Der Bohinj See im Triglav Nationalpark auf unserem Slowenien Roadtrip

Berge und Seen, Wasserfälle und Wildblumenwiesen. Ein Fluss, der uns sofort in seinen Bann zieht. Tolle Wandermöglichkeiten und entspannte Städte – Slowenien begeistert uns einfach immer wieder!

Schon bei unserem ersten Besuch war klar: wir wollen dieses kleine, aber umso faszinierendere Land unbedingt besser kennen lernen. Und so führte uns unser Spätsommer Roadtrip 2019 prompt wieder nach Slowenien – vor allem in die Julischen Alpen in und um den Triglav Nationalpark.

Die tuerkisblaue Soca in Bovec in Slowenien
Atemberaubende Natur auf unserem Roadtrip durch den Triglav Nationalpark

Slowenien Roadtrip: Unsere Route für eine Woche

  • 1. Tag: Von Hohenlohe über Villach und den Wurzenpass nach Kranjska Gora (2 N.)
  • 2. Tag: Wandern im Vrata-Tal & wunderschöner Peričnik Wasserfall
  • 3. Tag: Über den Vrsic Pass nach Bovec (mit Wanderung auf der Passhöhe) (1 N.)
  • 4. Tag: Wandern auf dem Soca Trail und Weiterfahrt nach Kobarid (1N.)
  • 5. Tag: Tolmin Klamm & kurvenreiche Fahrt zum Bohinj See (2 N.)
  • 6. Tag: Wandern hoch über dem Bohinj See
  • 7. Tag: Einmal um den Bleder See & Cremeschnitte schlemmen (1 N.)

Reisezeit: 30. August bis 6. September 2019

Eigentlich sollte uns unser Slowenien Roadtrip ja in zwei Wochen durch große Teile des Landes führen. Nach dem Triglav Nationalpark wollten wir noch die Hauptstadt Ljubljana, evtl. Maribor oder Celje im Osten, das weinreiche Vipava Tal, den slowenischen Karst und die Küste in Piran erkunden.

Allerdings meinte es Petrus nicht ganz so gut mit uns… Als nach der ersten Woche nur noch Dauerregen angekündigt war, haben wir uns schweren Herzens von Slowenien verabschiedet und sind spontan mit dem Wohnmobil nach Italien in die spätsommerliche Emilia-Romagna gedüst.

Wanderung im Triglav Nationalpark auf unserem Slowenien Roadtrip
Mächtige Berglandschaft im Triglav Nationalpark

Der Triglav Nationalpark in Slowenien

Der Triglav Nationalpark ist Sloweniens einziger Nationalpark und mit 880 qm auch sein größtes Schutzgebiet, das vor allem die östlichen Julischen Alpen umfasst. Namensgeber ist der höchste und bekannteste Berg Sloweniens, der 2864 Meter hohe Triglav. Auf guten Straßen kann man den Nationalpark quasi einmal komplett durchqueren bzw. umrunden, wie wir es dieses Jahr getan haben. Dazwischen lässt man das Auto aber lieber stehen und erlebt die unglaubliche Natur zu Fuß auf hunderten, wenn nicht tausenden Kilometern ausgezeichnet markierter Wanderwege!

Die tuerkisblaue Soca schlaengelt sich durch Berge und Waelder
Die türkisblaue Soca schlängelt sich durch den Nationalpark Triglav

Stationen & Highlights unseres Roadtrips durch den Triglav Nationalpark

Über den Wurzenpass von Kärnten nach Kranjska Gora

Route: 630 Kilometer von Öhringen
Fahrzeit: 7 Stunden
Campingplatz: Camp Špik in Gozd Martuljek

Endlich wieder angekommen in Slowenien! Das Land begrüßt uns genauso, wie wir es in Erinnerung haben: Mit Natur pur und einem Bergpanorama das es uns kaum erwarten lässt, endlich die Wanderschuhe zu schnüren!

Durch das Savatal (Sava Dolinka) fahren wir über Kranjska Gora bis zu unserem ersten Campingplatz in Gozd Martuljek. Das Camp Špik liegt traumhaft unter der Špik-Berggruppe – kitschig-schönes Postkartenmotiv beim Aufwachen inklusive 🙂

Anfahrt nach Slowenien durch das Savatal
Bergkulisse bei der Ankunft im Savatal, Slowenien
Ausblick von Camp Spik in Kranjska Gora Slowenien
Aufwachen mit Bergblick im Camp Špik

Da es schon spät am Nachmittag ist, richten wir uns nur kurz auf dem Campingplatz ein und nutzen die entspannte Abendstimmung, den nahe gelegenen Jasna See zu erkunden. Der Jasna See in Kranjska Gora (genauer gesagt sind es zwei künstlich angelegte Seen, die miteinander verbunden sind) ist im Sommer wirklich wunderschön zum Baden, deshalb tagsüber aber auch ganz schön voll.

