Reise planen. Unsere besten Tipps. Reiseblog Road Traveller

Die Planung deiner Individualreise bereitet dir Kopfzerbrechen? Du traust dich nicht richtig ran, weil du dich von den vielen Möglichkeiten und Informationsquellen erschlagen fühlst? In letzter Zeit werden wir ganz oft gefragt, wie wir unsere Reisen buchen. Und wie viel wir überhaupt im Voraus planen bzw. buchen.

Mit diesem Artikel möchten wir dir eine kleine Hilfestellung geben, wie du die Reiseplanung am besten anpackst und dabei sogar sparen kannst. Hier findest du unsere besten Tipps & Tricks, Tools und Informationsquellen. Darüber hinaus bekommst du nützliche Checklisten und unsere sehr einfache und übersichtliche Excel Vorlage zur Reiseplanung, die du dir am Ende des Artikels herunterladen kannst.

Reiseplanung, die Spaß macht

Mir persönlich macht die Reiseplanung wahnsinnig viel Spaß. Damit beginnt für mich im Kopf bereits der Urlaub! Ich sehe schöne Bilder, mache mir Gedanken über Highlights die wir unbedingt sehen möchten, male mir schon in allen Facetten aus welche Wanderungen wir machen… Kaum zurück von der Reise, wird immer schon die nächste in Angriff genommen 😉!

Mit der Zeit kommt die Routine. Man weiß automatisch, um was man sich bei der Reiseplanung zu kümmern hat. Auch das Packen geht dank Erfahrung und unserer immer wieder verbesserten Packliste ruck zuck. Mit ein bisschen Routine fällt die Vorbereitung immer leichter und auch exotischere oder vermeintlich „gefährliche“ bzw. „nicht denkbare“ Reiseziele (z.B. unser Roadtrip durch den Iran) scheinen plötzlich möglich. Also: nur Mut und ran an die Planung!

Reise planen leicht gemacht mit dem Reiseblog Road Traveller.

1. Reiseplanung die erste – wohin soll´s gehen?

Welche Faktoren deiner Reise stehen fest?

Ist dein Urlaub bereits genehmigt und suchst ein passendes Reiseziel für den entsprechenden Zeitraum?

Dann recherchiere bei google oder auf Reiseblogs. Du wirst sehr viele Ideen finden, wenn du nach dem Suchbegriff „Wohin im Monat XY“ suchst. Alternativ bietet sich Lonely Planets Guide „When Where“ an.

Oder gibt es ein Wunschreiseziel wo du unbedingt hin möchtest?

Dann wirst du deinen Urlaub bzw. die Reisezeit danach planen müssen. Finde die beste Reisezeit für dein Wunschreiseziel. Recherchiere auch nach den Hauptreisezeiten. Zu diesen herrscht natürlich meistens das beste Wetter (wobei das ja immer Ansichtssache ist), dementsprechend kann es aber auch ganz schön voll und teuer werden.

Wir nutzen sehr gerne die Randzeiten, also kurz vor oder kurz nach der Hauptsaison. Meistens findest du im Internet und in Reiseführern sehr viele Infos zu den Wetterbedingungen. Suche bei google nach „Beste Reisezeit für Land XY“. Vergleiche dann, ob die Monate vor oder nach der Hauptreisezeit dir klimatisch mehr zusagen.

Reiseinspiration - Landkarte wohin will ich reisen

Folgende Punkte solltest du dazu noch beachten, die Einfluss auf die Preise und den Andrang auf die Sehenswürdigkeiten haben:

  • Schulferien im Reiseland?
  • Feiertage im Reiseland?
  • Schulferien in Deutschland?
  • Wieviel Zeit hast du zur Verfügung?
  • Passt deine verfügbare Zeit zum Reiseland?

Falls du zum Beispiel nur zwei Wochen Zeit hast, dein Wunschreiseziel aber Australien oder Neuseeland ist würden wir dir abraten. Möglich ist natürlich alles. Du wirst aber enttäuscht zurückkommen, da du so viel Zeit für die anstrengende An- und Abreise verbraucht hast und kaum Zeit vor Ort hattest.

