Die Duene 45 im Namib-Naukluft-Park Sossusvlei Namibia

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Schon beim Anflug auf Windhoek kommen wir ins Staunen. Denn zu sehen ist: nichts. Irgendwo muss doch Namibias Hauptstadt auszumachen sein? Stattdessen eine weite Savannenebene, ganz im Hintergrund lassen sich dunkle Berge erahnen. Gerade geht die Sonne über der Prärie auf. Namibia, du könntest uns überzeugen!

Auf einmal ist es zum Greifen nah, dass wir die nächsten drei Wochen auf Namibias Pisten unterwegs sein werden, atemberaubende Landschaften erkunden, die höchste Düne der Welt erklimmen und auf Big 5 Pirsch gehen. Endlich wieder Afrika, endlich wieder die Freiheit der eigenen vier Räder und erstmals Camping mit Dachzelt.

Namibia ist das perfekte Land fuer einen Camping Roadtrip mit dem Dachzelt
Namibia ist das perfekte Roadtrip- und Camping-Land

Namibia ist das perfekte Roadtrip-Land!

Genau wie Südafrika, ist auch Namibia prima geeignet für eine Rundreise auf eigene Faust. Noch dazu ein guter Einstieg in den afrikanischen Kontinent – oft als „Afrika light“ bezeichnet, was sicherlich stimmt (aber keinesfalls die dortigen Erlebnisse schmälert!).

Namibia bietet eine perfekte Mischung aus Abenteuer und guter touristischer Infrastruktur, aus Freiheit und Sicherheit. Ich kenne tatsächlich niemanden, der aus Namibia zurückgekommen und nicht völlig begeistert von der Natur des Landes ist.


⇒ Alle hilfreichen Infos zur Planung deines Roadtrips mit Tipps zu Buchung, Mietwagen, Reisezeit, Verkehr, Sicherheit und Camping haben wir in einem umfassenden Namibia Reise Planer zusammengefasst.


Camping auf der Campsite der Rostock Ritz Desert Lodge

Unsere Roadtrip Route durch Namibia für drei Wochen

Hier findest du unsere Route auf Google My Maps.

Unsere Unterkünfte, Lodges und Campsites

  • Windhoek: Windhoek Gardens Guest House (1 ÜN)
  • Kalahari: Campsite Bagatelle Kalahari Game Ranch (2 ÜN)
  • Tirasberge: Campsite auf der Koiimasis Ranch (3 ÜN)
  • Sossusvlei / Namib-Naukluft-Park: Kulala Lodge (2 ÜN)
  • Naukluft Berge: Rostock Ritz Camping (1 ÜN)
  • Swakopmund: Sam´s Giardino Guesthouse (2 ÜN)
  • Brandberg: Campsite White Lady Lodge (1 ÜN)
  • Damaraland: Hoada Campsite (2 ÜN)
  • Etosha Nationalpark: Okaukuejo Waterhole Chalet (1 ÜN)
  • Etosha Nationalpark: Halali Restcamp (1 ÜN)
  • Ost-Ausgang Etosha: Tamboti Campsite im Onguma Game Reserve (1 ÜN)
  • Waterberg: Waterberg Guest Farm (2 ÜN)

Gesamt: 19 Übernachtungen, 3.365 gefahrene Kilometer

Ankunft in Windhoek und Roadtrip Vorbereitung (Tag 1)

Nach unserem Nachtflug mit Condor (Direktflug Frankfurt – Windhoek) werden wir morgens um sechs Uhr von unserer Mietwagen-Vermietfirma Asco Car Hire bereits am Flughafen erwartet und zur Vermietstation in Windhoeks Zentrum gefahren.

Auch bei der Übergabe und Erklärung unseres Toyota Hilux mit Allradantrieb und Dachzelt macht Asco Car Hire einen tollen Job – all unsere Fragen werden geduldig beantwortet und so können wir mit einem guten Gefühl in unser Camping-Abenteuer starten.

Den angefangenen Tag nutzen wir, um unsere Einkäufe im Superspar zu erledigen, ein bisschen durch die Stadt zu bummeln und unser Auto Roadtrip-fertig zu machen.

Einkauf erledigen damit der Namibia Camping Roadtrip starten kann
Einkäufe erledigen damit der Camping Roadtrip starten kann

Unterkunft: Windhoek Gardens Guest House (1 ÜN)

Unsere Roadtrip Route durch Namibia – die Tagesetappen

Rote Dünen und freche Strauße – die Kalahari (Tag 2-3)

Route: 280 Kilometer über Rehobot und Kalkrand
Fahrzeit: 3,5 Stunden
Campingplatz: Bagatelle Kalahari Game Ranch (2 ÜN)

Noch wenig spektakulär beginnt die Fahrt aus Windhoek heraus auf der Teerstraße Richtung Süden. Die Umgebung ist erstaunlich grün – zumindest viel grüner als wir uns das vorgestellt hätten. Denn recht spät in diesem Jahr gab es Anfang April noch starke Regenfälle in manchen Landesteilen.

