Musandams
Unser Toyota Landcruiser in den Bergen Musandams
Delfine begleiten unser Boot in den Fjorden von Musandam im Oman
Wir haben Glück! Delfine begleiten unser Boot in den Fjorden von Musandam. 

Tag 6-7 Muscat

Vom winzigen Flughafen in Khasab erreicht man nach kurzem Flug in kleinen Maschinen die omanische Hauptstadt Muscat.

Da uns der Mietwagen erst am zweiten Tag zum Hotel gebracht wurde, erkundeten wir Muscats Altstadt und den ehemaligen Hafen, den Mutrah Souq, den Fischmarkt und natürlich den Königspalast per Taxi.

Das Fort thront am Hang ueber Muscat
Das Fort thront am Hang über Muscat
Hafen in Muscat
Hafen in Omans Hauptstadt Muscat

Tag 8 Von Muscat nach Ras al-Hadd

250 km, 3-4 Stunden ohne Wadis

Heute hieß es definitiv: „Der Weg ist das Ziel“! Endlich begann der eigentliche Roadtrip – die Freiheit der eigenen vier Räder – juhu ;-)!

Morgens wurde uns der Mietwagen ins Hotel gebracht und wir bekamen vom Reiseveranstalter (Regionaler Partner von bedu Expeditionen vor Ort) nützliche Tipps für unsere Reisroute.

Zwar gibt es eine recht neue Autobahn, die schnell von Muscat gen Süden nach Sur führt. Wie immer ist es aber viel schöner, die alte kleine Straße zu nehmen, die durch Dörfer und entlang schöner Küstenabschnitte führt.

Entlang der Route liegen zwei schöne Wadis (Wadi Shab und Wadi Tiwi), die man unbedingt erkunden sollte. Wadis sind ausgetrocknete Flussbetten, die meist nur nach starken Regenfällen Wasser führen. Oft bilden sich Pools, in denen man schwimmen kann. Manche Wadis sind felsig, grau und wild. Manche palmenbestanden und wunderschön.

Daher sollte man sich für die Fahrt am besten den ganzen Tag Zeit nehmen. Außer den Schildkröten gibt es am Zielort Ras al-Hadd sowieso wenig zu sehen.

Ca. 160 km von Muscat erreicht man das Wadi Shab, ein wunderschönes Wadi, das 2007 von einem Zyklon leider stark zerstört wurde. Aber die Natur erholt sich und es lohnt sich, in das Wadi hineinzuwandern. Je nach Wasserstand muss man mit einem kleinen Bott übersetzen. Danach geht es zu Fuß weiter, der Weg ist gut erkennbar. Läuft man nach knapp einer Stunde einen steilen Pfad bergauf, kann man links zum Wasser hinunterklettern. Dort gibt es tiefere Stellen, wo man in den natürlichen Pools baden kann.

Roadtrip durch den Oman - Straße im Wadi
Roadtrip durch den Oman – Straße im Wadi

Der nächste Stopp ist das Wadi Tiwi. Dieses kann sogar mit dem Auto durchfahren werden. Die Wege sind teilweise steil und eng, ausweichen ist schwierig. Die Fahrt lohnt sich aber definitiv, denn oben angekommen hat man einen fantastischen Ausblick auf das Wadi.

Pool im Wadi Tiwi im Oman
Schöner Pool im Wadi Tiwi im Oman

Nach weiteren 50 Kilometern erreicht man Sur, das mit seiner Lage am Meer, der schönen Promenade, traditionellen Dhaus und einer entspannten Stimmung begeistert. Noch heute werden hier die „Dhau“ genannten Segelschiffe, die einst auf der Handelsroute nach Indien und Ostafrika eingesetzt wurden, gebaut. Wer Zeit hat, könnte hier auch eine Nacht bleiben.

Für uns ging´s aber nach einem kurzen Spaziergang durch Sur gleich weiter nach Ras al-Hadd. Hier sollte man unbedingt einen Ausflug zum Schildkrötenstrand buchen. Das Permit solltest du am besten mit der Hotelbuchung schon vorab beantragen. Tausende Meeresschildkröten kommen jährlich an die Küsten des Oman um ihre Eier abzulegen. Nachts ziehen sich die Tiere an den Strand zurück, um dort ihre Eier im Sand zu vergraben.

