Seoul in Suedkorea unser Reisebericht und Highlights

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Wir waren gespannt. Wie tickt Seoul? Die Stadt, in der meine Schwester und unser Schwager für vier Jahre als Expats leben? Und von der wir vorher nicht viel mehr kannten als den Gangnam Style.

Ich bin ehrlich: es dauerte eine Weile, bis wir warm wurden mit Seoul. Die schönen Seiten der Megametropole, den Charme der einzelnen Stadtviertel, das manchmal Verrückte und die Nähe zur Natur – das alles haben wir erst nach und nach entdeckt. Wir haben insgesamt fünf Tage in Seoul verbracht und stellen dir unsere persönlichen Tipps, Highlights und die coolsten Sehenswürdigkeiten vor.

Lust auf ein paar bewegte Eindrücke? Schau mal in unser Video:

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Unsere persönlichen Highlights und Sehenswürdigkeiten in Seoul

In dieser Karte haben wir dir alle im Artikel genannten Highlights vermerkt:

1. Namsan Park und der N Seoul Tower

Egal wo in Seoul du dich aufhältst. Von überall siehst du den grünen Namsan Berg mitten in der Stadt mit dem Fernsehturm auf seiner Spitze. Der Namsan Park ist Seouls grüne Lunge und Erholungsgebiet für die Großstädter, der N Seoul Tower eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Wir sind vom Stadtviertel Itaewon in circa einer Stunde durch den Park bis zum N Seoul Tower gelaufen und haben die zahlreichen tollen Ausblicke genossen. Den besten Rundumblick gibt´s natürlich von ganz oben: Vom Observatory im Fernsehturm bietet sich dir eine 360 Grad Aussicht auf Seoul. Direkt im Tower befinden sich das Café „A Twosome Place“ und zwei Restaurants, von denen aus du abends den spektakulären Anblick Seouls bei Nacht erleben kannst.

Ausblick Namsan Park und N-Seoul-Tower
Blick auf den N-Seoul-Tower vom Namsan Park

Falls du romantisch veranlagt bist (zufällig war bei uns gerade Valentinstag), vergiss auf keinen Fall, ein „Love Lock“ mit auf den Berg zu nehmen.

Love Locks am Namsan Seoul Tower
Love Locks am Namsan Seoul Tower

Runter kommst du entweder ebenfalls zu Fuß entlang der alten Stadtmauer von Seoul oder bequem mit der Cable Bahn. Wir haben die Sonne genossen und sind zu Fuß direkt bis ins Stadtviertel Myeong-don gelaufen (siehe Tipp 4).

Fußweg vom Namsan Seoul Tower

Öffnungszeiten Observatory: Samstag 10 bis 24 Uhr, alle anderen Tage 10 – 23 Uhr
Eintritt Namsam Tower: 10.000 Won, Cable Way 6.000 Won (einfache Fahrt)
Hinkommen: Entweder über das Stadtviertel Itaewon oder über Myeong-don

2. Seouls Paläste: Kultur trifft Moderne

Vor der Kulisse der modernen Gebäude und Hochhäuser der Stadt wirken die fünf Paläste aus der Joseon-Dynastie wie aus der Zeit gefallen. Kultur trifft Moderne. Die Könige dieser Dynastie regierten Korea über 500 Jahre, bis zum Ende des Koreanischen Kaiserreichs 1910. Wir haben uns aufgrund der knappen Zeit dazu entschieden, nur den Gyeongbokgung sowie den Changdeokgung Palast zu besichtigen.

Der Gyeongbokgung Palast war der erste der fünf Paläste und ist bis heute der größte. Er wurde 1395 fertig gestellt, aber leider zum ersten mal 1592 während der japanischen Invasion, dann erneut während der japanischen Besatzung 1910 zerstört. Erst in den 1990er Jahren wurde der Palast wieder vollständig restauriert.