Jetzt am Abend genießen wir die Ruhe, schlendern einmal um den See, beobachten die Fliegenfischer und entdecken den berühmten bronzefarbenen Steinbock, der hier über den See zu wachen scheint. Mich lacht ja das gemütliche Café am Ufer für einen Sundowner total an. Nach der langen Anfahrt nach Slowenien sind Marcos Hunger und die Müdigkeit allerdings so groß, dass wir schnell zurück zum Campingplatz fahren und den Grill anwerfen.

Der Jana See in Kranjska Gora in Slowenien
Stiller Jasna See am Abend

Wandern im Vrata-Tal, traumhafter Peričnik Wasserfall und das Naturreservat Zelenci

Am nächsten Tag wollen wir von Kranjska Gora aus das Vrata-Tal erkunden. Vor Urzeiten von Gletschern geformt, führt es auf der Nordseite der Julischen Alpen von Mojstrana bis an den Fuß der Nordwand des mächtigen Triglav. Wobei sich „Tal“ für uns irgendwie idyllischer angehört hat. Oder zumindest flacher 😉 Denn es geht durchgehend ordentlich bergauf und die Strecke bringt uns ganz schön ins schwitzen!

Das Tal kannst du entweder komplett zu Fuß von Mojstrana aus auf dem Wanderweg Pot Triglavske Bistrice erkunden (rund 10 Kilometer und 480 Höhenmeter, bzw. 4 Kilometer bis zum Wasserfall). Oder du fährst mit dem Auto bis zum Parkplatz am Peričnik Wasserfall (3 EUR), wo auch die kleine Hütte Koča pri Peričniku zur Pause einlädt.

Vrata Tal im Triglav Nationalpark Slowenien
Die Triglavske Bistrice entspringt im Vrata-Tal 

Behind the Scenes: Peričnik Wasserfall

Immer entlang des Flusses Triglavska Bistrica, der im Vrata Tal entspringt, geht es bergauf Richtung Aljažev Dom (Aljaz Hütte) auf 1015 m. Das Highlight des Tals ist ohne Zweifel der Peričnik Wasserfall, der 52 Meter in die Tiefe fällt. Das Schöne ist, dass du ihm wirklich hautnah kommst, hinter den Wasserfall laufen kannst und die feinen Wasserschleier auf der Haut spürst. Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer, wenn auch steiler und wurzeliger Wanderpfad von 10 Minuten, bis du vor dem Wasserfall stehst.

Weg zum Pericnik Wasserfall im Vrata-Tal
Wurzeliger und steiler Waldpfad zum Peričnik Wasserfall

Dass diese Wasserfall-Dusche heute nicht unsere einzige bleibt, merken wir dann recht schnell. Denn auf dem weiteren Verlauf des Wanderwegs entlang der Triglavske Bistrice kommen wir in einen heftigen Regenschauer der uns dann auch davon abbringt, bis ganz nach oben zur Aljažev Dom zu laufen.

Wanderung im Vratatal auf dem Pot Triglavske Bistrice
Regen & Sonne auf unserer Wanderung im Vratatal

Naturreservat Zelenci

Lustigerweise empfängt uns unser Campingplatz bei der Rückkehr mit strahlendem Sonnenschein. Hier scheint es den ganzen Tag trocken gewesen zu sein und unsere Platznachbarn schauen etwas seltsam, als wir triefend und nass bis auf die Unterhosen ankommen.

Wieder aufgewärmt entscheiden wir uns, das schöne Nachmittagswetter zu nutzen und zum Naturreservat Zelenci zu fahren. Direkt neben der Hauptstraße, die vorbei an Kranjska Gora nach Italien (Tarvis) führt, liegt links das auf den ersten Blick so unscheinbare Naturjuwel (zu erreichen auch in einem halbstündigen Spaziergang oder per Fahrrad über den Fahrradweg von Kransjka Gora aus).