Die Bagatelle Kalahari Lodge mit ihrer schönen Campsite liegt direkt an den roten Dünen der Kalahari Wüste, die sich von hier bis nach Botswana zieht. Deinen Campingplatz musst du dir nur zeitweise mit Straußen und kleinen Springböcken teilen, ansonsten bist du hier fast alleine mit der Natur.

Ein Strauß auf der Campsite der Bagatelle Kalahari Lodge
Ein Strauß zum Frühstück… Etwas Respekt hatten wir schon vor diesem riesigen Tier

Auch als Camper kannst du die von der Lodge angebotenen Aktivitäten nutzen. Wir entscheiden uns für den „Bushmen Walk“, bei dem Angehörige der San – Ureinwohner Namibias – uns ihr ursprüngliches Leben und ihre Jagdmethoden näherbringen. Dabei handelt es sich um eine Art „Living Museum“ die es in Namibia öfter gibt, um über Traditionen und Völker des Landes zu informieren.

Von den heute 35t San, die ursprünglich als Jäger und Sammler im südlichen Afrika lebten, leben heute nur noch ca. 2.500 traditionell. Einen tollen Artikel über solche Lebenden Museen in Namibia und deren Zweck hat Miriam auf North Star Chronicles veröffentlicht.

Interessanter "Bushman Walk" mit Angehoerigen der San auf der Bagatelle Kalahari Lodge
Interessanter „Bushman Walk“ mit Angehörigen der San

Beim „Sundowner Nature Drive“ am Nachmittag erkunden wir die Game Ranch, erklimmen die roten Dünen und machen erste Bekanntschaft mit wunderschönen Oryx Antilopen, Zebras und Giraffen.

Auf dem Farmgelände gibt es darüber hinaus verschiedene kleine Walking Trails und zahlreiche weitere Aktivitäten wie Ausritte und Geparden Viewing.

Giraffen beim Sunset Drive ueber die Game Ranch der Bagatelle Kalahari Lodge
Giraffen beim Sunset Drive über die Game Ranch der Lodge
Sonnenuntergang auf der Bagatelle Kalahari Game Ranch
Nichts geht über afrikanische Sonnenuntergänge…

Von Langeweile zu Begeisterungsstürmen: in die Tirasberge (Tag 4)

Route: 360 Kilometer über Mariental (einkaufen), Maltahöhe, D707
Fahrzeit: 6 Stunden
Campingplatz: Ranch Koiimasis (3 ÜN)

Auf der Fahrt Richtung Tirasberge empfiehlt es sich, in Mariental nochmal die Vorräte im Superspar aufzufüllen und zu tanken. Die heutige Strecke zieht sich, die Umgebung bleibt eintönig und die Fahrt wird für uns zur ersten Geduldsprobe. Bis wir nahe des Duwisib Castle über eine Kuppe fahren – und uns der Atem stockt. Was für eine traumhaft grüne Landschaft mit Hügeln entlang der Piste!

Roadtrip in die Tirasberge Namibia Reiseblog Road Traveller
„Highway“ Richtung Tirasberge

Jetzt sind wir plötzlich wieder hellwach. Die danach folgende D707 soll eine der schönsten Straßen Namibias sein – dem können wir definitiv zustimmen! Zeit für Langeweile bleibt uns auf den letzten 100 Kilometern nun nicht mehr. Der Handyempfang verlässt uns, teilweise sind die Sandpisten durch die kürzlichen Regenfälle regelrecht weggeschwemmt. Wir lassen den Luftdruck aus den Reifen und durchqueren unsere ersten Wasserlöcher. Ein bisschen fühlen wir uns schon wie Abenteurer…

Auf dem Weg zur Koiimasis Ranch in den Tirasbergen

Auf dem Weg zur Koiimasis Ranch in den Tirasbergen
Auf dem Weg zur Koiimasis Ranch in den Tirasbergen

Völlige Einsamkeit und ganz viel Natur: die Koiimasis Ranch (Tag 5-6)

Unser zweiter Stopp in Namibia: die wunderschönen Tirasberge! Ohne Strom, ohne Internet aber mit ganz viel Natur verbringen wir drei Tage auf der Campsite der Koiimasis Ranch. Warum wir gerade hier so lange „abgetaucht“ sind? Uns haben die Bilder der Landschaft bei der Roadtrip Planung spontan begeistert – und unser Bauchgefühl hat uns nicht enttäuscht!