Der Gyeongbokgung Palast in Seoul - Reiseblog Road Traveller
Der Gyeongbokgung Palast in Seoul

Der Gyeongbokgung Palast in Seoul im Winter

Leider haben wir den königlichen Wachwechsel am Haupttor Gwanghwamun verpasst (11:00 und 13:00 Uhr). Dafür trifft man im gesamten Palastgelände auf junge Südkoreaner, die in der traditionellen Tracht „Hanbok“ fürs beste Selfie posieren.

Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 (Dienstag geschlossen), im Sommer länger geöffnet
Eintritt: 3.000 Won
Hinkommen: U-Bahn Gyeongbokgung Station, U-Bahn Linie 3

Gyeongbokgung Palast in Seoul
Selfies im Gyeongbokgung Palast in Seoul

Der Changdeokgung Palace („Palast der glänzenden Tugend“) wurde 1405 als Zweitpalast errichtet und ist heute UNESCO Weltkulturerbe. Hier lohnt sich besonders der tolle Garten („secret garden“), der allerdings nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.

Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 (Montag geschlossen), im Sommer länger geöffnet
Führungen Secret Garden: 11:30, 13:30, 14:30, 15:30
Eintritt Palast: 3.000 Won, Eintritt Secret Garden: 5.000 Won
Hinkommen: Anguk Station, U-Bahn Linie 3

Wer alle fünf Paläste besuchen möchte, für den lohnt sich die kombinierte Eintrittskarte, die es an jedem Palast für 10.000 Won zu kaufen gibt.

3. Seouls Märkte: schlemmen auf dem Gwangjang Food Market

Hier kocht und brutzelt und brodelt es. Die Gefahr ist groß, dass du selbst nachher wir frisch aus der Friteuse riechst – ein Besuch des Gwangjang Essensmarkts lohnt sich trotzdem. Es gibt so einiges Leckeres und manchmal Gewöhnungsbedürftiges zu probieren. Schonmal frischen Oktopus gegessen, der sich noch an deinen Stäbchen oder (schlimmer) an deiner Zunge festsaugt?

Und was ist denn eigentlich dieses Kimchi?

Wir hatten ja vorher schon gehört, dass „Kimchi“ wohl zu jeder Mahlzeit in Südkorea gehört. So richtig vorstellen konnten wir uns darunter allerdings nichts. Kimchi ist fermentiertes Gemüse (oft Kohl oder Rettich), immer etwas unterschiedlich zubereitet, manchmal scharf und garantiert niemals ohne Knoblauch ;-).. Auf Seouls Märkten findest du Kimchi in allen Variationen.

Der Gwangjang Market in Seoul
Kimchi in allen Variationen auf dem Gwangjang Market in Seoul

Hinkommen: Jongno Station, U-Bahn Linie 1

4. Shoppen und schlemmen in Myeong-dong

Wer noch ein Plätzchen im Bauch frei hat, findet in den Straßen von Myeong-dong dutzende Streetfood Stände. Eines steht fest: hungern wird man in Seoul keinesfalls! Falls du genug vom Essen hast, kannst du im Stadtviertel Myeong-dong ausgiebig shoppen oder dir eine Schönheitsmaske gönnen. Die gibt´s in dutzenden Shops für alle denkbaren und undenkbaren Körperbereiche.

Shopping in Myeongdong Seoul Suedkorea
Shopping in Myeongdong
Streetfood in Myeongdong Seoul
Streetfood in Myeongdong

Im Line Friends Shop kannst du dich in die Selfie-Schlange einreihen um ein Foto mit dem beliebten Line Friends Bär zu ergattern. „Line“ ist das südkoreanische whatsapp – die Figuren sind unsere Emojis und definitiv Kult in Südkorea.

Line Friends Shop in Myeongdong Seoul
Line Friends Kult in Myeongdong

Es lohnt sich auch, durch den riesigen Lotte Department Store zu schlendern, in dem es von Kimchi über Luxus-Marken bis zum selbst bestellenden Kühlschrank wirklich alles zu kaufen gibt.