Wir hatten das Glück, auch eine gerade geschlüpfte Baby-Schildkröte bei der gefährlichsten Reise ihres Lebens zu beobachten: die wenigen Meter vom Sand ins Meer. Sie sind ständig auf der Flucht vor Füchsen, Meereskrebsen und hungrigen Vögeln. Erst wenn die Wellen sie davonspülen sind sie in Sicherheit. Die Nachttouren zur Schildkrötenbeobachtung gehören zu den bekanntesten touristischen Aktivitäten überhaupt.

Hier sollte man vorher Kontakt aufnehmen und reservieren: Ras Al Jinz Turtle Reserve reservations department: + 968 9655 0606, +968 9655 0707, reservations@rasaljinz-turtlereserve.com

Tag 9 Von Ras al-Hadd in die Wahiba Sands

160 km ohne Abstecher, 2 Stunden // mit Abstecher 230 km

Auch auf dieser Strecke geht´s erstmal wunderschön und mit vielen Fotostopps am Meer entlang.

Felskueste auf unserem Roadtrip durch das Sultanat Oman

Felskueste auf unserem Roadtrip durch das Sultanat Oman
Felsküste auf unserem Roadtrip durch das Sultanat Oman

Bevor es in die Wüste geht, hat man im Wadi Bani Khalid die Möglichkeit, sich abzukühlen. Achtung: Wir haben diesen „Abstecher“ völlig unterschätzt! Von der Abzweigung braucht man circa 30 Kilometer, bis man das Wadi erreicht! Die gleiche Strecke muss man auch wieder zurück. Wir hätten fast den Treffpunkt für unseren Wüstentrip versäumt…

Aber nachdem alles nochmal gut gegangen ist, konnte unser Wüstenabenteuer starten. Unser Touranbieter war Nomadic Adventures & Tours, ein echtes beduinisches Familienunternehmen.

Begleitet von Abdullah, dem Bruder von Inhaber Rashid, starteten wir mit zwei anderen Autos und abgesenktem Reifendruck in die Dünen. Ein cooles Gefühl, selbst durch die Wüste zu cruisen. Wiedermal ein toller Spielplatz für „große Kinder“  ;-)…

Offroad durch die Wueste beim Roadtrip durch den Oman
Offroad durch die Wüste beim Roadtrip durch den Oman
Kamele in der Wahiba Sands im Oman
Kamele in der Wahiba Sands im Oman

Das Nomadic Desert Camp ist ein Traum. Einfache Strohütten mit gemütlichen Betten gruppieren sich im großen Bogen um eine Feuerstelle. Der richtige Platz, um die Weite und Stille der Wüste zu genießen. Nachts liegt man auf Teppichen im abkühlenden Sand, das knisternde Feuer neben und den gigantischen Sternehimmel über sich.

Am Lagerfeuer im Nomadic Desert Camp im Oman
Am Lagerfeuer im Nomadic Desert Camp
Das Nomadic Desert Camp im Oman
Das Nomadic Desert Camp in der Wahiba Sands
Die Huetten im Nomadic Desert Camp von innen
Die gemütlichen Hütten im Nomadic Desert Camp von innen

Tag 10 Von der Wüste Wahiba Sands nach Nizwa

220 km, 2,5 Stunden

Nachdem wir am Morgen noch eine Runde auf den Kamelen der Familie reiten durften, mussten wir die Wüste schweren Herzens wieder verlassen.

Lisa und Marco beim Kamelreiten in der Wahiba Sands Oman
Lisa und Marco beim Kamelreiten in der Wahiba Sands Oman
Marco mit unserem Guide Abdullah vom Nomadic Desert Camp im Oman
Marco mit unserem Guide Abdullah vom Nomadic Desert Camp

Mit wieder aufgepumpten Reifen machten wir uns auf den Weg Richtung Nizwa, der alten Hauptstadt des Oman.

