Gigantische Ausblicke am Blyde River Canyon

Endlich angekommen in Südafrika. Um erstmal abzuschalten und den Alltag hinter uns zu lassen, haben wir uns für 3 Nächte in der Nähe des Blyde River Canyons einquartiert. Graskop eignet sich perfekt als Ausgangspunkt zur Erkundung des drittgrößten Canyons der Welt. Das Städtchen liegt am südlichen Zipfel des Blyde River Canyon Nature Reserves. Graskop bietet verschiedene Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten. Die Auswahl an Restaurants ist nicht überwältigend, für zwei bis drei Tage aber in Ordnung.

Unsere Unterkunft, das Gästehaus Zur Alten Mine, lag ein paar Kilometer außerhalb von Graskop. Es wird geführt von einem Deutschen Ehepaar und ist wirklich absolut empfehlenswert! Da ansonsten alles belegt war, blieb für uns nur noch ein riesiges Haus übrig ;-)! Hier ein paar Eindrücke:

Zur Alten Mine Graskop Blyde River Canyon an der Panorama Route
Zur Alten Mine Graskop Blyde River Canyon an der Panorama Route
Unsere Unterkunft Zur Alten Mine in Graskop am Blyde River Canyon
Unsere Unterkunft Zur Alten Mine in Graskop am Blyde River Canyon

Nach einem ausgiebigen Frühstück am ersten Tag vor Ort entschieden wir uns, die berühmte Panorama Route erstmal mit dem Auto abzufahren. Der Name ist dabei Programm. Auf der Strecke reihen sich tolle Aussichtspunkte aneinander, überall eröffnen sich neue spektakuläre Ausblicke. Am besten planst du einen ganzen Tag für die Panorama Route ein. Dann hast du genügend Zeit, die Highlights ausgiebig und auch mal ein wenig „off the path“ zu erkunden.

Sobald du ein Stückchen weiter läufst bist du oft ganz alleine, ohne andere Touristen. Die Panorama Route ist sicherlich eine der landschaftlich schönsten Routen in Südafrika. Sie verbindet ganz unterschiedliche Landschaftsformen, Felsformationen, Schluchten, zahlreiche Wasserfälle und grandiose Aussichtspunkte.

Das Highlight ist natürlich der Blyde River Canyon. An den meisten Aussichtspunkten zahlt man eine (sehr) kleine Gebühr. Die meisten haben Öffnungszeiten zwischen 8 und 17 Uhr. An den Parkplätzen befinden sich oft kleine Stände, an denen die Einheimischen Souvenirs verkaufen.

Tag 1: Roadtrip entlang der Panorama Route

Von Graskop aus starteten wir auf der R532 nach Norden. Die Landschaft wechselt ständig. Mal fühlt man sich wie in Irland, dann wähnt man sich im Schwarzwald und plötzlich ist man wieder in Afrika. Nach wenigen Kilometern geht´s von der R532 rechts ab auf die R534 zum Aussichtspunkt God´s Window. Von drei Plattformen aus hat man einen tollen Blick über das Lowveld. Unbedingt solltest du durch einen kleinen Regenwald (ein Schild weist darauf hin), den kurzen aber etwas anstrengenden Pfad hinauf zu einem schönen Aussichtspunkt laufen. Während sich weiter unten einige Touristen tummelten, waren wir hier oben ganz alleine!

Ausblick über das Lowveld an der Panorama Route im Nordosten Suedafrikas
Ausblick über das Lowveld an der Panorama Route

Wieder zurück auf der Hauptstraße, führt diese zu den Berlin Falls und den Lisbon Falls. Wir haben uns nur die Berlin Falls angeschaut. Schön, aber nicht wahnsinnig spektakulär.

Die Berlin Falls am Blyde River Canyon
Die Berlin Falls am Blyde River Canyon

Das nächste Highlight auf der Panorama Route sind die „Bourke’s Luck Potholes“. Die Potholes sind bizarre Gesteinsformationen und Strudellöcher, die vor Millionen von Jahren durch Erosion entstanden. Je nach Sonneneinstrahlung bietet sich ein faszinierender Blick auf die Potholes im rotbraunen Dolomitgestein des Canyons . Es lohnt sich, über den Rundweg noch etwas weiter in die felsige Landschaft zu laufen und zuzuschauen, wie der Fluss sich durch die Felsen schlängelt und sich in Mini-Wasserfällen ergießt.

Die Bourke´s Luck Potholes am Blyde River Canyon
Die Bourke´s Luck Potholes am Blyde River Canyon

Weiter auf der R532 stößt man auf den Lowveld Lookout, bevor man am World´s End Lookout die Aussicht auf die „Three Rondavels“ genießen kann. Die drei beeindruckenden Felsen erinnern an Afrikanische Rundhütten (Rondavels), daher der bildhafte Name.