Vier Farmen haben sich hier im Süden Namibias zusammengeschlossen, um ein 125 qkm großes Areal als Naturpark zu schützen und für Individualreisende zugänglich zu machen. Der Campingplatz der Koiimasis Ranch ist urgemütlich und die Umgebung toll zum Erkunden. Die Campsite bietet fünf schattige Stellplätze mit sehr sauberen Gemeinschaftsbädern und Warmwasser.

Unser Stellplatz auf der Campsite der Koiimasis Ranch
Unser Stellplatz auf der Campsite der Koiimasis Ranch

„Here in Namibia, you live by the sun“ bekommen wir gesagt. Und ja, das stimmt. Mittlerweile haben wir unsere Uhren verstaut, unsere Handys dienen nur noch zum Fotos schießen. Wir wachen mit den ersten Sonnenstrahlen auf und krabbeln nach Sonnenuntergang ins Zelt. Dazwischen die tägliche Camping-Routine, wandern, entdecken und relaxen. Wir lieben es!

Auf der Farm gibt es verschiedene Walking Trails, es werden diverse Aktivitäten angeboten und du kannst frisches Grillfleisch und Eier kaufen.

Unterwegs auf der Koiimasis Ranch mitten in den Tirasbergen
Unterwegs auf der Koiimasis Ranch mitten in den Tirasbergen

Unterwegs auf der Koiimasis Ranch mitten in den Tirasbergen

Wenn Landschaften verzaubern: Über das Namib Rand Reservat ins Sossusvlei (Tag 7)

Route: 230 Kilometer über das Namib Rand Reservat
Fahrzeit: 4 Stunden
Unterkunft: Kulala Desert Lodge (2 ÜN)

Heute heißt es definitiv wieder der Weg ist das Ziel! Dieser Roadtrip Abschnitt führt uns über die D707 und durch das Namib Rand Reservat, laut Reiseführer eine der schönsten Routen Namibias. Und ja, die Region am Rand der Namibwüste ist tatsächlich traumhaft schön mit ihren endlosen Sandflächen, den in der Ferne in verschiedensten Farbtönen schimmernden Bergen und den hübschen Oryx Antilopen, die extra für uns Modell stehen zu scheinen.

Oryx Antilopen auf dem Weg ins Namib Rand Reservat
Die Oryx Antilopen scheinen für uns Modell zu stehen, oder?
Farbenspiele im Namib Rand Reservat
Farbenspiele <3

Die Fahrt haben wir mit zahlreichen Fotostopps und Pausen ausgiebig genossen, so dass wir erst am späten Nachmittag in der Kulala Desert Lodge ankommen.

Kulala Desert Lodge Unterkunft im Sossusvlei Namibia
Kulala Desert Lodge

Fehlplanung: Wir sind davon ausgegangen, dass wir den eigenen Eingang der Lodge in den Nationalpark auch mit dem eigenen Fahrzeug nutzen dürfen. Da dem leider nicht so ist, haben wir uns für die von der Lodge organisierte Tour ins Sossusvlei entschieden.

Wenn wir uns nochmal entscheiden müssten: Beim nächsten Besuch buchen wir definitiv eine Campsite statt einer Lodge. Einen super Eindruck macht die Sossus Oasis Campsite direkt vor dem Gate in Sesriem mit Shop, eigener Toilette und Dusche am Platz, Strom und Tankstelle.

Die Namibia Wildlife Resorts (NWR) Sesriem Campsite ist der einzige Campingplatz innerhalb des Nationalparks. Wenn du hier übernachtest, darfst du eine Stunde vor der offiziellen Gate-Öffnung ins Sossusvlei fahren! (Einfache Plätze mit Gemeinschafts-Sanitäranlagen die nach Aussagen dort Campender „ok“ sind)

Glühende Dünen und Sprachlosigkeit im Sossusvlei (Tag 8)

„Good morning – wake up call“ – wirklich nirgends auf der Welt höre ich diesen Satz um 6 Uhr morgens lieber als in Afrika – denn er verheißt einfach immer Abenteuer.

Da wir den Nationalpark über das Lodge eigene Tor befahren sind wir noch fast alleine, als die Sonne über dieser gigantischen Landschaft aufgeht und ihre Farbpinsel auspackt – direkt vor dem Feuerball steigen gerade zwei Heißluftballone in die Luft. Wieder wird uns bewusst, warum wir Wüsten so lieben!

Sonnenaufgang hinter den Duenen des Sossusvlei im Namib-Naukluft-Park
Sonnenaufgang hinter den Dünen des Sossusvlei

Weiter geht´s zur Düne 45 – eine von vier Dünen, die man im Nationalpark besteigen darf. Zum Glück ist es immer noch früh, sonst wäre das Raufkraxeln bestimmt eine schweißtreibende Angelegenheit. Obwohl schon vereinzelte Autos hier parken, sind wir noch immer recht einsam und genießen die Stille auf dem Kamm der Düne. Unglaublich, dass wir jetzt wirklich hier stehen – auf den höchsten Sanddünen in einer der ältesten Wüsten der Welt!

