Lisa und Marco beim Wandern im Meraner Land in Suedtirol

Ach Meran! Du schaffst es echt immer wieder, uns um den Finger zu wickeln… Ist aber auch wirklich kein Wunder, wir lieben halt einfach den Mix aus mediterranem Lebensgefühl und alpinem Charme. Morgens mit Blick über die Weinreben aufwachen, mittags die grandiose Bergwelt erkunden und Abends einen Aperol unter Palmen in Meran genießen, bevor die Schlutzkrapfen zum Abendessen rufen. Für uns gibt es keinen schöneren Ort, um Wandern und Genießen zu verbinden.

Unsere Tipps für einen aktiv-entspannten Kurzurlaub in und um Meran findest du bereits hier

Heute nehmen wir dich mit auf ein paar tolle Wanderungen für Genießer rund um Meran und im Meraner Land! Bist du dabei?

Die Hirzer Almenrunde – ein Paradies für Genusswanderer!

Eine unserer liebsten Wanderungen führt auf dem Hirzer Almenweg durch herrliche, teils hochalpine Natur und zu wunderbaren bewirtschafteten Almen in den Sarntaler Alpen. Begleitet von Alpenrosen im Überfluss, kleinen Bächlein und genialen Ausblicken. Die Hirzer Seilbahn bringt einen von Saltaus im Passeiertal ruckzuck rauf zur Bergstation Klammeben auf 1.980 m, von wo aus verschiedene Wanderwege starten.


  • Start & Ziel: Bergstation Klammeben
  • Anfahrt: mit dem Auto ins Passeiertal bis Saltaus oder alternativ mit dem Bus (Haltestelle direkt neben der Seilbahnstation)
  • Parken: an der Hirzer Seilbahn
  • Länge: ca. 9 km
  • Höhenmeter: ca. 430 hm
  • Höchster Punkt: Rotmoos auf 2.250 m
  • Anspruch: mittel
  • Einkehrmöglichkeiten: zahlreich und mega lecker!

⇒ Hier gibts die Tour zum Nachwandern auf Komoot


Von der Bergstation Klammeben starten wir auf einem gemütlich breiten Weg zur Hirzerhütte, wo uns niedliche Alpakas begrüßen. Nach der obligatorischen Knuddelpause locken herrlich blühende Almwiesen zum Aufstieg. Vorbei an der Tallner Alm wandern wir auf dem Almenweg 2B – ein schöner, einfacher Steig, der uns rauf zur Rotmoos auf 2.250 m führt.

Wandern auf die Rotmoos am Hirzer
Hochalpine & traumhaft schöne Natur auf der Rotmoos

Zwischen Juni und August blühen rundherum die Alpenrosen, dazwischen blaue Enziane, gelbe Dotterblumen und weißer Gletscherhahnenfuß – herrlich! Dagegen wirkt die hochalpine Landschaft auf der Rotmoos ziemlich karg und schroff, aber keinesfalls weniger faszinierend. Wer höher hinaus will, kann von hier aus die Gipfel von Pfandlspitz (2.538 m) und Alplerspitz (2.748 m, nur erfahrene Wanderer!) erklimmen.

Wandern zur Rotmoos am Hirzer Almenweg im Meraner Land
Toller Blick von der Rotmoos – rechts unten liegt die Mahdalm, links die Hintereggalm

Für uns Genusswanderer geht’s dagegen auf dem Almenweg 2B zwischen weidenden Kühen, über kleine Bächlein und teilweise etwas holprig-steinig schon wieder bergab. Besonders die Mahdalm (1.990 m – unser Tipp ♡), aber auch die Hintereggalm (1.970 m) eignen sich perfekt für die Mittagspause, beide bieten hervorragende Küche – vom Ausblick ganz zu schweigen!

Als nächstes Genuss-Highlight wartet die Gompm Alm (1.808 m), die man auf teils ziemlich steinigem Weg bergab durch den Wald erreicht. Hier finden oft Events statt, gekocht wird ebenfalls auf höchstem Niveau und in den Töpfen landen ausschließlich regionale, qualitativ hochwertige Zutaten.

Ab der Gompm Alm gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Rückweg. Unser liebster – wenn auch ziemlich anstrengend – führt auf einem steilen Wiesenpfad wieder rauf zu Resegger Alm und Hirzerhütte (wo du nochmal Alpakas knuddeln und leckeren Kaiserschmarrn zum Nachtisch verdrücken kannst). Alternativ dazu führt eine Forststraße hinauf zur Bergstation Klammeben oder hinunter zur Mittelstation nach Prenn.