Durch ein sumpfiges Feuchtgebiet, in dem sich zahlreiche Pflanzen und Tiere wohlfühlen, gelangt man über Pfade und Holzstege zum kleinen smaragdgrünen See, dem Highlight des Naturschutzgebiets. Hier blubbern Mini-Vulkänchen aus dem kalkhaltigen Boden und Seekreide-Schichten sorgen für die außergewöhnlich schöne Farbe. Auch die Sava entspringt hier im Naturreservat aus kleinen Quellen.

Zelenci Naturreservat Slowenien
Wunderschöner Pool im Zelenci Naturreservat

Kurvenspaß und wandern auf dem Vršič Pass

Route: 46 Kilometer über den Vršič Pass und Trenta nach Bovec
Fahrzeit: reine Fahrzeit ca. 2 Stunden, plane aber genügend Zeit für´s Sightseeing ein!
Campingplatz: Camp Vodenca, Bovec

Ich muss ja zugeben dass wir uns etwas schlecht fühlen, mit dem Auto die vielen schnaufenden Fahrradfahrer zu überholen, die echt unseren Respekt verdient haben. Trotzdem macht es einfach Spaß, die 50 Kehren und unzähligen Kurven des Vršič Passes unter unsere vier Räder zu nehmen 😉

Mitten durch den Nationalpark Triglav führt die Passstraße, die russische Kriegsgefangene im ersten Weltkrieg zur Front-Versorgung bauten. Schon nach den ersten Kurven erreichst du mit der Russischen Kapelle das erste geschichtliche Highlight. Die Kapelle wurde zum Gedenken an die mehr als 100 russischen Kriegsgefangenen errichtet, die 1916 durch eine Schneelawine getötet wurden. Gleich daneben siehst du die Überreste eines Kriegsgefangenenlagers, das 1915 von der Österreich-ungarischen Armee gebaut wurde.

Russische Kapelle auf dem Vrsic Pass
Russische Kapelle auf dem Vrsic Pass

Verschiedenste Aussichtspunkte, Parkbuchten, gemütliche Berghütten und Wanderwege sorgen dafür, dass du es garantiert nicht in zwei Stunden über den Pass schaffst – nimm dir also unbedingt genügend Zeit! Wenn du nicht wandern willst, reicht ein halber Tag aus. Planst du allerdings eine Wanderung auf dem Pass, solltest du schon früh losfahren und den ganzen Tag einplanen.

Die Berglandschaft im Triglav Nationalpark

Wandern auf dem Vršič Pass im Triglav Nationalpark

Schon bei unserem letzten Besuch haben wir etwas neidisch die Wanderer beäugt, die sich auf der Passhöhe die Wanderschuhe geschnürt haben. Daher war klar: dieses Jahr wird gewandert! Entlang des gesamten Passes zweigen gut ausgeschilderte Pfade ab, du hast also die Qual der Wahl.

Wir entscheiden uns für die rund dreistündige Wanderung zum Slemenova Špica (1911 m) direkt von der Passhöhe aus, mit tollen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt, ins Tamar-Tal mit der Skisprungschanze Planica und die schroffen Geröllfelder des Mojstrovka-Massivs.

Vom Parkplatz am Vršič-Pass (3 EUR, in der Hauptsaison schwierig, einen Platz zu ergattern) startet rechts der Wanderweg, der mit „Sleme“ ausgeschildert ist. Hier geht es erstmal recht steil bergauf durch duftende Latschenkiefer und über kleine Geröllfelder, immer mit genialem Blick auf die umliegenden Gipfel. Nach einer halben Stunde erreichen wir die Weggabelung Vratica, an der wir uns rechts halten (links kommen wir nachher zurück).

Wandern auf dem Vrsic Pass im Triglav Nationalpark
Wandern mit Ausblick auf dem Vrsic Pass

Wandern auf dem Vrsic Pass im Triglav Nationalpark

Wir merken schnell, dass wir uns nicht den unbeliebtesten Wanderweg ausgesucht haben. Denn hier oben geht es zu wie auf der Wanderautobahn, und so teilen wir uns den schönen Weg mit zahlreichen anderen Wanderbegeisterten. Über einen recht einfachen, von Lärchen gesäumten Pfad geht es über Stock und Stein, links immer wieder die Geröllfelder des Mojstrovka-Massivs im Blick, über die wir später zurücklaufen werden.