Ein Grenzfall sind die USA. Zwei Wochen Florida können gut ausreichen. Auch Südafrika ist noch gut in zwei Wochen machbar, wenn man sich auf eine Region beschränkt (z.B. nur Garden Route und Kapstadt). Oder etwas exotischer: der Norden Omans. Super geeignet ist natürlich auch Europa für einen zweiwöchigen Roadtrip.

Eine Woche Urlaub ergeben bis zu 9 Tage Zeit (Samstag bis Sonntag). Das eignet sich super für Städtetrips oder Kurztrips in Europa.

Die tuerkisblaue Soca in Bovec in Slowenien
Das wunderschöne Soca Valley in Slowenien eignet sich gut für einen Kurztrip in Europa!

Ab drei Wochen steht dir fast die ganze Welt offen 😉. Jegliche Art von Roadtrip ist in drei Wochen möglich. Einzige Ausnahmen wären für uns Australien und Neuseeland, für die wir unbedingt mindestens vier Wochen einplanen würden. Das ist auch der einzige Grund, warum wir bisher noch nicht dort waren.

Was will ich erleben?

Wenn du nicht alleine reist, schnapp dir deinen Reisepartner. Schreibt euch einige Dinge auf, die ihr unbedingt machen und sehen möchtet.

Einige Impulse: Willst du lieber…

  • … Entspannung oder Abenteuer?
  • … Natur und Landschaft oder Städte?
  • … Strände oder Berge?
  • … Sommer oder Winter?
  • … Hitze oder kühlere Temperaturen?
  • … Outdoor-Spaß oder Wellness?
  • … Sport und Bewegung oder am Strand liegen?
  • … Luxus, Komfort oder Budget?
  • … Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel?

Wohin will ich reisen

Nachdem du notiert hast, was du unbedingt erleben willst, kannst du im Internet recherchieren, welches Land möglichst viele deiner Wünsche bietet. Stöbere auf Road Traveller oder auf den zahlreichen anderen wunderbaren Reiseblogs. Wie viel Inspiration ich dort gefunden habe ist unglaublich! (Dazu aber gleich mehr…)

Noch ein paar zusätzliche Tipps zur Auswahl:

# Roadtrip
Willst du einen Roadtrip machen bzw. als Selbstfahrer mit Mietwagen unterwegs sein? Dann fallen Ziele wie Südostasien eher raus. Auch manche Länder in Afrika, wie zum Beispiel Tansania, sind nicht unbedingt die besten Länder für einen Roadtrip. Dafür sind die USA, Kanada, Europa oder Südafrika wie geschaffen für den ersten Roadtrip.

Safarifahrzeug in der Serengeti in Tansania

# Fremde Kultur und neue Sitten
Überlege dir vorher, ob du dich mit einer komplett neuen Kultur, fremden Sitten und speziellen Umgangsformen auseinandersetzen willst. Für den Iran hatten wir definitiv die meiste Vorbereitungszeit. Das musst du wollen. Du musst zum Beispiel akzeptieren, als Frau mit Kopftuch zu reisen und lernen, dich auf die fremde Kultur und Religion einzulassen.


2. Reiseplanung die zweite – jetzt wird´s konkret

Inspiration und Informationsquellen

Dein Reiseland steht fest? Glückwunsch! Jetzt heißt es, ran an die konkrete Planung und Informationen über das Land sammeln. Klar, dass wir uns am allerliebsten bei unseren zahlreichen Bloggerkollegen informieren. Denn Reiseblogs bieten unabhängige Meinungen, einen möglichst authentischen Einblick in das Reiseland und Tipps abseits des Massentourismus. Das Beste: die meisten Blogger helfen gerne weiter, wenn man konkrete Fragen hat. Auf Reiseblogs findest du meistens auch eine Kostenübersicht für die bereisten Länder. So kannst du dir vorab schon ein Bild machen, ob das Wunschland mit deinem Budget zusammenpasst.