Die 1000-Stufen-Schlucht auf dem Meraner Höhenweg

Eine geniale Etappe des Meraner Höhenweg und wieder eine Wanderung, die uns absolut begeistert! Tolle Ausblicke ins Etschtal und auf die Ötztaler Alpen, ein Wasserfall, die abenteuerlichen Stufen und Hängebrücken der 1.000-Stufen-Schlucht, wunderschöne Kulturlandschaften und eine tolle Einkehrmöglichkeit lassen unsere Herzen höher schlagen.

Ausblicke beim Wandern um Meran


  • Start: Bergstation Texelbahn Partschins
  • Ziel: Bergstation Unterstell-Naturns
  • Tipp: an der Seilbahn Unterstell-Naturns parken und gleich morgens mit dem Bus nach Partschins fahren. So musst du abends nicht auf den nächsten (vollen) Bus warten
  • Länge: ca. 9 km
  • Höhenmeter: Aufstieg ca. 450 hm, Abstieg ca. 700 hm
  • Max. Höhe: 1.585 m
  • Anspruch: mittel, die Stufen haben es schon ganz schön in sich
  • Einkehrmöglichkeiten: unser Tipp ist der Hofschank Pirchhof

⇒ Diese Tour haben wir leider nicht aufgezeichnet. Auf dem Bergwelten-Portal findest du die GPS Daten zum Download


Von der Bergstation der Texelbahn Partschins steigen wir noch ein kurzes Stück rauf zum Gasthof Giggelberg, bevor wir auf den Meraner Höhenweg mit der Nr. 24 starten. Trotz usseligem Nieselregen begeistert uns die Wanderung von Anfang an. Der schöne Pfad führt durch Wald vorbei an Wiesen und Bergbauernhöfen. Wir genießen die Aussicht ins Tal genauso wie die vielen Details am Wegesrand.

Geniale Ausblicke beim Wandern durch die 1000 Stufen Schlucht im Meraner Land
Geniale Ausblicke beim Wandern durch die 1000-Stufen-Schlucht

Irgendwann verrät uns ein Infoschild, dass wir nun die 1.000 Stufen erreichen, die in Wirklichkeit aber nur 989 sind. Oder vielleicht sogar noch weniger. Denn ziemlich neu wurde eine spektakuläre Hängebrücke gebaut, die einen kleinen Teil der Stufen überspannt. Sei´s drum. Die Schlucht mit ihren in den Fels gehauenen Treppen, schmalen Pfaden und Holzstegen – teilweise mit Seilen gesichert – ist und bleibt anstrengend, macht riesigen Spaß und ist alles in allem gut begehbar.

Die Einkehr im Hofschank Pirchhof haben wir uns nach der Schlucht auf jeden Fall verdient, die Aussicht und die ersten Sonnenstrahlen des Tages bekommen wir kostenlos dazu. Perfekt! Nach dem Hofschank geht es ohne große Steigung und ziemlich gemütlich weiter zur Bergstation der Seilbahn Unterstell, mit der wir runter ins Tal schweben.

Ausblick und leckere Knödel genießen im Hofschank Pirchhof

Von Hochmuth über den Hans-Frieden-Weg, Algunder Waalweg und Tappeinerweg nach Meran

„Von allem Ebbes“ würden wir bei uns im Ländle sagen 😉 . Denn unsere selbst kreierte Runde verbindet ein paar tolle Wander-Highlights im Meraner Land als Tageswanderung. Nämlich den Hans-Frieden-Weg als Stück vom Meraner Höhenweg, eine Fahrt mit coolem Korblift, der Algunder Waalweg und den Tappeinerweg zurück nach Meran.


  • Start: Bergstation Hochmuth
  • Ziel: Altstadt Meran
  • Anfahrt: mit dem Bus zur Seilbahnstation in Dorf Tirol
  • Länge: ca. 14 km
  • Höchster Punkt: 1.530 m
  • Anspruch: mittel, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist auf dem schmalen Hans-Frieden-Weg vonnöten
  • Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Hochmuth, Leiteralm, Leiter am Waal, Saxifraga Stubn Meraner Altstadt

⇒ Leider haben wir diese Route nicht aufgezeichnet


Da wir nicht an den Ausgangspunkt zurückwandern fahren wir mit dem Bus nach Dorf Tirol und schweben von dort bequem mit der Seilbahn rauf auf die Bergstation Hochmuth (1.400 m). Hier erwartet uns Highlight Nr. 1: Der Hans-Frieden-Weg – gleichzeitig ein Stück des Meraner Höhenwegs, auf dem wir in einer knappen Stunde mit genialen Ausblicken bis zur herrlich gelegenen Leiteralm wandern. Der schmale Weg ist wirklich spektakulär: links der Abgrund, rechts die steilen Felswände unter der Mutspitze, unser Blick reicht über das Etschtal, auf die Vinschgauer Bergwelt und bis zu den Dolomiten.