Rechts blickt man hinunter ins Dreiländereck, das Tamar-Tal mit der Skisprungschanze Planica und auf die umliegenden Gipfel wie den Dobratsch in Kärnten. Um den Slemenova Špica, einen grünen und sanften Gipfel auf 1911 m zu erreichen, geht es über eine breite Almwiese mit vielen Schafen hinauf. Der Rundumblick von hier oben ist wirklich wunderbar!

Wanderung im Triglav Nationalpark auf unserem Slowenien Roadtrip
Blick vom Slemenova Špica

Da wir nicht den selben Weg zurück nehmen wollen, entscheiden wir uns für den Rückweg über die Geröllfelder unter den Nordwänden des Mojstrovka-Massivs. Dieser ist deutlich anspruchsvoller als der Hinweg – Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und etwas alpine Erfahrung sind Pflicht! Mit Kindern empfehlen wir diese Variante des Rückwegs nicht.

Infos zur Wanderung auf dem Vršič-Pass:

  • Start und Ziel: Passhöhe Vršič-Pass
  • Länge: 5 Kilometer
  • Dauer: 3 Stunden
  • Schwierigkeit: Einfach, wenn man auf dem selben Weg wieder zurück wandert. Deutlich anspruchsvoller über das Geröllfeld des Mojstrovka-Massivs. (Unsere persönliche Einschätzung)
  • Einkehrmöglichkeit: Restaurants und Kiosk auf der Passhöhe
  • Weitere Infos bei Outdooractive

Nach der Wanderung hüpfen wir gerade wieder ins Wohnmobil, als der Wolkenbruch losgeht. Solche Wassermassen rinnen über die Straße dass ich schon Panik bekomme, wir schaffen es nicht mehr vom Pass hinunter… Also beobachten wir erstmal in aller Ruhe das Gewitter und gönnen uns einen gemütlichen Mittagssnack im kuscheligen Wohnmobil. Recht schnell wird es von oben wieder trockener, zurück bleiben nur die tief in den Bergen hängenden Wolken, die die Landschaft jetzt richtig mystisch wirken lassen.

Ausblicke auf dem Vrsic Pass im Triglav Nationalpark

Outdoorspaß im Soča Tal rund um Bovec

Als wäre der Vršič-Pass nicht schon Highlight genug für einen Tag, führen uns die letzten Kehren des der Passstraße direkt ins Tal der türkisblauen Soča. Von ihrer Quelle kurz vor Trenta begleitet sie uns bis nach Bovec und Kobarid, bevor sich unsere Wege trennen und der Fluss sich seinen Weg südlich bis zur Adria bahnt.

Überall laden Picknickplätze, Parkbuchten und Brücken dazu ein, die Soča zu erkunden.

Die tuerkisblaue Soca in Bovec in Slowenien
Die türkisblaue Soca in Bovec

Bruecke im Soca Tal auf unserem Slowenien Roadtrip

Wandern, Wassersport, Outdoorabenteuer, Wasserfälle, Klammen und Flussbaden – Weil es wirklich sooo viel zu erleben gibt, haben wir dir unsere Highlights im Soca Tal in einem eigenen Artikel zusammengefasst:

→ Zum Weiterlesen: Outdoor-Spaß im Soca Tal in Slowenien

Roadtrip durch das ländliche Slowenien bis zum Bohinj See

Route: 80 Kilometer über Tolmin, Most na Soci und Podbrdo
Fahrzeit: 3 Std.
Campingplatz: Camp Bohinj direkt am Bohinj See in Ukanc

Mit absolut lohnenswertem Zwischenstopp in den Tolminer Klammen fahren wir weiter zum Bohinj See. Haben wir heute Morgen bei der Routenplanung noch gestutzt, warum wir laut Google Maps so lange für die 80 Kilometer brauchen sollen, wundert uns jetzt gar nichts mehr. Durch kleine Dörfer und über schmalste Straßen schlängeln wir uns hinauf Richtung Bohinjska Bistrica. Vielleicht hat Google in der Zeitplanung ja auch schon die vielen Stopps berücksichtigt, die man angesichts der Aus- und Einblicke ins ländliche Slowenien einfach einlegen muss?

Landidylle auf unserem Slowenien Roadtrip durch den Triglav Nationalpark

Ein Geheimtipp ist der Bohinj See im Triglav Nationalpark ganz bestimmt nicht mehr. Im Gegenteil – der Campingplatz (Camp Bohinj in Ukanc) direkt am See ist selbst jetzt im September unglaublich voll… Trotzdem sind wir froh, dass wir hergefahren sind. Denn, wie so oft: sobald man sich etwas vom Hotspot entfernt und die Wanderschuhe schnürt, ist man wieder ganz alleine mit der Natur.