Wo du gute Reiseblogs bzw. deren Reiseberichte findest? Zum Beispiel auf:

Road Traveller Reiseblog auf Conntrip
Road Traveller Reiseblog auf Conntrip (Screenshot)

Reiseinspiration mit Pinterest

Wir inspirieren uns zurzeit super gerne über Pinterest. Dort merken wir uns Blogartikel und „pinnen“ uns Tipps von Bloggern einfach auf extra angelegte Länder-Pinnwände. Wie du deine Reise mit Pinterest planen kannst, haben wir hier ausführlich beschrieben!

Auch die offiziellen Tourismusseiten der Länder bieten oft gute Informationen für den ersten Einblick (bei google eingeben „dein Reiseziel“ und „Tourismus“, dann findest du die Tourismus-Website recht schnell).

Reiseführer: meistens reisen wir nur noch mit einem einzigen gedruckten Reiseführer. Welcher der Beste für dein Reiseland ist? Auch das verraten dir die Reiseblogger häufig in ihren Artikeln.


3. Reisebuchung: auf eigene Faust oder unterstützt von Reiseexperten?

An diesem Punkt stellt sich eine wichtige Frage: willst du komplett auf eigene Faust weiter planen oder möchtest du dir Unterstützung holen? Es gibt super Möglichkeiten, über länderspezifische Reiseexperten zu buchen und trotzdem individuell unterwegs zu sein. Auch wir haben einige unserer Roadtrips von Experten organisieren lassen und hatten einen genauso tollen Urlaub! Je nach Konzept wird mit dir gemeinsam deine Wunschroute erstellt, die Buchung von Flügen, Mietwagen und Hotels übernimmt der Reiseveranstalter.

Gute Erfahrungen haben wir bereits mit den folgenden Anbietern gemacht:


4. Flüge buchen: finde den günstigsten Flug

Im nächsten Schritt schauen wir schon mal grob nach den Preisen für Flüge. Denn vielleicht sind diese so teuer, dass wir uns doch für einen anderen Reisezeitraum oder sogar für ein anderes Reiseziel entscheiden müssen. Den Flug buchen wir allerdings erst, wenn die Route soweit geplant ist. Denn dann wissen wir, ob wir Gabelflüge brauchen!

Buche deine Flüge rechtzeitig. Ca. 3-4 Monate (Langstrecken) bis 6 Wochen (Europa/Kurzstrecken) vor Abflug sind die Flüge laut Studien am günstigsten. Bei Skyscanner gibt es sogar ein Tool, mit dem du die beste Zeit für die Flugbuchung speziell zu deinem Reiseziel herausfinden kannst.

Wir schauen immer zuerst bei Skyscanner nach den günstigsten Reisedaten. Dafür geben wir bei der Datum-Suche „ganzer Monat“ an. So zeigt das Portal dir die günstigsten Tage innerhalb eines definierten Zeitraums. Damit kannst du richtig Geld sparen, denn es ist überraschend, wie sehr einzelne Tage preislich differenzieren. Finden wir ein gutes Angebot, prüfen wir auf der Website der Airline direkt, ob es dort vielleicht sogar einen noch günstigeren Preis gibt.

Die Flugsuchmaschine Skyscanner zeigt dir die günstigsten Flugdaten pro Monat
Die Flugsuchmaschine Skyscanner zeigt dir die günstigsten Flugpreise pro Monat (Screenshot, Stand Oktober 2017)

Eine ebenfalls empfehlenswerte Alternative zu Skyscanner ist momondo.

Wichtiger Tipp: Lösche deinen Browser Verlauf, bevor du den Flug tatsächlich buchst. Denn die Websites merken sich deinen Besuch. Wir hatten schon das eine oder andere Mal das Gefühl, dass die Buchung beim zweiten Besuch teurer wird!


5. Erste Routenplanung

Jetzt solltest du dir Gedanken über deine grobe Reiseroute machen. Das ist deshalb so früh wichtig, da du dann weißt, ob du Gabelflüge einplanen musst oder den Mietwagen vielleicht an einem anderen Ort zurückgibst.