Auf dem Weg liegt Al- Mudayrib, dessen alter Stadtkern malerisch zwischen zwei Hügeln mit zahlreichen Wehrtürme liegt. Auch im Ort sind fortähnliche Häuser gebaut. Viele der alten Wohnhäuser sind aus Lehmziegeln erbaut und trotz ihres Alters von bis zu 250 Jahren gut erhalten. Auffällig sind die zahlreichen, aufwendig verzierten Holztüren.

Falls du an einem Mittwoch hier bist lohnt sich danach ein Abstecher in Ibra. Dort findet Mittwochs der bekannte Frauenmarkt statt. In einem kleinen Bereich des großen Marktareals sind als Händler und Kunden ausschließlich Frauen zugelassen. Männer (auch Touristen) sollten dem Markt fern bleiben und auch Fotos sind tabu.

Angekommen in Nizwa, kann man sich am späten Nachmittag noch das schön restaurierte Fort anschauen und die Ausblicke auf die Oasenstadt Nizwa genießen.

Das Fort in Nizwa im Zentrum des Sultanat Oman
Das Fort in Nizwa im Zentrum des Sultanats

Rund um Nizwa gibt es viel zu erkunden, deshalb lohnt es sich, zwei bis drei Nächte dort einzuplanen. Nizwa selbst ist eine absolut sehenswerte Stadt. Die Oase mit ihrem mächtigen Fort, der blau-goldenen Kuppel der Sultan-Qaboos-Moschee und den lehmfarbenen Häusern liegt umgeben von Gärten und Palmenhainen am Fuß des Jebel Akhdar.

Tag 11 Nizwa und Ausflüge

An einem Donnerstag sollte man sich früh morgens auf den Weg nach Bahla machen. Dort findet ein Tiermarkt statt, der weniger bekannt ist als in Nizwa. Über Bahla thront die mächtige Fortruine „Hisn Tamah“, das größte Lehmfort Omans.

Junge mit seinen Ziegen beim Tiermarkt in Bahla
Junge mit seinen Ziegen beim Tiermarkt in Bahla

Die Sultan-Qaboos-Moschee im Ortskern darf auch von Nicht-Muslimen besucht werden (Sa. bis Mi. 8-11 Uhr. Lange Hosen, lange Ärmel und Frauen müssen Kopftuch tragen).

5 km westlich von Bahla und 45 Kilometer nach Nizwa kommt der Abzweig nach Jabrin. Nach weiteren 4km erreicht man den historischen Palast von Jabrin (war bei uns leider geschlossen).

Misfah al-Ibrayeen ist ein sehr schönes Bergdorf, bei dem aber leider die Gefahr besteht, von Touristen totgeliebt zu werden. Zurückhaltendes Verhalten und bedeckende Kleidung ist in den Bergdörfern Pflicht!

Das idyllische Bergdorf Misfah im Oman
Das idyllische Bergdorf Misfah

Tag 12 Ausflug auf den Jebel Akhdar

2011 waren noch sehr wenige Touristen mit uns beim Tiermarkt. Wir waren bereits um 7 Uhr vor Ort, und konnten so das Gewusel beim Aufbau des Tiermarktes beobachten. Eine sehr schöne Szenerie im frühen Morgengrauen.

Der Tiermarkt in Nizwa
Der Tiermarkt in Nizwa
Frauen beim Handeln auf dem Tiermarkt in Nizwa
Frauen beim Handeln auf dem Tiermarkt in Nizwa
Maenner in traditionelle Kleidung beim Tiermarkt in Nizwa
Männer in traditioneller Kleidung beim Tiermarkt in Nizwa

Direkt nach dem Markt kann man sich wieder in die Natur begeben. Der Jebel Akhdar (grüner Berg) eignet sich für einen kleinen Roadtrip. Sein Name kommt daher, dass die Region überdurchschnittlich fruchtbar ist, da es vergleichsweise häufig regnet. Die Straße auf den Berg ist nur für Allrad-Fahrzeuge erlaubt. Ein Permit ist zwar nicht mehr nötig, allerdings kann es zu Kontrollen durch das Militär kommen. Pass, Führerschein und Fahrzeugpapiere solltest du daher dabei haben. Lange Zeit war der Berg nur zu Fuß und per Esel erreichbar, bis das Militär eine Straße baute.