Der Bohinj See im Triglav Nationalpark auf unserem Slowenien Roadtrip
Der traumhaft schöne Bohinj See im Abendlicht

Bohinj See im Triglav Nationalpark im Abendlicht

Wandern über dem Bohinj See – die Welt der Almen im Triglav Nationalpark

Sonne satt verspricht der heutige Tag, der sich eigentlich super zum Kajaken auf dem Bohinj See eignen würde. Uns ist der Trubel am See allerdings etwas zu groß, weshalb wir uns für eine Wanderung entscheiden. In die Welt der Almen soll es gehen. Das Ziel: die Alm Planina Pri Jezeru hoch über dem Bohinj See in den Julischen Alpen.

Zwar ist die Wanderung selbst nicht immer spektakulär und führt – mal mehr, mal weniger schön – durch Wälder steil bergauf. Dafür sind die Aussichtspunkte auf dem Weg, die Alm (= Planina) Vogar und die Planina Pri Jezeru mit ihrem kleinen See umso schöner!

Wanderung mit Ausblick auf den Bohinj See
Wandern mit Ausblick auf den Bohinj See
Wanderung auf die Alm Planina Pri Jezeru im Triglav Nationalpark
Alm Planina Pri Jezeru im Triglav Nationalpark

Die Alm Planina Pri Jezeru im Triglav Nationalpark

Infos zur Wanderung:

  • Start und Ziel: Stara Fuzina
  • Länge: 12 Kilometer
  • Dauer: 5 Stunden mit Pausen und Alm-Aufenthalten
  • Highlights: Die Almen Vogar und Pri Jezeru, Ausblick über den Bohinj See
  • Weniger schön: Der Wanderweg durch den Wald zieht sich teilweise ganz schön und ist manchmal wenig spektakulär. Da es den gleichen Weg zurück geht, kann es schonmal langweilig werden
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Einkehrmöglichkeiten: superidyllisch in beiden Almen

Gemütlicher Sommertag in Bled am Bleder See

Route: 30 Kilometer
Fahrzeit: 40 Min
Campingplatz: Camping Sobec in Lesce

Auch heute könnte das Wetter traumhafter nicht sein, als wir in Bled ankommen. Deshalb genießen wir die Sonnenstrahlen in vollen Zügen, laufen mit kurzem Abstecher hinauf zur Burg einmal um den kompletten See (6 Kilometer) und essen Cremeschnitte im Hotel Park. Natürlich stilecht mit Blick auf den See und die typischen Pletna-Ruderboote mit denen die Besucher auf die Insel Blejski Otok gebracht werden!

Der Bleder See in Slowenien
Postkartenmotiv Bleder See

Bled ist zwar sehr touristisch, bietet aber einen netten Kontrast zur wilden Natur der letzten Woche. Wir jedenfalls fühlen uns hier sehr wohl und frönen dem süßen Nichtstun. Weshalb es an dieser Stelle auch einfach mal nicht viel mehr Worte zu Bled gibt 😉

Die Entscheidung – bleiben oder weiterziehen?

Wir diskutieren tatsächlich den ganzen Abend und bis spät in die Nacht. Der Wetterbericht zeigt für die nächsten vier Tage Dauerregen ohne große Chance auf einen wärmenden Sonnenstrahl. Unbedingt wollten wir noch mehr von Slowenien entdecken. Die Hauptstadt Ljubjana, evtl. Maribor und Celje, das Vipava Tal, den Karst mit seinen Höhlen und vielleicht sogar Piran an der Küste.

Aber der Wunsch nach Sommer ist dann doch zu groß. Die Emilia-Romagna in Italien, vier Fahrstunden von Bled entfernt, lockt uns mit Sonne satt und angenehmen 25 Grad. Wir können nicht wiederstehen und nutzen aus, dass wir mit unserem Van absolut flexibel unterwegs sind. Slowenien läuft uns schließlich nicht weg und wir kommen gerne noch ein drittes Mal wieder 🙂

Slowenien Roadtrip: Unser Fazit

Ein kleines Land mit ganz großer Natur, freundlichen Menschen, tollen Städten, gutem Essen und einer bewegten Geschichte. Und obwohl wir immer noch nur einen Bruchteil von Slowenien kennen sind wir überzeugt, dass uns auch der Osten des Landes gefallen wird. Wir können Slowenien – und vor allem den Triglav Nationalpark mit seiner atemberaubenden Natur – absolut als Reiseziel und für einen entspannten Roadtrip empfehlen!