Duene 45 im Namib-Naukluft-Park
Düne 45 im Namib-Naukluft-Park

Mit fortschreitender Uhrzeit steigt auch die Zahl der Touristen spürbar. Im Deadvlei und auf der daneben liegenden „Big Daddy“, mit 350m eine der höchsten Dünen der Welt, ist es schon ganz schön trubelig. Trotzdem beeindruckt uns das Deadvlei. Umgeben von roten Dünen stößt man in dieser unglaublich trockenen Tonpfanne auf abgestorbene Akazienbäume – wohl eines der bekanntesten Fotomotive Namibias.

Tote Akazienbaueme im Deadvlei
Tote Akazienbäume im Deadvlei
Von Duenen umrahmte Tonpfanne im Deadvlei
Von Dünen umrahmte Tonpfanne

Nützliche Infos zum Namib-Naukluft-Park / Sossusvlei:

Das Eingangstor in Sesriem öffnet je nach Jahreszeit zum Sonnenaufgang (bei uns im April um 7 Uhr), vor Sonnenuntergang müssen alle Besucher den Park verlassen haben. Der Eintritt beträgt 80 N$ p.P. und 10 N$ pro Fahrzeug. Das Permit erhältst du direkt am Gate.

Das Sossusvlei selbst liegt 60 Kilometer vom Eingang entfernt, die Straße dorthin ist geteert (Höchstgeschwindigkeit 60 km/h). Für das letzte Stück steht ein kostenpflichtiger Shuttle zur Verfügung, damit man die Sandpiste nicht mit dem eigenen Fahrzeug befahren muss (nur mit 4×4 möglich, laut unserem Guide auch dann recht schwierig, da der Sand mit zunehmender Hitze immer schwieriger zu befahren ist).

Duenen im Sossusvlei Namibia

Den Nachmittag haben wir zur Erkundung des Sesriem Canyon genutzt, der 4 Kilometer vom Eingangstor in Sesriem entfernt liegt.

Der Sesriem Canyon im Namibia-Naukluft Nationalpark
Der Sesriem Canyon im Namibia-Naukluft Nationalpark

Steile Pässe, Zebras und Apfelkuchen: Zwischenstopp Rostock Ritz (Tag 9)

Route: 230 Kilometer mit Abstecher über den Spreetshoogte Pass
Fahrzeit: 5 Stunden mit Abstecher und Pause in Solitaire
Campingplatz: Rostock Ritz Camping (1 ÜN)

Ein erster Stopp auf der heutigen Tagesstrecke lohnt sich in Solitaire, wo du tanken, in einem kleinen Store die wichtigsten Vorräte auffüllen und dir in der Bakery leckeren Apfelkuchen schmecken lassen kannst. Die Karosserien alter Autos sind ein beliebtes Fotomotiv:

Beliebter Stopp: Solitaire
Beliebter Stopp: Solitaire

Bei der Abzweigung zum Spreetshoogte Pass (1.780 m) werden wir neugierig – den wollen wir uns mal genauer ansehen. Der Abstecher auf den Pass hinauf und wieder zurück lohnt sich definitiv (ca. 1 Stunde)! Mit über 20% Steigung ist der Pass der zweitsteilste in Namibia. Wenn du genügend Zeit hast, kannst du nach dem Spreetshoogte Pass weiterfahren zum Gamsberg Pass (2.334 m) – dies ist aber ein Umweg von 200 Kilometern, den wir an diesem Tag leider nicht mehr schaffen.

Spreetshoogte Pass
Der Spreetshoogte Pass – ein lohnenswerter Abstecher

Kurz vor unserem Tagesziel dürfen wir noch diese Zebra Herde am Straßenrand beobachten. Ist das nicht ein toller Anblick?

Zebras auf unserem Roadtrip durch Namibia

Der Campingplatz der Rostock Ritz Lodge liegt zwar inmitten schöner Natur und es gibt zahlreiche Trails, bei 36 Grad ist es uns aber einfach zu heiß, um in der prallen Nachmittagssonne wandern zu gehen. Ansonsten fehlt uns bei dieser Campsite ein bisschen das Flair, weshalb sie nicht zu unseren Favoriten gehört. Als Zwischenstopp auf der langen Strecke von Sesriem nach Swakopmund ist sie aber auf jeden Fall geeignet.