Bevor man in Birkat al Mouz auf die Straße zum Plateau abzweigt, sollte man einen Spaziergang durch das Dorf einplanen. Die grünen Gärten und großen Palmenhaine werden über ein 36km langes Falaj System bewässert. Diese im Oman traditionelle Form der Bewässerung ist heute noch an vielen Orten im trockenen Sultanat aktiv. Durch in die Erde gegrabenen Kanäle fließt Wasser, das aus dem Grundwasser unterirdischer Brunnen oder aus den Wadis stammt.

Die Bewaesserung im Oman funktioniert zum Großteil noch über die traditionellen Falaj Systeme
Die Bewässerung im Oman funktioniert zum Großteil noch über die traditionellen Falaj Systeme

Ein schöner Aussichtspunkt auf dem Jebel Akhdar ist der Diana´s Point, so benannt da Prinzessin Diana dort anscheinend ein Picknick genossen haben soll. Man blickt auf die alten Bergdörfer Wadi Bani Habib, Saiq und Al Ayn und ihre grünen Terrassenfelder. Auch eine kleine Wanderung nach Ash Shirayjah ist möglich (ca. 2,5 – 3 Stunden).

Wanderung mit Ausblicken auf dem Jebel Akhdar
Wanderung mit Ausblick auf dem Jebel Akhdar

Wir hatten das Glück, bei unserem Spaziergang durch das Wadi Bani Habib zum verlassenen Dorf auf eine kleine einheimische Familie zu treffen die uns einlud, den restlichen Tag mit ihnen zu verbringen.

So hatten wir die Möglichkeit, alle ursprünglichen Dörfer der Bergregion mit Einheimischen und abseits der Touristenpfade zu besuchen. Ein tolles Erlebnis und mal wieder ein Beweis omanischer Gastfreundschaft.

Gastfreundlichkeit im Oman. Diese Familie hat uns mit auf ihren Ausflug auf dem Jebel Akhdar genommen
Gastfreundlichkeit im Oman. Diese Familie hat uns mit auf ihren Ausflug durch die Bergdörfer genommen
Ein Tag mit Einheimischen auf dem Jebel Akhdar - Einladung zum Tee bei den Dorfaeltesten
Ein Tag mit Einheimischen auf dem Jebel Akhdar – Einladung zum Tee beim Dorfältesten

2011 gab es noch wenige (keine?) Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Jebel Akhdar. Heute (2017) würden wir statt nach Nizwa zurückzufahren eines dieser tollen Hotels wählen:

Alila Jabal Akhdar

Hotel Sahab

Tag 13 Über das Wadi Nakhar auf den Jebel Shams

170 km, 3 Stunden

Die nächste Tagesetappe gehört zu den schönsten im Oman und führt durch das Wadi Nakhar auf den Jebel Shams und zum „Grand Canyon des Oman“. Die Fahrt durch das steinige Wadi ist nur mit dem Allradfahrzeug machbar und nach Regen nicht passierbar. Das Wadi ist umgeben von bis zu 2.000 Meter hohen Felswänden.

Angekommen am Rand des Hochplateaus, brechen die Felsen zu einer Schlucht ab: dem Grand Canyon des Oman. Unten liegt das gerade durchfahrene Wadi Nakhar.

Am Canyonrand kann man einen ungesicherten Wanderweg (alter Eselpfad) zu verlassenen Steinhäusern unternehmen. Schwindelfrei sollte man dafür aber sein ;-). Man hat wunderschöne Ausblicke in die Schlucht und auf den Jebel Shams.

Picknick bei unserer Wanderung entlang des "Grand Canyon" auf dem Jebel Shams
Picknick bei unserer Wanderung entlang des „Grand Canyon“ auf dem Jebel Shams

Der „Berg der Sonne“ streckt sich bis zu 3.000 Meter in den Himmel und ist damit der höchste Berg des Oman. Übernachtet haben wir im einfachen aber empfehlenswerten Jebel Shams Resort, von wo wir den Sonnenuntergang bestaunen konnten.