Aus deiner ersten Recherche stechen sicherlich schon einige Highlights hervor, die du unbedingt sehen möchtest. Nimm dir eine Landkarte zur Hilfe (z.B. google maps) und markiere darauf deine Wunschziele. So kannst du sehen, wie du die Highlights am besten verbinden kannst. Daran richtest du deine Routenplanung aus. Wir planen unsere Roadtrips mit google my maps und unserem Roadtrip Routen Planer als Excel Vorlage, die du dir hier herunterladen kannst.

Gratis Roadtrip-Planer für deine Reiseplanung - Reiseblog Road Traveller
Gratis Roadtrip-Planer für deine Reiseplanung herunterladen!

Wichtig zu beachten bei der Routenplanung: Wieviele Nächte habe ich insgesamt zur Verfügung? Wieviele Kilometer möchte ich pro Tag höchstens fahren? Wieviele Nächte möchte ich an einem Ort verbringen? Berücksichtige das „Ankommen“ (brauchst du erstmal einen Tag zum akklimatisieren?) Denke daran, dass es meistens besser ist, einzelne Orte ausgiebiger zu genießen als von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen. Oft beschränken wir uns darauf, nur einen Teil des Landes zu sehen. Alles andere würde in Stress ausarten.

Wir achten immer darauf, dass wir an einigen Orten mindestens zwei Übernachtungen haben. So können wir einen ganzen Tag für Sightseeing, wandern oder andere Aktivitäten einplanen. Ebenfalls schauen wir, dass die Fahrtstrecken wenn möglich 300 Kilometer pro Tag nicht (oder nur in Ausnahmefällen) überschreiten. In vielen Ländern wie den USA oder dem Iran ist das aufgrund der Landesgröße natürlich nicht immer möglich.


6. Spontan reisen oder ist gute Planung Trumpf?

Sollst du deine Route schon vorab festlegen? Die Hotels vorbuchen oder spontan vor Ort entscheiden? Ein Thema, das Reisefans leidenschaftlich diskutieren und an dem sich die Geister scheiden! Egal wie viele Leute du fragst, du wirst wohl nie ein eindeutiges Ergebnis erhalten. Wir versuchen, uns dem Thema mit einer Pro und Contra Liste aus unserer persönlichen Sicht anzunähern:

Pro: Was spricht für die spontane Buchung vor Ort?

  • Du bist flexibel in deiner Routenplanung
  • Wenn es dir irgendwo gefällt, bleibst du einfach länger
  • Du kannst bei der Buchung über Booking.com am Vorabend richtig gute Schnäppchen machen
  • Du fühlst dich frei, unabhängig und kannst dich ohne Verpflichtung treiben lassen

Contra: Was spricht gegen die spontane Buchung vor Ort? Bzw. für eine vorab geplante (gebuchte) Reise

  • Sei ehrlich zu dir selbst: wie flexibel bist du denn tatsächlich in deiner Routenplanung? Denn wenn du nur 2 Wochen Zeit hast ist es schwierig, „irgendwo länger zu bleiben“
  • Du kannst unterwegs einfach deinem Plan folgen und musst dich nicht mehr ständig mit dem Reiseführer beschäftigen oder im Internet recherchieren
  • Du willst bestimmte Nationalparks besuchen? Oft sind Unterkünfte in den Parks bzw. in der direkten Umgebung monatelang im Voraus ausgebucht (Bsp. Yellowstone Nationalpark in den USA oder Krüger Nationalpark in Südafrika). Diese Unterkünfte musst du vorher buchen, was dazu führt, dass du deine Route ziemlich genau kennen solltest
  • In der Hauptsaison sind nicht nur Nationalparkunterkünfte ausgebucht, sondern eventuell auch andere Highlights. Wenn du vorher weißt, was du unbedingt sehen willst, kannst du diese Dinge vorab buchen
  • Wir sind sogar der Meinung, dass man durch vorherige Planung mehr erleben kann als ohne. Einfach weil man besser informiert ist (da gibt es natürlich auch gegenteilige Meinungen)
  • Du hast einen besseren Überblick über dein Budget, wenn viele Kosten bereits vor der Reise feststehen
  • Gerade bei der ersten Individualreise bietet dir Planung Sicherheit

