Auf unserem Roadtrip durch den Iran

So langsam wird uns unser Vorhaben bewusst, den Iran mit dem eigenen Mietwagen zu bereisen. Hatte nicht jeder vorher davon abgeraten? Vielleicht hätten wir ausnahmsweise mal hören sollen. Jetzt ist es zu spät. Wir halten die Schlüssel des nagelneuen Renault Logan in der Hand. Keine Schönheit das Auto, aber praktisch. Und sogar mit eigenem WLAN Hotspot – unglaublich!

Wir reihen uns auf die Autobahn ein, die uns aus Teheran heraus und hinein in unser dreiwöchiges Roadtrip-Abenteuer durch den Iran führt. Im Vergleich zum Ankunftstag kommt uns die Autobahn heute total geordnet vor. Jeder hält sich an seine Spur, die Autobahn-Schilder sind in lateinischer Schrift, alles läuft. Glück gehabt.

Unsere gewählte Route war für drei Wochen genau richtig. Allerdings sind die zurückzulegenden Strecken teilweise sehr weit, obwohl wir uns nur auf das Zentrum des Landes konzentriert haben. Hier in Kürze für dich zum Nachfahren:

Teheran (2 Nächte) – Kashan (2 Nächte) – Nain (1 Nacht) – Oase Farahzad (2 Nächte) – Yazd (2 Nächte) – Shiraz (2 Nächte) – Yasuj (1 Nacht) – Isfahan (3 Nächte) – Hamadan (1 Nacht) – Qazvin (2 Nächte) – Teheran (Rückflug)

Ganz am Ende des Artikels findest du unsere Iran Reise Route mit Entfernungen als pdf zum Download!

Kashan

Unterkunft: Ehsan Historical Guest House 2 Nächte

Kashan ist eine überschaubare Stadt mit einem kleinen und hübschen historischen Zentrum. Und damit eine willkommene Abwechslung zum Großstadtmoloch Teheran.

Übernachtet haben wir im Ehsan Historical Guest House – dem ersten historischen Bürgerhaus, das in ein Gästehaus umgebaut wurde. Die Unterkunft ist wunderschön traditionell, die Zimmer reihen sich auf verschiedenen Etagen um einen Innenhof mit Wasserspiel, typischen Sitzgelegenheiten und Granatapfelbäumen.

Innenhof des Eshan Historical Guesthouse in Kashan
Innenhof des Eshan Historical Guesthouse in Kashan

Die Sehenswürdigkeiten von Kashan sind gut zu Fuß zu erreichen. Besuchen solltest du unbedingt die Aqa Bozorg Moschee.

Moschee in Kashan
Aqa Bozorg Moschee in Kashan

Ansonsten punktet das unaufgeregte Kashan vor allem durch seine tolle Architektur. Sehenswert sind die vielen traditionellen Bürgerhäuser aus der Zeit, in der Kashan durch den Teppichhandel eine wohlhabende Stadt reicher Kaufleute war. Interessant sind die nahe beieinander liegenden „Historical Houses“:

  • Manouchehri-Haus
  • Ameriha-Haus
  • Tabatabai-Haus
  • Abbasian-Haus
  • Borujerdi-Haus

Die Anwesen sind alle ähnlich in mehreren Stockwerken um einen Innenhof mit Wasserbecken aufgebaut. Einige Häuser sind wunderschön detailreich verziert, bunte Glasfenster sorgen für tolle Lichtspiele. In den meist gepflegten Innenhöfen wachsen Granatäpfelbäume und Rosen um die rechteckigen Wasserbecken.

Ein traditionelles Buergerhaus in Kashan
Ein traditionelles Bürgerhaus in Kashan
Kunstvolle Details in einem traditionellen Haus in Kashan
Die Iraner sind Weltmeister in Sachen kunstvolle Details

Neben den historischen Bürgerhäusern kannst du das sehenswerte Hamam-e Soltan Mir Ahmad besuchen. Unbedingt auf´s Dach steigen – das ist das Interessanteste daran!

Hamam in Kashan Iran
Hamam-e Soltan Mir Ahmad in Kashan
Auf dem Dach des Hamam-e Sollten Mir Ahmad Kashan Iran
Auf dem Dach des Hamam-e Sollten Mir Ahmad

Abends solltest du durch den stimmungsvollen Souk bummeln und dir noch die eine oder andere Nascherei gönnen. Davon gibt´s nämlich mehr als genug 😉.