Tag 14 Über das Wadi Bani Awf zurück nach Muscat

270 km, 5 Stunden

Nachdem wir morgens von unserem Camp aus nochmal den tollen Blick auf die umliegenden Berge in der Morgensonne genossen haben, hieß es zum letzten Mal rein ins Auto und auf ins nächste Abenteuer! Fahrtechnisch war diese Strecke durch das Wadi Bani Awf tatsächlich ein Abenteuer.

Die Strecke durch die raue, bergige Gegend ist der Hammer. Auf engen, steilen Schotterstrassen fuhren wir durch das Gebirgsmassiv, immer mit Ausblicken auf die Schlucht und die Berge. Bilad Sayt ist ein malerisches Bergdorf, umgeben von Felswänden und Palmenhainen.

Hinter Bilad Sayt trifft man auf den Snake Canyon, in den man hineinlaufen kann. Allerdings sollte man ohne Ausrüstung und Guide nicht zu weit klettern, da das umkehren schwierig werden kann. Einfacher ist der Little Snake Canyon, in dem man nach circa 1 Stunde Trekking an einem Pool ankommt.

Viel zu schnell waren wir wieder im geordneten und sauberen Muscat angekommen.

Tag 15 Abschied vom Oman in Muscat

Morgens besuchten wir die prächtige Sultan Qaboos Grand Mosque in Al-Athaibah, ein absolutes Muss für jeden Oman Besuch (nur Sa. bis Do. jeweils von 8 bis 11 Uhr – Lange Kleidung für Männer und Frauen, Frauen müssen Kopftuch tragen).

Die Sultan Qaboos Moschee in Muscat. Ein Traum aus Mamor, Sandstein und Swarovski Kristallen
Die Sultan Qaboos Moschee in Muscat. Ein Traum aus Mamor, Sandstein und Swarovski Kristallen
Kronleuchter aus Swarovski Steinen in der Sultan Qaboos Moschee in Muscat
Kronleuchter aus Swarovski Steinen in der Sultan Qaboos Moschee in Muscat

Den gemütlichen Abschlusstag unseres Roadtrips durch den Oman wollten wir am Wasser verbringen und fuhren verschiedene Buchten ab. Allerdings ist das Baden für Frauen an den öffentlichen Stränden schwierig (bzw. ich hätte mich in Badeklamotten fehl am Platz gefühlt). Eine gute Alternative wäre eine Bootsfahrt auf die Dayminyat Inseln, wo man wunderbar und ungestört Schnorcheln kann.

Tag 16 Heimreise


Unser Fazit für einen Roadtrip im Oman

Der Oman eignet sich wunderbar für einen Roadtrip mit dem Mietwagen. Highlights des Sultanats sind die ursprüngliche Natur, Tradition und Geschichte und natürlich die unglaublich netten und gastfreundlichen Menschen.

Zwei Wochen sind ein geeigneter Zeitraum um das Land zu erkunden. Sehr gut kann man eine Selbstfahrer-Rundreise auch mit einem Badeaufenthalt, zum Beispiel im Muscat oder Salalah, kombinieren.

Der Reiseführer von Peter Franzisky („Oman. Handbuch für individuelles entdecken“ vom Reise Know How Verlag) beschreibt die hier aufgeführte Roadtrip Route und Ausflüge sehr genau mit Kilometerangaben. Zusammen mit einer Karte kommt man gut zurecht.

Hier haben wir dir unsere Gründe zusammengefasst, warum dich der Oman als Reiseland verzaubern wird!