Unsere Empfehlung – so machen wir es:

  • Wir buchen auf alle Fälle die Unterkunft der ersten Station vor. Was gibt es stressigeres, als nach einem langen Flug noch nach einer Bleibe suchen zu müssen?
  • Wir planen unsere Route zumindest grob vor. Unsere maximal drei Wochen Zeit wollen wir so sinnvoll wie möglich nutzen!
  • Wir buchen gerne über booking.com. Zur Not kann man die meisten Unterkünfte stornieren, sollte man sich mal wirklich in der Planung vertan haben
  • Wir lassen uns so viel Freiraum wie möglich und buchen so viel vor wie nötig (z.B. schnell ausgebuchte Nationalparkunterkünfte, etc.)
  • Wenn du länger verreist und mehr als 4 Wochen unterwegs bist, sieht das ganze natürlich anders aus. Dann kannst Du selbstverständlich auch eher spontan buchen und dich treiben lassen

Du siehst, wir sind Planungsfans und brennen für die Reiseplanung 😉!

7. Visum und Einreisebestimmungen

Mache dich schnellstmöglich vertraut mit den Visa-Regeln und Einreisebestimmungen. Die Infos zu allen Ländern findest du in den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

Folgende Punkte musst du klären:

  • Brauchst du ein Visum?
  • Wenn ja, gibt es ein „Visa on arrival“ problemlos bei der Ankunft oder musst du dein Visum vorab beantragen?
  • Welche Dokumente benötigst du dazu?
  • Du willst verschiedene Länder bereisen? Finde heraus, wie die Regeln bei der Einreise über Landesgrenzen sind und auf was du achten musst.
  • Ist dein Reisepass noch ausreichend lange gültig? Meistens muss die Gültigkeit bei Ausreise noch 6 Monate betragen und es müssen genügend freie Seiten für Stempel bzw. Visa vorhanden sein
  • Sind zur Einreise Impfungen nötig? Es gibt zum Beispiel Länder, die bei Einreise eine Gelbfieberimpfung verlangen (s. auch Punkt Gesundheit)

Sobald deine Route soweit steht und die Einreisebestimmungen klar sind, kannst du jetzt auch beruhigt deine Flüge buchen!


8. Mietwagen buchen

Weil es einiges zu beachten gibt, haben wir zum Thema Mietwagen buchen im Ausland einen separaten Artikel geschrieben.

Hier das Wichtigste daraus in Kürze:

  • Buche den Mietwagen von Deutschland aus
  • Buche frühzeitig, oft gibt es Frühbucherrabatte
  • Nutze Vergleichsportale, z.B. billiger-mietwagen.de
  • Pflicht sollte für dich sein: Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall, Haftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme (mindestens 1 Mio. EUR) und Diebstahlversicherung ohne Selbstbeteiligung
  • Evtl. zusätzlich Unterbodenschutz, Glasschutz (oft nur einige Euro teurer, je nach Reiseland und dortigem Straßenzustand sinnvoll)
  • Alle (bzw. ausreichend) Kilometer inklusive
  • Richtige Tankregelung wählen (voll/voll)
  • Auf Klimaanlage im Sommer achten
  • Internationalen Führerschein dabei haben (wir empfehlen das überall außerhalb Europas!)
  • Zusatzfahrer eintragen lassen
  • Du planst Offroad-Fahrten oder das Fahren in andere Länder? Das muss explizit im Vertrag erlaubt sein, sonst erlischt der komplette Versicherungsschutz
  • Gebühren für Einwegmieten beachten (etwas teurer), Tankregelungen kennen (am besten Full-Full-Option wählen)
  • Anmiet- und Abgabezeiten richtig und sinnvoll angeben (damit du nicht unnötig einen Tag mehr zahlst)

Den ausführlichen Artikel mit allen Empfehlungen zur Mietwagen Buchung für´s Ausland und Übernahme-Checkliste vor Ort findest du hier.