Toller Weg mit Ausblick zwischen Abgrund und Felsen auf dem Meraner Hoehenweg
Toller Weg mit Ausblick zwischen Abgrund und Felsen 🙂

In der Leiteralm ist es zwar noch zu früh für eine Einkehr, eine kurze Rast lohnt sich aber auf jeden Fall. Der nächste Wegabschnitt hinunter nach Vellau könnte natürlich auch gewandert werden – wir empfehlen aber die spaßige Fahrt mit dem historischen Korblift hinunter nach Vellau. Unser Highlight Nr. 2 der Route.

Tipps zum Genusswandern in Suedtirol im Meraner Land
Wandern und genießen passt kaum wo besser zusammen als in Südtirol

Von Vellau aus laufen wir über den mit 26A markierten Weg rund eineinhalb Stunden hinunter nach Mitterplars, wo wir in den Algunder Waalweg einsteigen. Diese Strecke kannst du alternativ bequem mit dem Sessellift zurücklegen. Völlig zurecht wird der Algunder Waalweg oft als einer der schönsten bezeichnet. Uns gefallen vor allem die weiten Ausblicke ins Etschtal, auf Algund und Schloss Tirol, die vielen Weinreben und die netten Details am Wegesrand. Und natürlich die Einkehr im Restaurant „Leiter am Waal“. In Gratsch geht der Waalweg direkt in den beliebten Tappeinerweg über, der dich mitten ins Merans Altstadt führt.

Auf dem Tappeinerweg haben wir übrigens noch einen tollen Restaurant-Tipp für dich: Die Saxifraga Stub´n. Recht hochpreisig, aber trotzdem eines unserer Lieblingsrestaurants in Meran!

Ausblick vom Tappeinerweg auf Meran

Alternative zur obigen Wanderung:

Eine Alternative (ohne den Algunder Waalweg) haben wir auf Südtirol Kompakt entdeckt. Anja empfiehlt, in Plars zu starten und mit Sessellift + Korblift hinauf zur Leiter Alm zu fahren. Auf dem Hans-Frieden-Weg geht´s zum Gasthof Hochmuth, wo man etwas unterhalb in den Vellauer Felsenweg (Schwindelfreiheit und Trittsicherheit!) einsteigt. Am Ende des Felsenwegs auf der Nr. 25 Richtung Vellau (Einkehrtipp ist der toll gelegene Gasthof Oberlechner). Von dort zur Bergstation des Sessellift und mit diesem zurück zum Ausgangspunkt.

Übrigens können wir auch Anjas Wanderführer „Seen und Wasserfälle in Südtirol“ Werbelink Amazon* sehr empfehlen! Aus diesem Buch stammt unser nächster Wandertipp:

Wanderung zum Seebergsee im Wanser Tal

Ein kleiner Bergsee, eine urige Alm, ein toller Steig durch den Wald und als Belohnung leckerer Kaiserschmarrn in der wunderbaren Wanser Alm. Das sind die Zutaten, die diese Wanderung für uns so besonders machen. Dazu kommt die etwas abgelegene Lage im Wanser Tal, ein ruhiges und beschauliches Seitental des Passeiertals am Jaufenpass. Zugegeben, der Start der Wanderung liegt mit 30 km Entfernung von Meran nicht gerade ums Eck. Aber schon die Anfahrt durch das Passeiertal und ein paar Kurven rauf auf den Jaufenpass lohnt sich 🙂

Lisa und Marco beim Wandern im Meraner Land in Suedtirol
Happy in Südtirol ♡

  • Start & Ziel: Wannser Hof
  • Länge: ca. 9 km
  • Höhenmeter: ca. 500 hm
  • Höchster Punkt: 1.850 m
  • Anspruch: mittel (auf dem Jägersteig ist Trittsicherheit gefragt)
  • Einkehrmöglichkeiten: Seebergalm (sehr rustikal und urig, eher nur für Getränke), Wanser Alm (Tipp ♡)

⇒ Hier gibt’s die Tour zum Nachwandern auf Komoot


Los geht´s auf einem Pfad (Nr. 15) zwischen Wald und Wiesen, bis wir auf einer Holzbrücke einen Gebirgsbach überqueren und leicht ansteigend immer weiter ins Tal hinein wandern. Die Seebergalm ist gut ausgeschildert, verlaufen kann man sich kaum. Es ist unglaublich still hier im Seebergtal, wir begegnen lediglich einer Handvoll Menschen, dafür umso mehr Kühen.