Das „südlichste deutsche Nordseebad“: Swakopmund (Tag 10)

Route: 220 Kilometer über Kuiseb Canyon und Walvis Bay
Fahrzeit: 4 Stunden mit Fotostopps und Pausen
Unterkunft: Sam´s Giardino Guesthouse (2 ÜN)

Gleich nach der Rostock Ritz Lodge beginnt der Kuiseb Canyon. Die zahlreichen Aussichtspunkte solltest du auch noch genießen und dir die Beine vertreten. Denn plötzlich wird die Landschaft mondgleich und danach über 100 Kilometer bis Walvis Bay absolut trostlos.

In Swakopmund sind wir bei Sam zu Gast, einem Schweizer der seit 20 Jahren sein Guesthouse Sam´s Giardino in Namibia führt. Nachdem wir uns erstmal warm geduscht und in lange Klamotten gepackt haben (ein Temperatursturz von 36 auf 19 Grad will erstmal verkraftet werden), erkunden wir nachmittags die scherzhaft als „südlichstes deutsches Nordseebad“ bezeichnete Küstenstadt.

Tatsächlich ist die deutsche Kolonialvergangenheit in Swakopmund überall spürbar. Sei es in der Architektur, in den vielen deutschen Namen („Hotel Eberwein“, „Hotel zum Kaiser“, „Swakopmunder Buchhandlung“) oder den deutschen Produkten im Supermarkt (Edeka grüner Spargel im Glas). Empfehlenswert ist ein Besuch des Museums, das nicht nur einiges über die Kolonialzeit lehrt, sondern auch eine interessante Ausstellung über Namibias Völker bietet.

Ehemaliger Bahnhof in Swakopmund
Ehemaliger Bahnhof in Swakopmund

Auf der Suche nach den „Little Five“ in Swakopmund (Tag 11)

Mit etwas Zeit, kannst du in Swakopmund so einiges erleben. Von Flügen über die Skeleton Coast, Kayak fahren mit Robben und Bootsausflügen über Dune-Surfing und Quad-Touren bis hin zur „Living Desert Tour“ für die wir uns entschieden haben.

Punkt 8 Uhr werden wir von unserem Guide Douglas direkt am Guesthouse abgeholt. Der Nebel hängt noch tief in den Dünen, als wir die Tour mit zwei weiteren Safari-Jeeps starten. Gerade dieser Küstennebel ist es, der die Wüste rund um Swakopmund leben lässt.

Während Douglas uns alles über die Flora und Fauna in der Wüste erzählt und die Nahrungskette der Bewohner auf anschauliche Weise verdeutlicht, suchen unsere zwei weiteren Guides nach den im Sand versteckten Wüstenbewohnern. Ganz behutsam zaubern Sie Schlangen, den hübschen Namibgecko und sogar ein Chamäleon hervor.

Douglas erklaert uns die lebende Wueste
Douglas erklärt uns die „lebende Wüste“
Das Chamaeleon hat für uns tatsächlich mehrmals die Farbe gewechselt
Das Namaqua Chamäleon hat für uns tatsächlich mehrmals die Farbe gewechselt
Namibgecko Living Desert Tour Swakopmund
Namibgecko

Little Five Tour Swakopmund

Die anschließende Fahrt über die Dünen (immer den eigenen Fahrspuren folgend um das Ökosystem nicht zu zerstören) macht Spaß und die Ausblicke über die Wüste ist einfach mal wieder atemberaubend.

Die „Living Desert Tour“ können wir auf jeden Fall empfehlen, auch wenn uns drei Safari-Fahrzeuge etwas zu viel war. Jeder drängt sich für das beste Foto um die Tiere, ständig hat man ein riesigesMakroobjektiv vor der Nase ohne selbst mal einen ruhigen Blick auf die Tiere werfen zu können.

Living Desert Adventures – the „Little 5“ Desert Tour by Chris:
Dauer: 5 Stunden
Beginn: 8 Uhr
Kosten: 700 N$ p.P.

Unsere Restaurant-Tipps in Swakopmund:
Jetty 1905 (mit Reservierung!)
Brewer & Butcher im Strand Hotel Komplex

Über die Spitzkoppe zum Brandberg: Löwen im Flussbett (Tag 12)

Route: 275 Kilometer über Spitzkoppe
Fahrzeit: 5 Stunden mit Pausen
Camping: Campsite der White Lady Lodge (1 ÜN)

Über die berühmte Spitzkoppe, wegen der markanten Form auch das „Matterhorn Namibias“ genannt, fahren wir Richtung Brandberg zur White Lady Lodge. Von dort aus kann man eine kurze aber sehr sonnige Wanderung zur berühmten Felszeichnung „White Lady“ unternehmen.

Beim einchecken gibt uns die nette Angestellte noch einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg: „Be careful when walking around the campsite in the evening. There are Lions strolling in the Ugab riverbed“.