Restaurants:
Manouchehri House Restaurant (gehoben)
Abbasi Tea House & Traditional Restaurant (etwas touristisch)

Auf der Weiterfahrt nach Nain kannst du einen Abstecher in den Fin Garten machen. Immer voll von iranischen Besuchern – daher ganz interessant, um in die iranische Freizeitwelt einzutauchen, sonst aber kein Highlight.

Lisa im Fin Garten in Kashan
Im Fin Garten in Kashan

Nain

Unterkunft: Naeen Tourist Hotel (Nain Jahangardi Mehmanserei) 1 Nacht

Die Reiseführer empfehlen einen zweiten Abstecher in das Bergdorf Abyaneh. Uns hat es dort allerdings nicht gefallen. Man zahlt Eintritt, um durch ein für Touristen präpariertes Dorf zu laufen. Die Fahrt nach Abyaneh durch die Karkas-Berge wiederum ist sehr schön. Irgendwo an der Hauptstraße haben wir eine Pause in einem gemütlichen Teehaus gemacht. Somit war der Ausflug nicht ganz für die Katz.

Teehaus bei Abyaneh Iran
Teehaus bei Abyaneh
Die Landschaft bei Abyaneh
Die Landschaft bei Abyaneh, in den Karkas-Bergen 

Auf der Weiterfahrt geht´s vorbei an der umstrittenen Uran-Anreicherungsanlage bei Natanz, mitten in einer menschenleeren kargen Wüstenlandschaft. Keinesfalls sollte man in dieser Umgebung den Foto zücken oder gar filmen.

In Nain lohnt es sich nicht, früh anzukommen, denn es gibt wenig zu sehen. Auch Restaurants sind Mangelware. Dafür kommt man beim abendlichen Bummel über die Straßen schnell mit interessierten Einheimischen ins Gespräch. Nain eignet sich gut als Station vor der Fahrt in die Wüste Dasht-e Kavir.

Oase Farahzad bei Mesr, am Rande der Dasht-e Kavir Wüste

Unterkunft: Barandaz Lodge 2 Nächte (mit Halbpension)

Für die Wüstentour solltest du dich früh auf den Weg machen. Nach Mesr am Rande der Dünenlandschaft sind es knapp 300 Kilometer. Die Asphaltstraßen sind gut zu befahren.

Die Fahrt durch das Wüstenrandgebiet ist erstmal trist und langweilig. Deshalb waren wir froh, ein paar Stopps einlegen zu können um uns mit kühlen Getränken oder einem Eis zu versorgen. Ein erster Stop lohnt sich in der Wüstenstadt Anarak, ein zweiter in Chupanan.

Kamel in der Wueste Dasht-e Kavir
Kamele kreuzen unseren Weg in der Wüste Dasht-e Kavir

Sehr zu empfehlen ist die Barandaz Lodge in der Oase Farahzad bei Mesr, direkt an den Dünen der Wüste gelegen. Das kleine Dorf hat alle Hände voll zu tun, sich gegen die wandernden Sanddünen zu wehren.

Trotz langer Fahrt noch voller Tatendrang, wollte ich zuallererst von unserem Gastgeber erfahren, was wir den Tag über so alles unternehmen könnten. „Nothing. It´s too hot. Just lay down and relax.“ Aha. So hatte ich mir das jetzt aber nicht vorgestellt. Hinlegen? Schlafen? Für mich, die keine Sekunde die Füße stillhalten kann kein besonders attraktiver Gedanke. Marco währenddessen war gleich Feuer und Flamme. Toll, so ein bisschen relaxen. Bis er gemerkt hat, dass es keinen Handyempfang gibt. Für ihn als Workaholic ebenso unerträglich wie für mich das Nichtstun.

Jetzt wussten wir auch, warum in der Unterkunft Totenstille herrschte. Alle Gäste waren in ihren Zimmern und schliefen…. Also legten wir uns im Innenhof der Unterkunft in den Schatten, tranken Tee, aßen Datteln und vertrieben die lästigen Fliegen. Plötzlich haben wir die Zwangspause genossen. Schlafen, lesen, unterhalten, Gedanken sortieren. Wann sonst gönnt man sich das mitten am Tag?