Angekommen auf der total urigen Seebergalm (1.712 m) begrüßt uns Albert, ein kernig herzlicher Almwirt. Statt eisigem Quellwasser mit frischer Bergminze hätten wir uns wahrscheinlich eher für einen heißen Tee entscheiden sollen, denn es ist bitterkalt. Selbst Albert hat heute, wie er uns augenzwinkernd erzählt, seine langen Unterhosen an. Mitten im Juli wohlgemerkt. Ansonsten ist ihm im Corona-Jahr 2020 nicht so sehr nach Lachen zumute. Einsam fühlt er sich hier oben, wo dieses Jahr (abseits der Touristen-Hotspots) kaum Wanderer vorbeikommen. Und so wartet er mit Hund und Ziegen auf bessere Zeiten.

Seebergalm beim Wandern zum Seebergsee im Wanser Tal
Wartet auf bessere Zeiten: Hüttenwirt Albert in der Seebergalm

„Wenn ihr oben am See seid, kommt die Sonne raus“, verspricht uns Albert zum Abschied. So recht glauben können wir das zwar nicht, aber als wir nach einigen weiteren Höhenmetern ziemlich unverhofft vor dem kleinen Seebergsee – ein Südtiroler Naturdenkmal – stehen, schaffen es tatsächlich ein paar Strahlen durch die Wolkendecke. Danke Albert!

Wanderung zum Seebergsee im Passeier Tal in Suedtirol
Ein kleines Naturdenkmal: der Seebergsee
Abstieg auf dem Jaegersteig bei unserer Wanderung zum Seebergsee im Wanser Tal
Abstieg auf dem Jägersteig

Vom See aus wandern wir weiter Richtung Wanser Alm, erst noch ein Stückchen bergauf, dann auf dem richtig tollen Jägersteig über Pfade, Stufen und Treppen ziemlich steil bergab. Die Wanser Alm liegt wunderschön im Talschluss, ist liebevoll hergerichtet und das Essen schmeckt hervorragend! Wir können uns von diesem Fleckchen Südtirol gar nicht losreißen, deshalb wandern wir noch eine kleine Zusatzschlaufe auf dem Weg 14B, mit weiten Ausblicken ins Passeiertal.

Einkehr bei unserer Wanderung zur Wanser Alm im Passeier Tal in Suedtirol
Absolut empfehlenswert: Einkehr in der Wanser Alm!

Der Rückweg zum Parplatz am Wannser Hof führt über eine gemütliche Forststraße, vorbei am Naturdenkmal Wanser Moos.

Almenwanderung am Vigiljoch

Neben dem idyllischen St. Vigilius Kirchl, üppigen Alpenrosen und zutraulichen Haflingern am Weg ist für uns das Hochplateau unter dem Hochjoch das Highlight dieser Wanderung.


  • Start: Lana, mit Seilbahn und Sessellift zum Gasthaus Sessellift
  • Ziel: Bergstation Seilbahn Vigiljoch
  • Länge: ca. 13 km
  • Höhenmeter: Aufstieg ca. 310 hm, Abstieg ca. 640 hm
  • Max. Höhe: ca. 2.000 m
  • Anspruch: mittel, der Abstieg zur Bärenbad Alm ist enorm schlecht zu laufen
  • Einkehrmöglichkeiten: Naturnser Alm, Bärenbad Alm

⇒ Die Route zum Nachwandern auf Komoot


Mit Seilbahn und Einersessellift schweben wir erstmal ganz gemütlich von Lana aus rauf zum Gasthaus Sessellift (1.814 m). Schon die Fahrt mit dem kleinen Lift entschleunigt total und stimmt uns ein auf eine wunderbare Wanderung. Auf einem breiten Weg laufen wir zum Vigiljocher Kirchl, das fotogen auf einem Hügel thront. Im Sommer weiden unterhalb vom Kirchlein zutrauliche Haflinger.