Gigantische Ausblicke am Blyde River Canyon
Gigantische Ausblicke am Blyde River Canyon
Ausblick auf die Three Rondavels im Blyde River Canyon
Ausblick auf die Three Rondavels, benannt nach den typischen südafrikanischen Rundhütten

Bevor die Panorama Route den Canyon wieder verlässt, haben wir uns noch im Forever Resorts Blyde Canyon mit Informationen versorgt, da wir im Reiseführer gelesen hatten, dass von hier aus schöne Wanderungen starten. Und wandern wollten wir bei dieser Naturkulisse auf jeden Fall!

Weniger spektakulär ging es über Ohrigstad und Pilgrim’s Rest zurück nach Graskop. Im Nachhinein würden wir statt den offiziellen großen Bogen zu Ende zu fahren vielleicht lieber umdrehen und dieselbe Strecke zurückfahren. Denn die Fahrt über Ohrigstad und Pilgrim´s Rest zieht sich doch ganz schön und bietet keine wirklichen Highlights. Pilgrim´s Rest haben wir ausgelassen. Zum einen, da es schon recht spät war. Zum anderen haben wir gelesen, dass das „Goldgräber“ Städtchen sehr gekünstelt und nicht lohnenswert sei.

Tag 2: Wanderung im Blyde River Canyon

Der nächste Tag begann mit einem sehr frühen Frühstück, denn wir wollten gleich morgens mit unserer Wanderung vom Forever Resorts Blyde Canyon aus starten. Das Resort selbst fanden wir übrigens auch ganz hübsch. Vor allem mit Kindern bestimmt sehr schön, da es einen großen Pool gibt.

Hier beginnen verschiedene Wanderungen zwischen 2 und 5 Kilometern. Eine kleine Karte mit Beschreibung der Trails bekommt man an der Rezeption des Resorts. Dort muss man sich auch registrieren und eine kleine Gebühr (ca. 50 Rand p.P.) bezahlen. Wir haben uns für den Leopard Trail entschieden. Die Wanderung war nicht übermäßig anstrengend und wirklich spektakulär! Der Weg ist allerdings zum Teil sehr steinig und eine etwas holprige Angelegenheit.

Wir sind auf der kompletten Strecke keinem einzigen anderen Menschen begegnet und haben immer wieder die gigantischen Ausblicke genossen. So haben wir für den Trail auch bestimmt 4-5 Stunden gebraucht, weil wir es uns immer wieder auf irgendwelchen Felsen bequem gemacht und einfach nur die geniale Aussicht und die absolute Ruhe genossen haben. Der Trail ist aber sicherlich gut in 3 Stunden machbar!

Beim Wandern im Blyde River Canyon - ein Highlight entlang der Panorama Route
Beim Wandern im Blyde River Canyon

Zurück im Resort haben wir uns noch ein bisschen umgeschaut und im Restaurant eine Kleinigkeit gegessen. Macht man die Tour am Nachmittag (Achtung, im Sommer kann es ganz schön heiß werden!) bietet es sich an, den Sonnenuntergang am resorteigenen Aussichtspunkt mitzuerleben. Alleine ist man hier allerdings nicht, da die Resortgäste sich dieses Highlight natürlich auch nicht entgehen lassen. Zu beachten ist nur, dass man dann im Dunkeln zu seiner Unterkunft zurückfahren muss!

Den Nachmittag wollten wir eigentlich nutzen, um von Graskop aus südlich zu fahren, über den Long Tom Pass und zu den Sabie Falls. Rund um Sabie gibt es mehrere Wasserfälle, die sich wohl lohnen. Allerdings hatten wir nachmittags irgendwie einen kleinen Durchhänger, so dass wir es uns lieber mit unserem Büchern im Garten unserer schönen Unterkunft bequem gemacht haben ;-)… Faul darf auch mal sein… Wobei der Long Tom Pass wirklich schön sein soll und wir ihn auf einer nächsten Reise unbedingt fahren wollen!

Insgesamt bietet die gesamte Region sehr viele Outdoor Erlebnisse. Es gibt zahlreiche Wanderwege, aber auch Wildwasserrafting, das in Südafrika beliebte „Kloofing“ (Canyoning) und Ziplining werden angeboten. Du kannst den Canyon per Hubschrauber überfliegen oder mit dem Heißluftballon über das Lowveld schweben. Mehr Infos zu Outdoor Aktivitäten findest du hier oder bei Blyde River Safaris.

Was hast du schon am Blyde River Canyon erlebt? Wir freuen uns auf deine Tipps und Geschichten!

Du planst deine Südafrika Reise? Hier findest du unsere weiteren Tipps:

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Wandern am Blyde River Canyon und Roadtrip entlang der Panorama Route im Nordosten Suedafrikas - unsere Tipps
Wandern am Blyde River Canyon und Roadtrip entlang der Panorama Route im Nordosten Südafrikas – unsere Tipps für deine Reise nach Südafrika!
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2 Comments

  1. Tolle Bilder! Ihr wart in unseren Wintermonaten dort, oder? Ist viel grüner als bei uns 😉

    1. Danke liebe Sabine! Ja, wir waren im südafrikanischen Frühling (Ende September). War eine perfekte Jahreszeit :-)!

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