Hinkommen: Myeongdong Station, U-Bahn Linie 4

5. Hanok Dorf Bukchon

Noch ein Stück Tradition mitten in der Großstadt: In Bukchon kann man noch viele traditionelle Hanok Gebäude aus der früheren Adelszeit besichtigen. Teilweise sind die Häuser bewohnt, in einigen befinden sich Gästehäuser, Workshops und Museen.

Im Hanok Dorf Bukchon in Seoul
Im Hanok Dorf Bukchon in Seoul

Hinkommen: Anbuk Station, U-Bahn Linie 3

6. Itaewon: Feiern mit den Expats

Itaewon ist ein hübsches Viertel, in dem vor allem internationale Expats leben und ausgehen. Viele Botschaften haben hier ihren Sitz und auch meine Schwester wohnt in diesem etwas ruhigeren Stadtteil südlich des Namsan Parks. Vor allem abends und ganz besonders zum Wochenende wird´s in der Ausgehstraße mit internationalen Restaurants, coolen Bars und Clubs richtig voll.

Abends in Itaewon Seoul
Abends in Itaewon

Unser Restaurant Tipp für modern interpretiertes Korean BBQ in cooler Atmosphäre ist das Maple Tree House (mapletreehouse.co.kr).

Hinkommen: Itaewon Station, U-Bahn Linie 6

7. Seoul War Memorial: Ein Museum über den Krieg

Klar, dass in einem immer noch zweigeteilten Land der Korea Krieg eine wichtige Rolle spielt und der Nord-Süd-Konflikt tatsächlich auch permanent spürbar und ein Thema ist. Wir fanden das interaktiv und interessant gestaltete Museum super, um uns die Fakten rund um den Koreakrieg mal wieder ins Gedächtnis zu rufen. Aber auch, um Einblicke in persönliche Schicksale und die Sichtweisen der damaligen Kriegsparteien zu bekommen.

Das War Memorial in Seoul Suedkorea

Öffnungszeiten: 9:00 bis 18:00 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: kostenfrei
Hinkommen: Samgakj Station, U-Bahn Linien 4 und 6

8. Seouls Superlative: Rauf auf den Lotte World Tower

2017 eröffnet, ist der Lotte World Tower mit seinen 555 Metern aktuell das fünfthöchste Gebäude der Welt! Du kannst entweder rauf auf die Aussichtsplattformen Sky Deck und Sky Terrace auf 486 Meter Höhe oder ohne Ticket/Reservierung in die Hotelbar im 82. Stock (Achtung, teuer!).

Die Aussichtsplattform Seoul Sky zieht sich vom 117. bis zum 123. Stock. Das Sky Deck im 118. Stock ist als „höchste Aussichtsplattform mit Glasboden“ sogar im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.

Blick von der Hotelbar im Lotte World Tower
Blick auf Seoul von der Hotelbar im Lotte World Tower

Eintritt: 27.000 Won
Hinkommen: Jamsil Station, U-Bahn Linien 2 und 8

Mit mehr Zeit lassen sich im und um den Lotte World Tower sogar ganze Tage verbringen. Zum Beispiel im riesigen Freizeitpark „Lotte World“ oder in der „Lotte World Mall“. Wenn du shoppen möchtest, nimm unbedingt deinen Reisepass mit. In den Duty Free Shops bekommst du hinterher sofort die Tax erstattet.

9. Gangnam Style und Luxus Shopping

Der Stadtbezirk Seouls, der durch Psy´s K-Pop Song „Gangnam Style“ weltberühmt geworden ist. Gangnam-gu ist die wohlhabendste Gegend in ganz Südkorea und Seouls Szeneviertel. Das zeigt sich auch auf der Einkaufsstraße Garuso-gil in Sinsa-dong (einem Unterbezirk von Gangnam) mit ihren Luxusmarken und teuren Autos am Straßenrand.