Wir steigen durch einen ziemlich gerodeten und trostlos wirkenden Wald nach oben, einzig die Ausblicke auf die Dolomiten sind ein kleines Highlight auf diesem Streckenabschnitt. Irgendwann wird der Weg zum schönen Pfad, der Wald wirkt gesünder und uns umgeben unzählige Alpenrosen. Leider querst du auch zweimal riesige Stromtrassen, was natürlich nicht ganz so dolle ist.

Enziane beim Wandern auf dem Vigiljoch in Suedtirol
Unzählige Enziane!

Aus dem Wald heraus, erreicht man ziemlich unvermittelt eine offene Wiese voll blühender Enziane. Nicht mehr weit, aber weiterhin schön zu laufen, ist es jetzt bis zur toll gelegenen Naturnser Alm. Etwas Geduld muss man mitbringen, denn auch von Aschbach aus kommen viele Wanderer und vor allem Mountainbiker hier rauf und die Terrasse ist oft voll besetzt.

Naturnser Alm beim Wandern am Vigiljoch im Meraner Land
Blick zurück über die toll gelegene Naturnser Alm

Nach einer leckeren Einkehr kommt der für uns beste Teil der Wanderung. Wir steigen über der Naturnser Alm auf einem Pfad durch Zirbelkiefer weiter nach oben Richtung Hochwart (9B) und erreichen ein wunderschönes hochalpines Plateau. Um uns herum blühen Alpenrosen und Enziane, in einigen Tümpeln spiegeln sich Tannen und Berge. Von hier kann man (mit genügend Zeit und Kondition!) auf den Hochwart aufsteigen oder ihm zumindest, je nach Lust und Laune, noch ein bisschen entgegengehen. Wir allerdings schlagen den Weg Nr. 9 nach links ein und wandern nun mit genialem Dolomitenblick auf dem „Alpenrosenweg“.

Hochplateau unter dem Hochwart am Vigiljoch im Meraner Land

Auf einer Weide halten wir uns rechts Richtung Bärenbadalm, Weg Nr. 2 führt jetzt stetig bergab. Zuerst geht das auch ganz gut, allerdings wird der Abstieg zur Alm gefühlt jedes Jahr schlechter. Gute Bergschuhe und Trittsicherheit sind hier ein Muss, Spaß macht dieser Abschnitt weniger.

Auch auf der Bärenbadalm lohnt sich eine Pause, schon alleine um den Blick bis in die Dolomiten zu genießen! Bis zur Bergstation der Seilbahn geht es jetzt nur noch bergab, entweder auf der Fahrspur oder abkürzend auf beschilderten Pfaden, dem „Quellenweg“ und zum Schluss auf einem angenehmen Waldweg.

Partschinser Wasserfall und der Dursterhof

Ganz schön eindrucksvoll zeigt sich der Partschinser Wasserfall nach dem schneereichen Winter und Frühjahr 2021. Unsere Kollegin schwärmt uns schon seit Ewigkeiten vom Dursterhof vor, so dass wir ihn jetzt endlich mal selbst besuchen wollen.


  • Start & Ziel: Seilbahn Texelbahn Partschins
  • Länge: knapp 7 km
  • Höhenmeter: Aufstieg ca. 100 hm, Abstieg ca. 930 hm
  • Höchster Punkt: Bergstation Giggelberg auf 1.565 m
  • Anspruch: einfach – mittel, die Pfade können teilweise etwas rutschig sein. Das Bergab-Wandern geht ganz schön in die Knie
  • Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus Wasserfall, Dursterhof (Tipp!)

⇒ Die Tour zum Nachwandern auf Komoot


Mit der Texelbahn fahren wir mal wieder rauf zur Bergstation Giggelberg. Heute allerdings gehen wir nicht in Richtung 1000-Stufen-Schlucht, sondern starten gleich auf einem schönen Pfad bergab in Richtung Wasserfall (Markierung 2B). Zweimal kreuzen wir die Straße, gehen ein Stück an ihr entlang (Markierung 8) und vorbei an der Elisabethquelle (aus der natürlich – wie sollte es anders sein – die liebe Sisi im Jahr 1897 getrunken hat), bevor wir wieder auf einem Pfad abkürzen können.