Abends zum Sonnenuntergang haben wir eine Sunset-Tour mit dem Allradfahrzeug durch die Dünen gebucht. Das war auch ganz spaßig, bis nach circa einer halben Stunde wie aus dem nichts ein Sandsturm lostobte. Durch alle Ritzen drang der Sand sogar bis ins Auto. Wir konnten nichts anderes tun, als mitten in der Wüste im immer wärmer werdenden Auto zu warten, bis der Sturm nachlässt. Wahrscheinlich muss ich nicht extra erwähnen, dass wir den Sonnenuntergang nicht gesehen haben..

Zum Glück hat sich das Wetter bis zum nächsten Tag beruhigt und wir konnten dafür einen wunderschönen Sonnenaufgang in den Dünen miterleben.

Sonnenaufgang in der Dasht-e Kavir Wueste
Sonnenaufgang in der Dasht-e Kavir Wüste

Sandduenen in der Dasht-e Kavir

Die Barandaz Lodge in der Oase Farahzad bei Mesr am Rand der Dasht-e Kavir Wueste
Die sehr empfehlenswerte Barandaz Lodge in der Oase Farahzad bei Mesr am Rand der Dasht-e Kavir Wüste

Die Barandaz Lodge in der Oase Farahzad bei Mesr am Rand der Dasht-e Kavir Wueste

Unterkunft in der Barandaz Lodge in der Dasht-e Kavir Wueste im Iran
Unser Zimmer in der Barandaz Lodge – sehr zweckmäßig, aber gemütlich. Gemeinschaftsbäder.

Halte auf der Weiterfahrt aus der Wüste nach Yazd unbedingt in der Oase Garmeh. Wenn du diese ganz durchfährst, kommst du zu einer Quelle, die aus roten Felsen entspringt.

Die Oase Garmeh am Rand der Dasht-e Kavir
Die Oase Garmeh am Rand der Dasht-e Kavir – viel Grün in der Wüste, viele Palmen und Granatapfelbäume
Unser Auto in der Oase Garmeh
Haben wir dir eigentlich schon unseren flotten Flitzer gezeigt ;-)?

Oase Iran

Wunderschön ist auch das Lehmdorf Kharanaq in toller Umgebung.

Das Lehmdorf Kharanaq
Das relativ gut erhaltene Lehmdorf Kharanaq in der iranischen Wüste
Ausblick von Kharanaq auf die Oasen am Rand der Wueste
Ausblick von Kharanaq auf die Oasen am Rand der Wüste

Yazd

Unterkunft: Therme Hotel 2 Nächte

Für Yazd sollte man auf jeden Fall zwei Nächte einplanen. Die Wüstenstadt wird auch als „Stadt der Windtürme“ bezeichnet und bietet mit seinen Lehmbauten, den Windfängern und Kuppeln ein tolles Panorama.

Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind unter anderem:

  • Jame Moschee
  • Rokn-od-Din-Mausoleum
  • Amir-Chaqmaq-Komplex
  • Die Altstadt mit ihren engen Gassen, Plätzen und dem Basar
Vor der Amir-Chaqmaq-Moschee in Yazd
Vor der Amir-Chaqmaq-Moschee in Yazd

Außerhalb der Stadt (mit dem Mietwagen, Taxi oder einem Guide) lohnt sich der Besuch der zarathustrischen Schweigetürme. Der Zoroastrismus ist eine frühe iranische Religion, die stark vom Islam verdrängt wurde. In Yazd gibt es noch eine verhältnismäßig große zarathustrische Gemeinschaft. Bis vor einigen Jahren wurden auf den Schweigetürmen die Körper der verstorbenen abgelegt. Denn im zarathustrischen Glauben dürfen Luft, Erde, Wasser und Feuer nicht verschmutzt werden. Das heißt, dass Leichname weder vergraben noch verbrannt werden dürfen. Auf den „Türmen des Schweigens“ wurden die Leichname abgelegt, um von Vögeln gefressen zu werden. Aus hygienischen Gründen ist diese Form der Bestattung seit einigen Jahren nicht mehr erlaubt.

Schweigeturm in Yazd Iran
Schweigeturm des zarathustrischen Glaubens in Yazd. Man kann sogar hinauf laufen!