Famous Gangnam in Seoul
Famous Gangnam in Seoul

Unsere Reisetipps fuer Seoul in Suedkorea - Reiseblog Road Traveller

Hinkommen: Sinsa Station, U-Bahn Linie 3

10. Ein irgendwie skurriler Ausflug an die DMZ (Demilitarisierte Zone)

Als Geschichts-Fan habe ich mich auf diesen Ausflug am meisten gefreut. Allerdings bin ich recht zwiegespalten zurückgekommen. Ein Besuch der Demilitarisierten Zone ist irgendwie skurril und verrückt. Begreifen wird man den Konflikt nach diesem Ausflug kaum besser. Vieles wirkte seltsam absurd, obwohl wir uns den realen Ernst der Situation immer wieder ins Gedächtnis gerufen haben.

Die DMZ (Demilitarisierte Zone) markiert seit dem Waffenstillstand 1953 die Grenze zwischen Süd- und Nordkorea. Über eine Länge von 248 Kilometern verläuft die Grenze quer durch das Land, die entmilitarisierte Pufferzone ist rund 4 Kilometer breit.

Wir haben uns für einen halbtägigen geführten Ausflug an die DMZ entschieden. Nach diversen Passkontrollen und einer Busfahrt entlang Stacheldraht, Militärstationen und verborgenen Landminen stand als erstes der Besuch eines 1978 entdeckten Invasionstunnels auf dem Programm.

Der 3rd Tunnel an der DMZ Suedkorea
Skulptur vor dem Eingang zum 3rd Tunnel an der DMZ

Einmal nach Nordkorea spicken

Der 3rd Tunnel, auch „Tunnel of Aggression“ genannt, wurde von Nordkorea in 70 Metern Tiefe aus der Erde gesprengt und kann heute besichtigt werden. Die internationalen Besuchergruppen mit ihren bunten Schutzhelmen machen es schwer, sich wirklich in den Ernst der Lage hineinzuversetzen. Nordkoreas Plan war deutlich: 30.000 Soldaten pro Stunde sollten durch diesen Tunnel marschieren, um im rund 50 Kilometer entfernten Seoul einzufallen. Mit meinen 1 Meter 60 passe ich gerade so aufrecht durch den Tunnel, der 2 Meter breit und nicht mal 2 Meter hoch ist.

Danach ging es für uns weiter zum Dora Observatory. Von dort aus blickt man direkt nach Nordkorea und auf den Ort Kijong-dong der, so wird vermutet, nicht mehr als ein leerstehendes Attrappen- bzw. Propaganda-Dorf ist. Interessant ist die tatsächliche, real stattfindende Propaganda: Südkorea spielt im Minutentakt lautstarke Musik, die laut unserem Guide nordkoreanischen (potenziellen) Flüchtlingen gefallen würde. Sobald die Musik stoppt, hält Nordkorea mit einstudierten Propaganda-Botschaften über Lautsprecher dagegen.

Blick nach Nordkorea an der DMZ
Blick nach Nordkorea. Die Foto Linie wird nicht mehr so ernst genommen…
Blick nach Nordkorea an der DMZ
Friedensdorf oder eher Propagandadorf? Im diesigen Wetter ist fast nichts zu erkennen.

Angesichts der Ausflugsbusse und Souvenirshops mussten wir uns immer wieder bewusst machen, dass der Konflikt tatsächlich real und keine kuriose Theatervorstellung ist.

Wir waren nur einen halben Tag an der DMZ unterwegs und haben längst nicht alles gesehen. Detailliertere Infos und persönliche Eindrücke zu einer ausführlicheren Tour bekommst du bei Kristina und Thomas vom Reiseblog Pixelschmitt.

11. Wandern entlang der Stadtmauer Hanyangdoseong

Wandern? In der Megametropole Seoul? Mitten im Winter? Jepp. Wer uns kennt weiß, dass wir alle paar Tage raus müssen aus der Großstadt. Zumindest ein bisschen frische Luft und Natur schnuppern. In Seoul geht das tatsächlich ganz einfach. Theoretisch kannst du entlang der Stadtmauer (koreanisch: Hanyangdoseong) die Stadt einmal auf 19 Kilometern umrunden. Wir haben uns für eine Teilstrecke, den Baegak Trail ab dem Changuimun Gate entschieden.