Beste Reisezeit in den Oman

Im Norden des Landes sind die Winter warm (bis 25 Grad), es regnet nur selten. Im Sommer sind Temperaturen von über 40 Grad keine Seltenheit. Die Küste der Provinz Dhofar im Süden Omans wird zwischen Juni und September von Monsunausläufern gestreift. Diese hüllen die Region in dichten Nebel und Nieselregen. Zu dieser Zeit herrscht im Meer auch eine hohe Strömung, weshalb nicht gebadet werden kann. Die Temperatur im Süden liegt ganzjährig um die 30 Grad. Als beste Reisezeit im ganzen Land eignen sich daher die kühleren Wintermonate von Oktober bis April.

Anreise und Visum

Mit Oman Air kommt man ohne Zwischenstopp ab Frankfurt oder München in circa 6,5 Stunden in die Hauptstadt Muscat. Wir sind mit Emirates geflogen und haben einen dreitägigen Stopover in Dubai eingelegt. Die besten Flüge findest du bei scyscanner oder momondo.de. Die Preise beginnen bei ca. 550 EUR für Hin- und Rückflug.

Für die Einreise nach Oman ist ein Visum erforderlich. Dieses bekommst du am einfachsten direkt „on Arrival“ bei der Einreise am Flughafen in Muscat und an den Landübergängen zu den VAE (Kosten: 20 RO bis 30 Tage Aufenthalt). Dafür werden keine Passbilder benötigt.

Mietwagen und Verkehr

Wir empfehlen für den Oman unbedingt einen Mietwagen mit ausreichend Bodenfreiheit und Allrad-Antrieb. Bei der Anmietung musst du darauf achten, dass Offroad-Fahrten erlaubt sind. Vor allem wenn du einen (geführten!) Ausflug in die Wüste planst. Auch die Bergregionen des Jebel Shams oder der Jebel Akhdar sind nur mit einem 4WD zu erreichen. Die Fahrt mit einem PKW auf den Jebel Akhdar ist offiziell nicht erlaubt (im Schadensfall hast du eventuell keinen Versicherungsschutz mehr!)

Ein Navi ist nicht unbedingt nötig, da es wenige Straßen gibt. Vor allem, wenn man in Muscat erstmal sowieso mit Taxi unterwegs ist. Eine gute Karte ist ausreichend.

Generell ist das Land als Selbstfahrer einfach zu bereisen. Trotzdem lauern im omanischen Straßenverkehr verschiedene Gefahren, vor allem nachts. Sei es durch Kamele, die die Straße kreuzen oder durch die oft unvernünftige Fahrweise mancher Omanis. Am besten so wenig wie möglich bei Dunkelheit fahren und vorausschauend fahren. Übrigens warnt man andere Autofahrer vor Kamelen auf der Straße durch das Anschalten der Warnblinkanlage oder Lichthupe.

Auf omanischen Straßen wird häufig geblitzt. Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Telefonieren am Steuer kann hohe Strafen nach sich ziehen. Wie vorher schon erwähnt, sind die Verkehrsschilder auf Arabisch und Englisch beschrieben. Es herrscht Rechtsverkehr.

Innerhalb der Ortschaften sind je nach Ausschilderung zwischen 40 und 60 km/h erlaubt, auf Überlandstraßen maximal 120 km/h. Ein Internationaler Führerschein ist nicht nötig, wobei wir dennoch immer einen dabeihaben (man weiß ja nie). Allerdings musst du bereits den EU-Führerschein im Scheckkartenformat besitzen, denn die älteren deutschen Papierführerscheine werden nicht akzeptiert!

Unsere Roadtrip Route zum Download

Hier kannst du dir unsere Roadtrip Route für zwei Wochen Oman als Selbstfahrer mit Entfernungen und Unterkünften zum Ausdrucken herunterladen: Route-Unterkünfte-Rundreise-Oman

Weitere Informationen und Tipps:


Du interessierst dich für weitere Reiseziele im Orient?

→ Hast du dir du schon unseren gratis Roadtrip-Planer heruntergeladen?


Pinne den Artikel und folge uns bei Pinterest für noch mehr Reise-Inspiration:

Roadtrip durch den Oman: unsere Route mit Tipps, Highlights und Unterkünften für dich zum Nachfahren
Roadtrip durch den Oman: unsere Route mit Tipps, Highlights und Unterkünften für dich zum Nachfahren

 

Similar Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.