Der Dowlatabad Garten ist kein besonderes Highlight.

Im Dowlatabd-Garten in Yazd
Im Dowlatabd-Garten in Yazd

In der Altstadt von Yazd macht es Spaß, durch die engen Gassen und den Basar zu schlendern. Es gibt gute Restaurants, davon einige auf Dachterrassen mit Ausblick.

Unser Hotel war zwar nicht überragend (sehr einfache Zimmer und Bad), hier haben wir allerdings die wunderbare Shekoufe getroffen. Eigentlich Studentin, arbeitet sie nebenher als Rezeptionistin in diesem Hotel, um internationale Gäste kennenzulernen und ihr Englisch (das schon perfekt ist!) weiter zu verbessern. Als wäre das nicht schon genug, ist sie nebenher Touristenführerin. Ihr Traum ist es, später die Welt zu bereisen. Auf einen Job in der Wirtschaft nach ihrem Studium hat sie wenig Lust. Sie liebt es, Touristen ihre Heimat zu zeigen.

Heitere Fragerunde beim Frühstück

Wir waren nahezu die einzigen Gäste im Hotel. Ein weiteres Zimmer war belegt mit drei Männern auf Geschäftsreise. Beim Frühstück wollten uns die netten Herren gar nicht mehr gehen lassen und holten sich extra einen Schreibblock um nicht zu vergessen, was sie uns noch alles fragen möchten.

Restaurants:
Iranian Old Cafe Termeh
Toranj Restaurant im Dad Hotel

Shiraz

Unterkunft: Parhami Traditional House 2 Nächte

Eine weite Roadtrip Etappe über 450 km führte uns nach Shiraz, in die „Stadt der Dichter und der Nachtigallen“. Das Parhami Traditional House können wir uneingeschränkt empfehlen. Von dort kann man zuerst den etwas außerhalb gelegenen Eram-Garten besuchen.

Das Parhami Traditional House - ein schoenes Guesthouse in Shiraz
Das Parhami Traditional House – ein schönes Guesthouse in Shiraz
Der Eram Garten in Shiraz
Der sehenswerte Eram Garten in Shiraz

Im Stadtzentrum selbst kann man sich im Vakil Basar verlieren (und verirren…), die Moscheen anschauen und die alte Festung Karim Khan besichtigen. Letztere wird aber erst abends zum Highlight, wenn sie schon geschlossen ist. Dann versammeln sich Iraner jeden Alters auf den Grünflächen vor der Festung zum Picknicken, Quatschen, Toben und Spaß haben. Die iranische Lebensfreude ist einfach ansteckend!

Vor der alten Festung in Shiraz fuellen sich die Rasenflaechen am Abend
Vor der alten Festung in Shiraz füllen sich die Rasenflächen am Abend

Zum Pflichtprogramm in Shiraz gehören die Mausoleen der Dichter Hafis und Saadi. Beide werden von der Iranern geradezu verehrt. Die Mausoleen sind richtige Pilgerstätten.

Gedenkstaette fuer einen Dichter: Das Hafis Mausoleum in Shiraz
Gedenkstätte für einen Dichter: Das Hafis Mausoleum in Shiraz

Einen zweiten Tag in Shiraz solltest du für die berühmte Perserstadt Persepolis einplanen. Wer bereits Petra in Jordanien besucht hat, wird Persepolis vermutlich weniger spannend finden (uns ging es leider so). Dennoch ist es immer wieder faszinierend, wenn man ein UNESCO Weltkulturerbe besucht, das vorher so unwirklich schien. „Persepolis“ – das klang für mich immer nach den Märchen von 1001 Nacht – nie hätte ich gedacht einmal mittendrin zu stehen!

Persepolis bei Shiraz im Iran
Persepolis bei Shiraz im Iran

Persepolis bei Shiraz im Iran

Persepolis bei Shiraz im Iran

Persepolis bei Shiraz im Iran

In den Bergen: Yasuj

Unterkunft: Azadi Parsian 1 Nacht

Transportmittel und Ladungssicherung im Iran
Transportmittel und Ladungssicherung im Iran 😉
Berglandschaft mit Schnee
Berglandschaft mit Schnee – ein seltsamer Anblick im sonst so trockenen Wüstenland

Durch teilweise wunderschöne Landschaften ging unser Roadtrip weiter ins Bergdorf Yasuj. Auf der Strecke liegt der Margun Wasserfall, ein beliebtes Ausflugsziel für Iraner. Am Besten was zum Picknicken einpacken und es sich irgendwo gemütlich machen. Sehr schnell wirst du ins Gespräch verwickelt.