Die Spitzkoppe auf unserem Namibia Roadtrip
Die Spitzkoppe – das „Matterhorn“ Namibias

Begegnungen im Damaraland: die Kultur der Damara (Tag 13-14)

Route: 270 Kilometer
Fahrzeit: 5 Stunden
Camping: Hoada Campsite (bei der Grootberg Lodge) (2 ÜN)

Auf der heutigen Route liegen zahlreiche Highlights wie die Felsgravuren von Twyvelfontein, der versteinerte Wald und das „Living Museum of the Damara“. Die weitere Fahrt führt uns über den Grootberg Pass, die Strecke wird von Kilometer zu Kilometer interessanter und spektakulärer.

Auf dem Grootbergpass in Namibia
So viel grün! Rund um den Grootbergpass

Unser Zuhause für die nächsten zwei Nächte, die Hoada Campsite, gefällt uns auch wieder unglaublich gut. Von hier aus kannst du über die dazugehörige Grootberg Lodge verschiedene Ausflüge buchen. In der Hoffnung, dass wir auch im Etosha auf zahlreiche Elefanten stoßen werden, haben wir uns gegen das Wüstenelefanten Tracking entschieden und buchen dafür einen Guided Walk zu einem Damara Dorf.

Camping auf dem Hoada Campingplatz
Wer entdeckt unser einsames Auto auf dem Hoada Campingplatz?

Camp-Managerin Musita hat diesen Walk als erste eigene Aktivität der Campsite im Oktober 2017 eingeführt, da sie den Touristen einen Einblick in die Lebensweise der Damara ermöglichen, und die Dorfbewohner im Gegenzug an den Tourismus-Einnahmen teilhaben lassen wollte.

Der „Damara Guided Walk“ kostet 180 N$ p.P. und befindet sich gerade noch in der Testphase. Die Mitarbeiter der Hoada Campsite, selbst Angehörige der Damara, übernehmen die Aufgabe als Guide. Start ist um 7 Uhr, es folgt ein 50minütiger einfacher Spaziergang ins Dorf, insgesamt ist man 2,5 bis 3 Stunden unterwegs.

Damara Dorf nahe Grootberg Lodge
Damara Dorf im Morgenlicht
Damara Familie. Die Kinder haben heute schulfrei
Damara Familie. Die Kinder haben heute schulfrei
Diesel Generator um Wasser aus dem Bohrloch zu pumpen
Dieselpumpe um Wasser aus dem Bohrloch zu pumpen

Der Besuch ist sehr authentisch, da das Dorf den Umgang mit Touristen noch überhaupt nicht gewohnt ist. Wir bekommen viele Infos zum Alltag der Damara, hören von ihren Problemen. Der alte Wasserspeicher (oben im Bild im Hintergrund) wurde von Wüstenelefanten auf der Suche nach Wasser zerstört. Wenn die Elefanten bis ans Dorf kommen, bleibt auch vom Gemüsegarten nicht viel übrig. Die Dieselpumpe, mit der Wasser aus dem Bohrloch gepumpt wird, wurde von der Regierung bezahlt und auch Reparaturkosten werden übernommen.

Die meisten Familienmitglieder sind zum Arbeiten in den Städten und kommen nur in den Ferien nach Hause. Die Daheimgebliebenen kümmern sich derweil um den Nutzgarten, die Ziegen und Hühner.

Camp-Managerin Musita hat noch viele weitere Ideen wie einen „Clean up Day“, mit dem sie die Kinder in den umliegenden Dörfern zu mehr Müll-Bewusstsein erziehen möchte. Da wir ihr Engagement absolut toll finden, haben wir gerne auf die Wüstenelefanten verzichtet und dafür einen interessanten Einblick in das heutige Leben der Damara erhalten.

Endlich wieder Safari – im Etosha Nationalpark (Tag 15)

Route: 270 Kilometer über das Andersson Gate
Fahrzeit: 3,5 Stunden bis Unterkunft
Unterkunft: Okaukuejo Waterhole Chalet (1 ÜN)

Gespannt wie ein Flitzebogen sind wir auf den berühmten Etosha Nationalpark! Unsere erste Nacht verbringen wir in einem schönen Waterhole Chalet im Okaukuejo Restcamp. Alle Restcamps im Park haben neben Unterkünften und Campingplatz eine Tankstelle, Shop, Restaurant und einen Pool.

Zebra am Wasserloch des Okaukuejo Restcamp
Zebra am Wasserloch des Okaukuejo Restcamp

Durch den Etosha Nationalpark ins Halali Camp (Tag 16)

Route: 70 Kilometer bzw. 240 Kilometer am ganzen Tag
Unterkunft: Halali Restcamp (1 ÜN)

Voller Vorfreude waren wir auf Etoshas berühmte Wasserlöcher. Auf allen Fotos sind dort große Elefantenherden, dutzende Zebras, Antilopen und trinkende Giraffen zu sehen.