Auch hier lässt der Nord-Süd-Konflikt grüßen. Denn nicht gerade romantisch führt der erste Teil der Strecke durch Militärgebiet. Es gibt Foto-Verbote, Überwachungskameras und nette, aber bestimmte Wachposten. Die Ausblicke auf Seoul sind allerdings trotz alledem genial!

Blick auf Seoul vom Wanderweg entlang der alten Stadtmauer
Blick auf Seoul vom Wanderweg entlang der alten Stadtmauer

Wandern in Seoul entlang der alten Stadtmauer

Hier gibt´s genaue Beschreibungen der einzelnen Wanderabschnitte inklusive Karten zum Download.

Strecke: 4,7 Kilometer, ca. 2 Stunden
Öffnungszeiten: Im Winter von 10 bis 15 Uhr, im Sommer von 9 bis 16 Uhr, Montags geschlossen
Hinkommen: (Changuimun Gate): Gyeongbokgung Palace Station, Linie 3, Ausgang 3
Wichtig: Unbedingt Reisepass mitnehmen, dieser wird benötigt um das militärische Sperrgebiet überhaupt betreten zu dürfen!
Restaurant-Tipp nach dem Trail: Japanese Noodles Restaurant (am Ende des Trails, wenn du vom Waryong Park raus kommst)

12. Was noch auf unserer Seoul-Bucketlist für die wärmere Jahreszeit steht

  • Am freigelegten Flusslauf Cheonggyecheon, einer grünen Oase mitten in Seoul, relaxen
  • Den Olympiapark als wohl einer der schönsten Parks in Seoul besuchen
  • Den „Geheimen Garten“ im Chandeokgung Palast erkunden
  • Über die Bamdokkaebi Nachtmärkte in Seoul schlendern
  • Das Studentenviertel Hongdae mit seinen Flohmärkten und Nachtleben kennenlernen
  • Vom Songpa Naru-Park rund um den Seokchonhosu See den Ausblick auf den Freizeitpark Lotte World genießen
  • Noch mal Wandern: Gleich angrenzend an Seoul liegt der Bukhansan Nationalpark mit seinen dichten Wäldern, Felsen und Bächen. Und das nur wenige Minuten mit der U-Bahn von Seoul entfernt! Eine Wanderung im Bukhansan Nationalpark steht definitiv auf unserer Bucketlist für die nächste Reise nach Südkorea.

Seoul Reisetipps und Infos

Beste Reisezeit für Seoul

Seoul im Winter? Vielleicht hätte es zwischen Seoul und uns schneller gefunkt, wenn wir die Stadt zu einer anderen Jahreszeit als im Winter besucht hätten. Mit etwas grün, wärmeren Temperaturen und duftenden Blüten sieht einfach alles gleich viel freundlicher aus. Sollten wir nochmal die Möglichkeit haben, einen günstigen Flug nach Seoul zu erwischen, wollen wir im Frühjahr oder im Herbst reisen. Zum Beispiel wenn Mitte April die Kirschblüte ihren Höhepunkt erreicht und die Temperaturen steigen. Oder im Herbst (Oktober), wenn sich das Laub in den Palast-Gärten verfärbt. Allerdings hat auch der Winter seine Vorteile. Es ist zwar kahl und bitterkalt, aber auch trocken und die Sonne zeigt sich oft. Nur die Sommermonate zwischen Juni und August/September würden wir meiden, denn dann ist es heiß, schwül und oft regnerisch.

Seoul im Winter - Beste Reisezeit Suedkorea
Seoul im Winter

Flug nach Seoul

Nonstop fliegen z.B. Lufthansa, Korean Air und Asiana in knapp 11 Stunden nach Seoul. Die Preise beginnen bei ca. 800 EUR (Mehrstop-Flüge sind günstiger zu haben). Vom Flughafen nimmt man am besten die günstigen Airport-Busse, die alle Stadtviertel anfahren (ca. 1 – 1,5 Stunden Fahrt, 10.000 bis 16.000 Won).