Auffallend ist die Liebe der Slowenen zu ihrem Land, ihrem Nationalpark und der Natur. Alles erscheint gepflegt und äußerst sauber. Es wird viel dafür getan, die sensible Landschaft zu schützen und dennoch für die Besucher zugänglich zu machen. Überall finden sich Mülleimer bzw. Tonnen für die Mülltrennung, an fast allen Parkplätzen wurden Dixi-Klos aufgestellt. Im Nationalpark begegnet man häufig Rangern, die nach dem Rechten sehen und zum Beispiel auch das verbotene Wildcampen kontrollieren.

Lisa im Triglav Nationalpark in Slowenien

Praktische Tipps zur Planung deines Slowenien Roadtrips

Wie lange nach Slowenien reisen?

Slowenien ist nur ungefähr so groß wie Hessen und bietet eine gute Infrastruktur mit kurzen Wegen von Highlight zu Highlight. In zwei Wochen (so unser ursprünglicher Plan) kannst du recht viel von dem kleinen, spannenden Land entdecken.

Um den Triglav Nationalpark zu erkunden, ist eine Woche optimal (siehe unsere vorgestellte Route).

Beste Reisezeit für deinen Slowenien Roadtrip

Der Triglav Nationalpark ist mittlerweile ein absolut beliebtes Reiseziel. In der Hauptsaison Juli/August wird es unglaublich voll (bereits 2017, als wir im Juli dort waren). Selbst jetzt, Anfang September, waren manche Campingplätze fast ausgebucht. Ähnlich dürfte es an der slowenischen Küste rund um Piran sein.

Wir empfehlen also Mai / Juni oder die zweite Septemberhälfte für einen Slowenien Roadtrip. Sicherlich spektakulär ist auch der Oktober, wenn sich die herbstliche Natur bunt färbt!

Unterkünfte & Campingplätze in den Julischen Alpen

Im Triglav Nationalpark, vor allem im Tal der Soca zwischen Trenta, Bovec und Kobarid, gibt es zahlreiche Campingplätze. In Bovec findest du zahlreiche Hotels, Hostels und Ferienwohnungen für jedes Budget. Ebenso in Kranjska Gora, Bled und um den Bohinj See. Auch Restaurants sind in allen Orten zu finden.

Unsere besuchten Campingplätze werden wir bald in einem separaten Artikel vorstellen!

Preise und Kosten im Triglav Nationalpark

Für den Nationalpark selbst fallen keine Eintrittsgebühren an. Ebenso ist die Fahrt über den Vrsic Pass kostenlos.

Die Preise für Hotels, Restaurants, Lebensmittel und Benzin sind nicht wirklich günstig und entsprechen fast dem Niveau in Deutschland.

Nützliches Vokabular

Wir tun uns in Slowenien echt schwer, uns Namen von Orten, Restaurants oder Almen zu merken. Denn die Sprache klingt in unseren Ohren nicht gerade vetraut. Ganz hilfreich ist es daher, ein paar Worte zu kennen um Sehenswürdigkeiten ableiten zu können, z.B.:

  • Dolinka = Tal
  • Slap = Wasserfall
  • Jezero = See
  • Planina = Alm
  • Dom = Hütte
  • Pot = Wanderweg
  • Dober Dan = Guten Tag
  • Hvala = Danke

Noch mehr Slowenien Inspiration

 

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Slowenien Roadtrip und wandern im Triglav Nationalpark
Slowenien: Roadtrip und wandern im Triglav Nationalpark
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2 Comments

  1. Toller Beitrag! Ich war heuer auch in Slowenien unterwegs – und was hab ich gleich erkannt? Die Wegabzweigung zur Slemenova Špica! Mir hats so unglaublich gut gefallen in Slowenien – ich fahr bestimmt wieder hin 🙂
    Liebe Grüße, Veronika

    1. Hey Veronika, vielen Dank 🙂
      Wir sind auch total verliebt in Slowenien und wollen definitiv wiederkommen – es gibt ja noch so viel zu erkunden!
      Liebe Grüße, Lisa

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