Als wir allerdings selbst an die Wasserlöcher fahren sehen wir meistens: NICHTS. Da die Vegetation im Etosha noch sehr dicht und vor allem saftig grün ist, kommen die Tiere seltener zum Trinken an die Wasserlöcher. Trotzdem haben wir auch bei dieser Safari natürlich wieder viele Glücksmomente:

Loewe im Etosha Nationalpark

Giraffe im Etoscha Nationalpark am Wasserloch

Loewe im Etosha Nationalpark

Gibt´s denn im Etosha keine Elefanten? (Tag 17)

Campingplatz: Tamboti Campsite (1 ÜN), 100 Meter nach dem Von Lindquist Gate

Nun sind wir beinahe schon am östlichen Ausgang des Etosha Nationalparks angekommen und haben noch keinen einzigen Elefanten gesehen. Ich bin schon etwas enttäuscht, denn ich hätte doch so gerne die grauen Riesen beobachtet.

Bei einer letzten Pause im Namutoni Restcamp läuft Marco zufällig einem Guide über den Weg. Zum Glück reagiert Marco schnell und fragt, ob er heute schon Elefanten gesehen hätte. Und ob! Ganz hier in der Nähe sei eine große Herde – mindestens 15 Tiere am Wasserloch Klein Namutoni. Die Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen und fahren direkt zum angesprochenen Wasserloch. Zwar sind keine Elefanten mehr zu sehen, dafür trinken zwei Nashörner in aller Seelenruhe am Wasserloch. Wir sind ganz alleine mit den beiden wundervollen Tieren und genießen es in vollen Zügen.

Auch bei der Weiterfahrt fehlt von den Elefanten leider jede Spur. Plötzlich nehme ich hinter einem Baum eine Bewegung wahr. „Das ist ein Elefantenohr!“ Bin ich mir ganz sicher. Und tatsächlich treffen wir, wortwörtlich auf den letzten Metern im Park, noch auf zwei Elefanten. Wir sind glücklich :-)!

Elefanten im Etosha Nationalpark
Meine Elefanten <3 Ich bin glücklich
Beeindruckende Etoscha Tonpfanne
Beeindruckende Etoscha Tonpfanne

Unser Campingplatz für diese Nacht liegt im Onguma Private Game Reserve, direkt hinter dem östlichen Ausgang des Etosha (Von Lindequist Gate).
Dort werden verschiedene Aktivitäten angeboten wie ein Morning Drive in den Etosha Nationalpark (700 N$) oder einen Sundowner Drive im Game Reservat selbst (420 N$).

Naturparadies und ein Stück Deutsche Geschichte: der Waterberg (Tag 18-19)

Route: 350 Kilometer
Fahrzeit: 3,5 Stunden
Unterkunft: Waterberg Guest Farm (2 ÜN)

Unser letzter Stopp nach einem traumhaften Namibia-Roadtrip führt uns an den Waterberg. Auf dem Plateau des markanten Tafelbergs wurde ein Schutzgebiet geschaffen und dutzende Säugetierarten angesiedelt – darunter seltene Antilopen und gefährdete Nashörner. Es gibt mehrere Wanderungen und die Möglichkeit einen Gamedrive zu buchen.

Auch geschichtlich ist die Region interessant und ein bedeutender (wenn auch trauriger) Teil der kurzen Kolonialvergangenheit Deutschlands in Afrika. Hier fand 1904, während des Aufstands der Herero gegen die deutschen Kolonialherren, die „Schlacht am Waterberg“ statt.

Was die zwei Tage für uns zu einem weiteren Highlight macht, ist unsere Unterkunft: die Waterberg Guest Farm mit ihren herzlichen Gastgebern und Mitarbeitern, tollen Unterkünften und unglaublichen 1.600 Rindern. Zum Abschluss unserer Reise gönnen wir uns hier nochmal ein komfortables festes Dach über dem Kopf.

Bungalow mitten in der Natur auf der Waterberg Guest Farm
Wunderschöner Bungalow mitten in der Natur auf der Waterberg Guest Farm
Sicht auf den Waterberg von Klein Waterberg aus
Sicht auf den Waterberg von Klein Waterberg aus
Farmdrive mit Blick auf den Waterberg
Farmdrive mit Blick auf den Waterberg

Abgabe Camper und Rückflug (Tag 20)

Route: 260 Kilometer
Fahrzeit: 2,5 Stunden

Da die Strecke bis Windhoek komplett geteert ist, müssen wir nicht viel Pufferzeit einplanen und können in der Waterberg Guest Farm noch gemütlich frühstücken bevor wir uns auf den Rückweg nach Windhoek machen. In Okahandja halten wir kurzen beim Woodcraft Market, auf dem Künstler aus dem Norden Namibias ihre Holzprodukte verkaufen.