Verkehr und Transport in Seoul

Die Verkehrsdichte in Seoul ist hoch. Taxis sind zwar günstig, sehr zuverlässig und bequem – allerdings lohnt es sich vorher nach der aktuellen Verkehrslage zu schauen. Schneller ist man per U-Bahn unterwegs. Wir hatten zuerst Bedenken, ob wir mit dem U-Bahn Netz zurechtkommen. Das entpuppte sich aber zum Glück als recht einfach und gut verständlich. Am besten du kaufst dir eine T-Money Card in einem der vielen kleinen Supermärkte in der Nähe der U-Bahn Stationen oder in der Station selbst. Darauf kannst du dir Geld laden und die Card als Ticket nutzen.

Unterkunft in Seoul

Da wir bei meiner Schwester wohnen konnten, haben wir kein Hotel bzw. Gästehaus benötigt. Als geeignete Stadtviertel zur Erkundung von Seoul würden wir z.B. Itaewon, Myeong-dong oder das zwischen den Palästen Gyeongbokgung und Changdeokgung gelegene Insa-dong empfehlen. Bei booking.com kannst du zum Beispiel nach Stadtvierteln und Sehenswürdigkeiten selektieren.

Zurechtkommen in Seoul

Grundsätzlich war es einfacher als gedacht, in Seoul zurechtzukommen. Die Beschriftung der Straßenschilder, U-Bahn Stationen etc. ist zweisprachig. Die Verständigung auf englisch klappt nicht immer, vor allem nicht mit den älteren Südkoreanern. Ein zweisprachiger Stadtplan ist von Vorteil, wenn du zum Beispiel Taxi fahren möchtest. Auch die Adresse deiner Unterkunft solltest du auf koreanisch dabei haben. In Restaurants gibt´s oft keine zweisprachigen Speisekarten. Mit etwas Glück hast du WLAN und kannst den Google Translator zu Rate ziehen.

Internet und WLAN

Fast überall in Seoul gibt es kostenfreie WLAN Hotspots. Ob in der Stadt oder in der U-Bahn, auf superschnelles Internet musst du selten verzichten.

Fazit Seoul: Liebe auf den zweiten Blick

Zuerst waren wir wirklich skeptisch. Wenn du bis hierher gelesen hast wirst du merken, dass wir am Ende doch begeistert waren von Seoul. Und es gibt noch so einiges zu entdecken in der Megametropole, viele Highlights haben wir noch nicht einmal gesehen. Seoul ist unserer Meinung auf jeden Fall einen Besuch wert – vielleicht sogar noch einen zweiten ;-)!

Was meinst du? Konnten wir dir Lust auf Seoul machen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Noch mehr Südkorea Inspiration:

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Seoul in Südkorea - unsere Highlights und Tipps für die Megametropole
Seoul in Südkorea – unsere Highlights und Tipps
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2 Comments

  1. Sehr schöne Highlights für Seoul habt ihr da zusammengestellt. Ich war letztes Jahr zweimal in Seoul. Einmal im April und dann noch mal im Dezember. Wobei ich sagen, muss im April war das Wetter deutlich angenehmer. Im Dezember war es sehr sehr kalt, aber dafür hatten wir die ganze Zeit Sonne. Seoul hat mir sehr gut gefallen und möchte unbedingt noch mal dort hin bzw. noch ein bisschen mehr von Südkorea sehen. Dank eures Artikels konnte ich ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. 🙂

    Viele Grüße
    Peggy

    1. Liebe Peggy! Freut uns, dass dir unsere Tipps gefallen ?! Wir haben den gleichen Plan – wollen Südkorea auch noch mal ausgiebiger bereisen und kennenlernen. Dazu haben wir heute sogar einen neuen Artikel veröffentlicht. Und das nächste Mal suchen wir uns auch eine wärmere Jahreszeit aus ?. Bin gespannt, auch über deine nächste(n) Reise(n) nach Südkorea zu lesen!
      Viele Grüße, Lisa

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