Margin Wasserfall zwischen Shiraz und Yasuj
Margun Wasserfall zwischen Shiraz und Yasuj

Rund um Yasuj kann man sicherlich viele Aktivitäten in der Natur unternehmen, leider hatten wir wenig Zeit eingeplant.

Isfahan – „die Hälfte der Welt“

Unterkunft: Bekhradi´s Historical Residence 3 Nächte

Ein Highlight jeder Iran Reise: Isfahan – stolz die „Hälfte der Welt“ genannt. Das Wahrzeichen Isfahans ist der Meydan-e Imam (Imam-Platz). Mit 510 x 160 Metern ist er nach dem Platz des himmlischen Friedens in China der zweitgrößte und vielleicht schönste Platz der Welt.

Während er in der Mittagszeit wie ausgestorben daliegt, pulsiert am Abend das Leben. Kein freies Fleckchen ist dann auf den Rasenflächen zu finden. Familien picknicken, Kinder spielen, Jugendliche chillen, es wird gebetet. Nirgendwo war für uns die iranische Lebensfreude so spürbar wie hier. Unbedingt musst du auf die Veranda des Ali-Qapu-Palast. Von dort aus kannst du den gesamten Platz überblicken. Erst von oben werden einem dessen Ausmaße bewusst.

Der Imam Platz in Isfahan Iran
Der Imam Platz in Isfahan Iran
Der Imam Platz in Isfahan Iran
Der zweitgrößte und vielleicht schönste Platz der Welt 
Der Imam Platz in Isfahan Iran bei Nacht
Der Imam Platz in Isfahan Iran bei Nacht – abends pulsiert hier das Leben

Am Südende des Platzes befindet sich die Imam-Moschee, an der Ostseite die Lotfullah-Moschee, im Osten der etwas verfallene Ali-Qapu-Palast und am nördlichen Ende befindet sich der Eingang zum Basar. Duchläuft man den kompletten Basar, kommt man ziemlich weit außerhalb des Zentrums an der Jame-Moschee (Freitagsmoschee) an.

Kein Highlight fanden wir den Chehel-Sotung-Palast und den Hasht Behesht Palast, südwestlich vom Imam-Platz.

Das 5-Sterne Hotel Abassi eignet sich für einen Mittagstee. Abends kann man hier gut essen (aber viele Reisegruppen).

Abendessen im Abbasi Hotel in Isfahan
Abendessen im Abbasi Hotel in Isfahan

Am zweiten Abend haben wir uns mit dem Taxi zur Khaju Brücke südlich der Stadt fahren lassen. Auch hier tummeln sich überall Menschen. Wir hatten Glück und der Fluss führte tatsächlich Wasser. In vielen Jahren ist er nämlich die meiste Zeit ausgetrocknet und zeigt, welche Wasserprobleme die Stadt hat.

Die Khaju Bruecke in Isfahan. Wir haben Glueck und der Fluss fuehrt Wasser
Die Khaju Brücke in Isfahan. Wir haben Glück und der Fluss führt Wasser
Die Khaju Bruecke in Isfahan am Abend
Die Khaju Brücke in Isfahan am Abend

Hamadan

Unterkunft: Parsian Buali Hotel 1 Nacht

Die Region um Hamadan ist wunderschön für einen Roadtrip. Man kann es kaum glauben, dass auf den fernen Berggipfeln noch der Schnee zu sehen ist. Auch hier kann man mit mehr Zeit sicherlich einige Aktivitäten in der Natur unternehmen. Das kühlere Klima in den Bergen bietet sich dafür geradezu an.

Auf dem Weg von Hamadan nach Qazvin kannst du die Ali-Sadr-Tropfsteinhölen besuchen. Eine Tour mit Booten ist spaßig, da die Iraner einfach ein lustiges Völkchen sind. Ruhe und Beschaulichkeit darf man in der Höhle dementsprechend nicht erwarten.