Wanderung zum Partschinser Wasserfall
Schon hier oben bekommt man die Kraft des Wassers zu sehen und spüren

Nach einer Brücke geht´s auf dem Pfad 8B teilweise ziemlich steil bergab bis zum Gasthaus Wasserfall. Hier darfst du keinesfalls den Abstecher zur Plattform verpassen, bei der man den gewaltigen Wassermassen ganz nahe kommt.

Wanderung zum Partschinser Wasserfall

Nach dem Gasthaus folgen wir weiter Pfad 8B, bei schwülen 30 Grad genießen wir die feine Wasserfall-Dusche, die uns begleitet. Auf der folgenden Asphaltstraße könnten wir bis zum Dursterhof weiterlaufen. Weil uns das aber zu langweilig erscheint, entscheiden wir uns für den spannenderen aber problemlos zu laufenden Pfad Nr. 26, der uns ebenfalls direkt zur Jausenstation führt.

Bekannt ist der Dursterhof auch als „Himbeerhof“, denn ab Juni gibt’s hier vieles rund um das süße Früchtchen – unter anderem Himbeerkuchen, Saft oder Marmelade. Auch die ausgefallene und ideenreiche Bauweise ist wirklich sehenswert!

Hinunter zur Talstation zieht es sich nach der Einkehr ganz schön, der Abstieg in Serpentinen geht in die Knie und ist nicht ganz so schön zu laufen.

Auf dem Maiser Waalweg zum Apfelhotel Torggelerhof & ein Abstecher nach Schenna

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: das Beste am Maiser Waalweg ist die Pause im Apfelhotel Torgglerhof kurz vor Saltaus 😉 . Was natürlich nicht heißen soll, dass der Waalweg an sich nicht auch toll zu laufen wäre.


  • Start & Ziel: Obermais (Meran)
  • Länge: mit „Umweg“ über Schenna knapp 16 km
  • Höhenmeter: 220 hm
  • Anspruch: einfach
  • Einkehrmöglichkeiten: Apfelhotel Torgglerhof (Tipp ♡), Restaurants in Schenna

⇒ Die Route zum Nachwandern auf Komoot


Der Maiser Waalweg startet bei Schloss Planta im alten Meraner Villenviertel Obermais und verläuft teils sonnig durch Apfelplantagen und Weinreben, teils schattig durch den Wald bis nach Saltaus im Passeiertal, immer parallel zur rauschenden Passer. Und natürlich immer entlang des Waals, der von Bauern schon vor vielen Jahrhunderten zur Bewässerung der Sonnenhänge errichtet und genutzt wurde.

Der Maiser Waalweg bei Meran
Schattig und eben entlang des Waals

Fast am Ende des Maiser Waalwegs, kurz vor Saltaus, lockt eine wohlverdiente Pause im wunderbaren Apfelhotel Torgglerhof. Die Unterkunft mitten in der Natur, der riesige Garten um die alte Trauerweide, der Outdoor-Wellness-Bereich und die Mischung zwischen Alt und Neu sind einfach toll. Auch als Nicht-Hotelgast fühlen wir uns pudelwohl und lassen uns von der hervorragenden Küche verwöhnen.

Apfelhotel Torgglerhof Saltaus

Zurück folgen wir nur circa die Hälfte der Strecke dem Maiser Waalweg, über ein kleines Brückchen biegen wir nämlich links nach Schenna ab. Hier geht´s zwar steil nach oben, aber wir wissen ja, dass in Schenna ein leckeres Eis oder ein kaltes Getränk auf der Terrasse des Schlosswirt (wo wir auch schon übernachtet haben und sehr gerne zu Abend essen) wartet. Auch für ein bisschen Sightseeing lohnt sich Schenna mit seinen Kirche und dem Schloss. Zurück nach Obermais wandern wir über den sehr schönen Mitterplattweg mit tollen Ausblicken.

Blick auf Schenna im Meraner Land
Blick zurück nach Schenna

Zum Schluss…

Wir hoffen, wir konnten dir ein kleines bisschen vermitteln, warum wir so gerne in und um Meran unterwegs sind. Wandern im Meraner Land ist abwechslungsreich, perfekt für Genießer und ein Traum für Naturliebhaber. Viele Wanderwege sind problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Meran aus erreichbar, du kannst das Auto also durchaus auch öfters mal stehen lassen.

Auf unserer Wunschliste stehen noch so einige Wanderungen und es würde mich nicht wundern, wenn der Artikel künftig Zuwachs erhält 😉


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Jetzt bis du dran! Hast du weitere Tipps für Wanderungen rund um Meran? Verrate sie uns gerne in den Kommentaren.

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