Mit 3.365 Kilometern auf dem Tacho geben wir unseren Toyota Hilux schweren Herzens bei Asco Car Hire ab und werden von der Firma auch wieder zum Flughafen gebracht. Obwohl es uns vorkommt, als wären wir erst gestern hier gelandet – wir haben auf unserem Roadtrip durch Namibia so unglaublich viel erlebt, gesehen und unternommen was wir erstmal wieder verarbeiten müssen.

Namibia – du wirst uns fehlen ♥!

 

Weitere Informationen zum Reiseziel Namibia

Namibia Roadtrip Video by Reiseblog Road Traveller


Danke an Miriam von North Star Chronicles und Katharina von Tips4Travellers für die vielen Tipps vorab und Antworten auf all unsere Fragen :-)! Auf beiden Blogs findest du viele weitere Infos für deine Namibia Reise.


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Roadtrip durch Namibia - Route, Tipps und Highlights
Unser Roadtrip durch Namibia – Route, Tipps und Highlights
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8 Comments

  1. Per Roadtrip Reisen nach Namibia zu machen, kann ich mir auch super gut vorstellen. Hab das auch schon mal mit Südafrika gemacht und auch wenn viele sagen, Afrika sei gleich Afrika, aber ich denke, Namibia ist dann doch bestimmt ganz anders.

    1. Hey Laura! Ja das stimmt – Namibia und Südafrika sind total unterschiedlich, aber beide absolut lohnenswert für einen Roadtrip 🙂
      Viele Grüße, Lisa

  2. Hallo Ihr Beiden,

    schöner Bericht und tolle Zusammenfassung. Ein großer Teil eurer Reise ist deckungsgleich mit unserer. In Sesriem waren wir sowohl in der Sossus Dune Lodge als auch in der Sesriem Campsite. Einfach toll, wenn man früher in den Park kann und schon zum guten Licht an Ort und Stelle ist.

    Auch die Living Desert Tour von Chris hat uns total begeistert. Einfach genial wie er einem die Natur erklärt – sehr nachhaltig. Wir sind danach nur noch vom Busch zu Busch und haben nach Chamäleons Ausschau gehalten.

    Bei den Löwen hattet ihr wohl mehr Glück als wir. Bei uns waren es Zwei, aber ein absolut beeindruckender Moment. Halai war wohl eher Mittel zum Zweck, aber Tamboti war absolut klasse.

    Ich freue mich sehr über euren Bericht. Man ist wieder sofort in einer wundervollen Welt mit dem Duft nach Freiheit.

    Alles Liebe
    Ewvi

    1. Hey Evelyn! Da hätten wir uns ja fast treffen können – war ja sogar dieselbe Reisezeit ;-)… Wir haben nach der Living Desert Tour weniger nach Chamäleons geschaut sondern viel mehr nach Schlangen! Hätten wir vorher gewusst, wie unsichtbar die in den Büschen liegen wären wir wohl vorsichtiger gewesen :-/
      Hach ja, einfach ein unglaublich schönes Land ♥!
      Liebe Grüße, Lisa

  3. Oh man, toller Artikel – musste die ganze zeit an unsere eigene Zeit dort denken… jetzt will ich wieder hin!

    Auch super Fotos, unglaublich wie sehr sich diese Landschaft mit der Jahreszeit ändern kann…

    In Namibia verliert man sein Herz an die Weite.

    1. Acht toll, das freut uns aber dass wir euch so einen Flashback beschert haben :-)! Ja, das mit den Landschaften ist schon enorm – ist uns auch in Südafrika schon aufgefallen, wie extrem sich das gesamte Landschaftsbild je nach Jahreszeit ändert.
      Hach, wir wollen auch zurück ;-)!
      Liebe Grüße
      Lisa

  4. Wir kommen gerade aus dem Staunen über die grüne Landschaft nicht mehr heraus:) Bei uns hatte die Strecke ganz andere Farben! Wir wollten auch auf der Bagatelle Ranch übernachten, nur leider hatte die Campsite im Dezember geschlossen.
    Auch über den Temperatursturz in Swakopmund mussten wir sehr lachen, wir haben auch erstmal unsere Fleecepullover ausgepackt!
    Danke für diesen Einblick, so sind wir quaai auch nochmal mitgereist!
    Und herzlichen Dank für die Verlinkung!
    Lg Miriam

    1. Hey Miriam!
      Schade, dass die Bagatelle Campsite geschlossen war, ist eine Unterkunft die man echt empfehlen kann. Wir haben sehr gerne auf dich verlinkt, gerade deinen Artikel zu den „Lebenden Museen“ der San fanden wir einfach klasse. Freut uns, dass wir euch ein bisschen Fernweh nach Deutschland gebracht haben ;-).
      Liebe Grüße, Lisa

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