Hoehlentour bei Hamadan
Höhlentour bei Hamadan
Hoehlentour bei Hamadan
In aneinandergebundenen Booten geht´s durch die Tropfsteinhöhlen

Qazvin

Unterkunft: Marmar Hotel 2 Nächte (nicht empfehlenswert)

Eigentlich war unser zweitägiger Aufenthalt in Qazvin dazu gedacht, die Bergregion nördlich von Teheran zu erkunden. Leider war Marco nicht wirklich fit, so dass wir die beiden Tage ganz gemütlich in der Stadt verbracht haben. Viel zu sehen gibt es nicht, hübsch sind der Gartenpalast Chehel Sotun und der Basar, wo sich auch schöne Teehäuser und Restaurants befinden.

Im Basar von Qazvin
Im modernen Basar von Qazvin, in dem auch einige gemütliche Teehäuser sind
Pause in einem schattigen Teehaus in Qazvin
Pause in einem schattigen Teehaus in Qazvin
Der Stadtpark von Qazvin
Der Stadtpark von Qazvin mit dem Chehel Sotun Gartenpalast

Unser Hotel können wir leider nicht wirklich empfehlen, die Klimaanlage funktioniert nicht richtig, es war enorm stickig und heiß.

Restaurants:
Negarossaltaneh Cafe (im Basar)
Cafe Ersieh

Zurück nach Teheran

Da unser Flug erst nachts ging, haben wir den letzten Roadtrip-Tag ausgiebig genossen und einen recht weiten aber lohnenswerten Abstecher zum Karaj-Staudamm gemacht. Auch wieder ein typisch iranisches Ausflugsziel. Dementsprechend gibt es entlang des sprudelnden Wildbachs zahlreiche Restaurants und Teestuben.

Der Karaj-Staudamm bei Teheran
Der Karaj-Staudamm bei Teheran
Abschieds-Tee am Karaj-Staudamm bei Teheran
Abschieds-Tee am Karaj-Staudamm bei Teheran

Schweren Herzens nehmen wir Abschied. Wieder geht ein dreiwöchiger Roadtrip zu Ende. Diesmal allerdings mit so vielen neuen Eindrücken, dass das Erlebte erstmal schwer zu erfassen ist. Das Land beeindruckt, stimmt einen nachdenklich und hat uns mit seiner Lebensfreude angesteckt.

Vielleicht müssen wir nochmal hin, um das Land noch besser zu begreifen 😉.

Was wir allerdings uneingeschränkt sagen können ist, dass sich eine Reise in den Iran definitiv lohnt – egal ob als Backpacker, per Roadtrip oder auf einer organisierten Rundreise!

Zur Planung unseres Roadtrips haben wir den empfehlenswerten Reiseführer „IRAN“ von Peter Kerber aus dem Drescher Verlag genutzt.

Hast du auch Lust den Iran zu besuchen? Hält dich noch etwas davon ab? Vielleicht können wir dir deine Bedenken nehmen. Schreib uns in die Kommentare!


Informationen zur Planung deiner Iran Reise

Alles rund um die Planung unseres Roadtrips haben wir in unserem umfassenden Iran Reise-Guide beschrieben. Darin findest du alle Infos zur Visa Beschaffung, Mietwagen Buchung, beste Reisezeit für den Iran, die Kleider-Frage und vieles mehr!

Stöbere auch in unseren weiteren Iran-Artikeln:


Download Reise Route durch den Iran:

Hier kannst du dir unsere Route-Unterkünfte-Rundreise-Iran zum Ausdrucken und Planen herunterladen. Inklusive aller Hotels und Entferungen!


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Unsere Roadtrip-Route durch den Iran. Mit vielen Tipps, Infos zu Unterkünften und Highlights für deine Individualreise.
Unsere Roadtrip-Route durch den Iran. Mit vielen Tipps, Infos zu Unterkünften und Highlights.
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2 Comments

  1. Oh wow nach eurem Bericht freue ich mich gleich noch viiiel mehr auf unsere Reise in den Iran dieses Jahr. Danke für das Teilen eurer Eindrücke!
    Viele Grüße
    Fridolin & Janine

    1. Hallo ihr beiden! Das freut uns sehr :-)! Wir sind gespannt auf eure Erlebnisse dort , wünschen euch ganz viel Spaß!
      Liebe Grüße, Lisa

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