9. Unterkünfte buchen

Nichts ist heutzutage einfacher, als die passenden Unterkünfte für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel zu finden. Meistens schauen wir zuerst bei Tripadvisor. Hier gibt´s Kundenbewertungen und zahlreiche Fotos, die einen ersten Eindruck über die Unterkunft vermitteln. Tripadvisor zeigt dir, welche Buchungsplattform den günstigsten Preis bietet. Häufig sind das booking.com oder Expedia.

Bei beiden Plattformen haben wir einen Account und buchen dort gerne und oft. Booking.com hat den Vorteil, dass viele Zimmer bis 24 Stunden vor Anreise stornierbar sind. Der 24 Stunden Kundenservice ist vorbildlich und die Plattform wirbt mit ihrer Bestpreis-Garantie.

Auch Airbnb ist natürlich eine großartige Möglichkeit, tolle (oft günstige) Unterkünfte zu buchen. Anfangs war ich skeptisch, aber als ich das Konzept verstanden hatte, fand ich es super. Denn es gibt unzählige Angebote – vom Wohnen direkt mit dem Gastgeber bis hin zum komplett eigenen Haus, von Budget bis Luxus. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall!

Für Unterkünfte in Nationalparks gibt es teilweise separate Nationalpark-Buchungsseiten. In Südafrika ist dies z.B. SANparks, die Unterkünfte in den Nationalparks sind oft über Monate im Voraus ausgebucht. Eine frühzeitige Festlegung der Route und Buchung der Unterkunft lohnt sich also!

Wenn wir eine Unterkunft nicht schon in Deutschland vorgebucht haben, tun wir es spätestens am Vorabend per Smartphone über booking.com oder Expedia. Zu einer Unterkunft spontan hingefahren sind wir noch nie. Das wäre uns dann doch zu stressig, nach einem Reisetag noch nach freien Unterkünften zu suchen die uns gefallen und verfügbar sind.

Huetten im Nomadic Desert Camp in der Wahiba Sands Wueste im Oman
Hütten im Nomadic Desert Camp in der Wahiba Sands Wüste im Oman

10. Budgetplanung und -Erfassung

Selbstverständlich solltest du deine Kosten schon bei den vorherigen Punkten im Blick haben – aber das versteht sich ja von selbst. Zum jetzigen Zeitpunkt kennst du bereits die wichtigsten Kostenpunkte wie Flugpreise, Mietwagen und hast zumindest eine Ahnung, wie viel du für Unterkünfte einplanen musst.

Die größten Kostenblöcke wie Flüge und Mietwagen sind meistens gleich bei der Buchung fällig. Dieses Geld solltest du dir also bereits angespart haben.

Damit du den Überblick über die Gesamtkosten nicht verlierst, empfehlen wir alle Kosten in einer Übersicht festzuhalten. Wir nutzen dazu unseren Roadtrip-Planer, den du dir (wenn noch nicht geschehen) hier herunterladen kannst. Dort tragen wir alle bekannten Kosten ein und notieren uns, ob wir schon bezahlt haben und wie (Kreditkarte, Überweisung, etc.) oder ob die Zahlung noch fällig ist.


11. Aktivitäten buchen

Natürlich kannst du die meisten Aktivitäten direkt vor Ort buchen. Hier macht Spontaneität und Flexibilität absolut Sinn, denn erst vor Ort weißt du auf was du gerade Lust hast, wie das Wetter ist, etc. Wir buchen zum Beispiel gerne über Get your Guide.

Allerdings gibt es auch Aktivitäten, die schon Monate im Voraus gebucht werden müssen. So zum Beispiel mehrtägige Wanderungen in Südafrika, Aktivitäten im Grand Canyon in den USA und Ähnliches.

Mache dich deshalb rechtzeitig schlau, ob manche Aktivitäten vorgebucht werden müssen! Wenn es Dinge gibt die Du UNBEDINGT machen willst dann lohnt sich die Recherche auf jeden Fall!


12. Gesundheit und Versicherungen auf Reisen: gut vorsorgen, gesund bleiben

Je nach Reiseland gibt´s beim Thema Gesundheit mehr oder weniger zu beachten und zu tun.
Fliegst du in die USA, reicht eine normale Reiseapotheke aus. In vielen Ländern Afrikas, Südamerikas oder in Südostasien gibt´s deutlich mehr zu beachten.

Auf den Internetseiten des Auswärtiges Amts, des Tropeninstituts und auf Fit for Travel kannst du dich über die Gegebenheiten in deinem Reiseland informieren. Dort findest du auch Informationen über geforderte Impfungen oder wichtigen Prophylaxen (z.B. Malariaprophylaxe).

Gesund bleiben auf Reisen und ausreichend vorsorgen - unsere Reiseapotheke
Gesund bleiben auf Reisen und ausreichend vorsorgen

Unabhängig vom Reiseland empfehlen wir unbedingt eine Auslandskrankenversicherung. Ich bin über die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) versichert, 11,50 Euro im Jahr werden jährlich automatisch abgebucht und wir brauchen nicht mehr dran zu denken.

Die Auslandpolice der SDK gilt für jede Auslandsreise mit einer Dauer von maximal 45 Tagen am Stück (längere Reisen mit Aufpreis von 2 Euro möglich).

Bei manchen Fernreisen (z.B. Iran, Tansania) lassen wir uns eine englischsprachige Bestätigung des Versicherungsschutzes für den Reisezeitraum und das Reiseland ausstellen. Das funktioniert ganz einfach und ohne zusätzliche Kosten per Telefon oder E-Mail.

Die Auslandskrankenversicherung ist so wichtig, da du sonst auf den Kosten sitzen bleibst, falls du ärztlich behandelt werden musst! Die deutsche Versicherung übernimmt diese Kosten nämlich nicht oder nur zu bestimmten Sätzen (in der EU).

Neben der obligatorischen Auslandskrankenversicherung gibt es weitere Versicherungen. Welche davon für dich sinnvoll sind, können wir nicht entscheiden. Wir geben dir hier aber einen kurzen Überblick:

Eine Reiserücktrittsversicherung haben wir bereits einige Male abgeschlossen – in letzter Zeit aber immer seltener.

Deine deutsche private Haftpflichtversicherung kommt auch auf Reisen (unter einem Jahr!) für durch dich verursachte Schäden auf. Hier brauchst du also keinen Zusatzschutz.

Eine Gepäckstückversicherung schließen wir nie ab, denn die Bedingungen für eine Kostenerstattung sind so hoch, dass es sich für reine Kleidung nicht lohnt. Anders sieht es natürlich aus, wenn du mit teurer Ausrüstung reist.

Die Kontaktdaten deiner Versicherungen inkl. einem Übersichtsblatt der versicherten Leistungen solltest du immer als Kopie dabei haben!

Was in unserer Reiseapotheke nicht fehlen darf, liest du in Kürze auch hier auf dem Blog!


Geschafft!

Wenn du die über 3.000 Worte bis hier her gelesen hast, dann scheint es dir wirklich unter den Nägeln zu brennen 😉. Dann liebst du das Reisen wohl genauso sehr wie wir, oder? Wir hoffen, wir konnten dir einige nützliche Impulse geben und sind gespannt auf dein Feedback!

Diese Artikelserie wird bald fortgesetzt mit Teil 2 – kurz vor der Reise: Packen, Handgepäck, Last-Minute-Aufgaben vor der Reise, Flüge überstehen, vor Ort zurechtkommen und Teil 3 – nach der Reise – wie du Urlaubserinnerungen behältst.

Hier findest du unsere weiteren Tipp für deine Reisen:

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Reiseplanung einfach gemacht. Wir zeigen dir Schritt für Schritt wie wir unsere Reisen planen.
Reiseplanung einfach gemacht. 

Hinweis: Wir sind keine Rechtsexperten und keine Mediziner. Dieser Artikel soll nicht medizinisch oder rechtlich beraten. Alle im Infos sind bestmöglich recherchiert und beruhen auf persönlichen Erfahrungen. Für nicht korrekte Angaben übernehmen wir keine Haftung ;-).

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